Das dunkle Licht

6.

"Drachenfeuer!", fluchte Jae-Sun und hätte am liebsten gegen den Schutthaufen getreten, der ihnen den Weg versperrte. Aber seine improvisierten Schuhe boten keinen guten Schutz, weswegen er es bleiben ließ. Er sehnte sich nach dem Himmel und Sonne, nach Wind und Luft; die gedrückte Feuchtigkeit, das ewige Dunkel und die niedrigen Gänge zerrten schon jetzt an seinen Nerven. Da half auch das flackernde Licht der Fackel nicht viel. Das Laufen hingegen war nicht so schlimm, es schien Ka'Simiro weitaus mehr zu stören als ihn, und Jae-Sun war froh, dass er auf die Schuhe bestanden hatte. Er wollte sich gar nicht vorstellen, wie der andere sich ohne fühlen würde. Eine Weile starrte er die Steine an und überlegte, ob sich das Abtragen lohnen würde. Dann kam er jedoch zu dem Schluss, dass es nicht das geringste brachte, sollte das Ende in etwas enden, das ähnlich aussah wie die Gänge, die sie freigelegt hatten.

"Wir hätten schauen sollen, ob wir an dem Punkt, wo wir aufgewacht sind, Spuren von den Senechen finden, die uns hingebracht haben. Wenn wir unseren Weg nach draußen graben müssen, kommen wir nie an."

"Das habe ich. Nein. Keine Spuren, dort war der Stein besonders hart und glattgeschliffen vom Wasser." Miro rieb sich müde das Gesicht. "Ich schlage vor, dass wir uns hier kurz ausruhen und dann zurücklaufen, um an der nächsten Kreuzung einen anderen Weg einzuschlagen. Das Symbol hier bedeutet Ausgang... es ist das Notsymbol der Senechen und sollte die Grubenarbeiter lenken. Wenn wir ihm folgen, müssten wir irgendwann nach draußen gelangen." Er hoffte sehr, dass es bald war.

"Wenn sie nicht alles zugeschüttet haben." Jae-Sun ließ sich an der Wand auf dem Boden nieder und schloss die Augen. Er hörte, wie Ka'Simiro seine Last abstellte und sich neben ihn setzte. Irgendwoher drang das leise Rauschen von Wasser, vielleicht war es auch nur das Blut in seinen Ohren. Dazu kam das stetige Tropfen, ebenfalls von der Richtung her nicht einzuordnen. Ein Steinchen löste sich, rollte herab und nahm andere mit sich. Der Laut erzeugte eine Gänsehaut auf Jae-Suns Rücken und erinnerte ihn wieder an seine Furcht vor Höhlenbewohnern.

"Meine Zimmer haben große Fenster", sagte er leise. "Im Sommer sind sie meist offen, so dass der Wind durchstreichen kann. Und es ist hell. Ich hasse die Gänge hier."

Miro setzte sich dicht neben Jae-Sun und meinte leise "Denk dir die Natur über den Gängen, die grünen Pflanzen und den Sonnenschein. Er durchdringt die Erde und kann bis zu uns gelangen, wenn man es nur zu spüren versucht." Er schloss die Augen und lehnte sich an die unbequeme Wand. "Außerdem wissen wir von wenigstens einem Eingang zu diesen Stollen, den wir freigelegt haben. Ich bin mir fast sicher, dass es nicht der einzige offene Gang ist."

"Dann landen wir irgendwo im Dschungel und können unseren Weg dort suchen." Jae-Sun grinste ein wenig. "Das ist aber auf jeden Fall besser als das hier."

Der Wunsch nach unwegsamem Urwald wurde dringender, als sie sich schließlich wieder aufrappelten und den Gang zurücktrotteten, um in den nächsten abzubiegen. Mit jedem Schritt schien sich die Dunkelheit enger um Jae-Sun zusammenzuziehen, wurde drückender und beängstigender. Er konnte das Gewicht des Felsens förmlich spüren, das über ihnen lastete, meinte die Erde arbeiten zu hören, wie sie Risse bekam, um über ihnen zusammenzubrechen. Das Atmen fiel ihm schwer, und er musste sich wieder und wieder zur Ruhe ermahnen, um nicht nach Luft zu schnappen.

Als Miro vor ihm abrupt innehielt und die Fackel etwas anhob, fiel das Licht auf eine weitere Verschüttung. Jae-Sun gelang es nur mit Mühe, den Laut in seiner Kehle zu unterdrücken. Er ballte die Fäuste, öffnete sie wieder und ballte sie erneut. /Ruhig. Bleib ruhig. Zukünftiger hin oder her, du wirst dich doch nicht vor einem Karkaesen zum Gespött machen! Die Gänge halten seit Jahrhunderten, sie werden jetzt nicht einbrechen. Es ist ein wenig dunkel, aber wir haben eine Fackel... Ich will die Sonne wiedersehen! Ich brauche Luft!/

Mit zusammengepressten Lippen schob er sich an Miro vorbei und ging bis zu dem Geröllhaufen vor, dann begann er verbissen, die Steine abzutragen.

"Jae-Sun? Jae-Sun!" Der Ji-Won atmete schwer und war unruhig, gereizt. Er schien mit der Situation doch nicht so gut zurecht zu kommen, wie Miro zuerst gedacht hatte. Mit sanfter Gewalt brachte Miro ihn zunächst dazu, sich hinzusetzen und noch einen Schluck Wasser aus der mitgenommenen Flasche zu trinken, dann rieb er ihm leicht über die Schultern. "Das bringt leider nichts, aber der nächste Gang wird es sicherlich sein, irgendwo müssen sie hereingekommen sein, und uns zwei schleppt man nicht so weit, wenn man denkt, dass wir tot sind."

Jae-Sun nickte leicht. Er schämte sich für seine Angst und dafür, sich vor dem anderen bloßgestellt zu haben, war aber dankbar für die Ruhe und Nähe. Nach einem zweiten Schluck murmelte er nur rau "Danke."

Nachdenklich ließ Miro sich neben ihm nieder. "Das mag jetzt vielleicht irre klingen, aber ich glaube, dass wir den kleinen Weg nehmen sollten, den wir vorhin nicht gegangen sind, weil er hinunter zu führen schien." Es war riskant, aber machte zugleich auch wieder Sinn. "Vielleicht sind wir in dem Stollen bergauf gebracht worden und müssen dem Verlauf des Hangs folgen, um heraus zu kommen."

Nach einer Weile hatte Jae-Sun sich beruhigt, und sie konnte umdrehen. An der Kreuzung überprüfte Miro die Zeichen, fand das für Ausgang auch in dem kleinen Pfad, der sehr steil in die Tiefe zu führen schien. "Wir probieren es, okay? Willst du voran gehen? Ich bin direkt hinter dir, keine Angst."

Jae-Sun nickte und ließ sich die Fackel reichen. /Wir probieren es. Du bist der Tunnelexperte. Noch weiter nach unten, noch tiefer rein. Noch mehr Felsen über uns. Großartig./ Er konnte die Gedanken einfach nicht verhindern, doch er blieb stumm. Mit Angst im Bauch trat er in den Gang und ging langsam Schritt für Schritt nach unten.

Schweigend folgte Miro seinem Partner immer tiefer in den engen Gang hinein, der zum Teil so steil verlief, dass einige Stufen geschlagen worden waren, um ein Ausrutschen zu verhindern. Sie wollten gerade rasten, als die Luft sich nach einer kleinen Biegung veränderte.

Miro konnte es nicht fassen, aber er schien Recht gehabt zu haben. Es drang zwar noch lange kein Licht zu ihnen, aber die Tierlaute und das Rauschen eines tropischen Regens wurden lauter, und zudem begann die Luft, mit jedem Schritt weiter in den engen Gang hinein besser zu werden. Nach einer kurzen Reststrecke konnten sie durch einen engen, zum Teil zugewucherten Riss in der ursprünglichen Mauer das Höhlensystem verlassen.

Blinzelnd orientierte Miro sich, sie waren mitten in der Nacht herausgekommen, und es regnete. "Ich weiß, dass du die Höhlen nicht gut findest, Jae-Sun, aber ich glaube, dass wir hier noch ein wenig schlafen sollten, bis wir bei Sonnenaufgang mehr Licht haben."

Jae-Sun hielt sein Gesicht mit geschlossenen Augen in den Regen und lächelte. Das erdrückende Gefühl war von ihm gewichen, sobald er aus dem Riss geklettert war und den weichen Waldboden unter seinen Füßen gespürt hatte. Kein Tier des Urwaldes konnte so furchterregend sein wie die engen Gänge.

"So lange du nicht verlangst, dass wir dafür so weit zurückgehen, dass man nichts mehr von draußen hört oder gar nur noch die tote Luft riecht, soll es mir recht sein", sagte er schließlich nach einer Weile, auch wenn es ihn nicht wirklich begeisterte. Doch durchweicht vom Regen würden sie nur noch mehr frieren, und auch bei Tag würde der Rückweg schwer genug zu finden sein. Und er war genauso wie Ka'Simiro erschöpft.

Miro schüttelte den Kopf, dann gähnte er. "Lass uns von den Moosflechten ein paar zum Polstern nehmen, dann bleiben wir einfach hier im Höhleneingang." Sie brauchten nicht lange, um ein einigermaßen erträgliches Lager herzustellen. Miro ließ sich geschafft darauf fallen und gähnte noch einmal. "Wir haben keine Decke, aber ich werde auf jeden Fall einschlafen, ich bin sehr müde." Er sah zu Jae-Sun hoch und klopfte neben sich auf das Lager.

"Außerdem bist du es nicht gewohnt, mehr als zehn Meter zu Fuß zu laufen", neckte Jae-Sun und ließ sich neben dem anderen nieder. Er rückte zu ihm, schmiegte sich an seinen Rücken und legte einen Arm um ihn. So würden sie es so warm wie möglich haben. Und zudem war es auch noch angenehm. Er schmiegte sein Gesicht an den warmen Nacken und lächelte. Es sollte sich nicht so gut anfühlen, er sollte es nicht genießen. Er sollte vor allem nicht so leicht aufgeben. Es war Zeit, dass sie zurück zu den anderen kamen. Ein hübscher Mann hin oder her, er sollte ihm nicht vertrauen, und gegen diese Massenhochzeit war er nach wie vor eingestellt. Mit einem leisen Seufzen vergrub er die Nase ein wenig tiefer im weichen Haar und schloss die Augen.

Miro verzichtete darauf hinzuweisen, dass die Ausbildung der Karkaesen sehr hart war und auch das Marschieren langer Strecken beinhaltete. Stattdessen umfasste er die schmale Hand von Jae-Sun und schlief ein. Das angenehme Gefühl eines warmen Körpers, der sich an ihn presste, begleitete seine Träume.

 

Als Miro erwachte, hatte er sich auf den Rücken gedreht und einen Arm um Jae-Sun gelegt, der an ihn geschmiegt schlief. Draußen war die Sonne aufgegangen, und der feuchte Wald dampfte. Sinnend blickte Miro auf das Gesicht seines Partners, das ihm mittlerweile schon so vertraut geworden war.

Am Anfang hatte er noch gedacht, dass die Ji-Won gleichförmig waren, aber das stimmte nicht. Die Haare von Jae-Sun fielen ganz anders als die der anderen. Miro würde ihn allein an den Haaren wiedererkennen. Und dann die weiche Stimme mit dem Akzent, der die raue Sprache der Karkaesen so verspielt wirken ließ.

Nachdenklich zeichnete Miro die zierliche Nase nach und die Lippen, dann strich er die Haare zur Seite, um die spitzen Ohren zu betrachten. /Was haben sich die Senechen dabei gedacht? Dachten sie, dass wir einander zerfleischen würden, bloß weil beide Völker wehrhaft sind, bloß weil die Karkaesen nicht wenige Planeten belagert und eingenommen haben?/ Es war lächerlich. Die Kampfkraft der Karkaesen beruhte allein darauf, dass sie das große Schiff besaßen, hinter dessen Schwächen bislang noch kein Volk gekommen war. /Wenn die Ehen geschlossen werden, könnten die Ji-Won uns vernichten./

Jae-Sun erwachte mit lange vermissten Liebkosungen, zarten Berührungen, so vorsichtig, als wollte man ihn nicht wecken. Er lächelte, noch ehe er die Augen aufschlug. Blinzelnd sah er Ka'Simiros Gesicht direkt vor sich. Schon wieder war er so ernst und nachdenklich, was nicht dazu passte, dass er gerade äußerst sanft den Rand von Jae-Suns Ohr nachfuhr und damit einen sinnlichen Schauer in ihm auslöste. /Mmh, mehr.../, dachte er und festigte seinen Griff, um gleich darauf festzustellen /Mein Mund schmeckt nach Kloake, ich küsse jetzt nicht. Ärgerlich!/

"Mmh, Morgen...", nuschelte er. "Mach ruhig weiter, lass dich von mir nicht stören."

Mit einem kleinen Lächeln strich Miro Jae-Sun die Haare zurück und entgegnete "Mir ist nicht nach Romanze, lass uns lieber sehen, dass wir uns auf den Weg zum Kloster machen." Er hatte darüber nachgedacht, wie sie am besten vorgehen sollten, war aber zu keinem Ergebnis gekommen. Als er aus dem Stollen trat, entdeckte Miro jedoch zu seinem Erstaunen, dass nur wenige Schritte von ihnen entfernt der See im Morgenlicht schimmerte, auf dessen anderen Seite das Kloster lag.

"Jae-Sun? Es ist nur auf der anderen Seite des Sees, siehst du?" Miro ging sich vorsichtig umblickend an das Wasser heran und legte die stinkende alte Lederhose ab, die ihm bei Tageslicht betrachtet noch scheußlicher vorkam. Rasch warf er seine Unterhose dazu und ließ sich in das Wasser gleiten. "Was machen wir jetzt?", fragte er dann den Ji-Won am Ufer. "Wir können unmöglich dort reingetrampelt kommen und uns dann richtig töten lassen, oder?"

Während Jae-Sun seinen Beschluss festigte, auf keinen Fall einen Karkaesen zu ehelichen, der ihm nicht einmal genügend Zeit für ein angenehmes Aufwachen ließ, wenn Zeit dafür war, wickelte er etwas mühselig die improvisierten Schuhe von den Füßen. "Reintrampeln und alle umbringen, die uns töten wollen. Allein mit deinem durchdringenden Blick." Den Schuhen folgte die Hose und das zerrissene Nachthemd, dann ließ sich Jae-Sun ebenfalls aufatmend ins Wasser gleiten. Er tauchte einmal unter und spülte sich die Haare aus dem Gesicht, dann begann er sich ausgiebig abzureiben, um Dreck und Schweiß zumindest ansatzweise loszuwerden. "Ansonsten könnten wir uns unauffällig nähern und mit dem ersten Ji-Won oder Karkaesen Kontakt aufnehmen, dem wir begegnen und dem wir vertrauen können und unauffällig mitteilen, dass wir noch leben."

Miro hob die Schultern und blickte über den See hinweg zum Kloster. Man konnte die Dächer eben gerade erkennen. Nebel verschleierte die Sicht. Nachdenklich schwamm er zu Jae-Sun hinüber. "Ich helfe dir, dreh dich zu mir", schlug er dann vor. Während er dem anderen den Rücken und die Schultern wusch, dachte er zum einen darüber nach, wie sich die Sicht dieser Unternehmung in den letzten Stunden gewandelt hatte, zum anderen fragte er sich, was nach dem Ende der Zeit auf Senech mit Jae-Sun werden würde. "Warum hast du mich geküsst?"

Jae-Sun lachte leise und machte genussvoll den Rücken rund. Ka'Simiros Themenwechsel verblüfften ihn immer wieder. "Weil du so hübsch ausgesehen hast, weil du einen verlockenden Mund hast und weil ich es wollte."

"Ich nehme an, dass du immer das bekommen hast, was du wolltest, nicht? Ein verwöhntes Prinzenkind. Ich wollte dir nur sagen... bevor wir zu den anderen kommen und bevor all dies hier endet, wollte ich gern klarstellen, dass ich es nicht begonnen habe, um euch auszuspionieren."

Jae-Sun unterließ es, klarzustellen, dass er bei weitem nicht immer alles bekam, was er wollte. "Sicher", meinte er stattdessen sarkastisch und entzog sich unwillig den Händen des anderen. "Es ging dir nie um unsere Waffen, nie, wie ihr diese für eure Zwecke einsetzen könnt. Es ging dir nur um die Ji-Won und ihre interessante Kultur."

Miro nickte leicht. "Genau das wollte ich dir gerade versichern. Mir persönlich ging es nicht um eure Waffe." Er runzelte die Stirn, dann gab er zu "Nein, es ging mir auch nicht um eure Kultur. Mir ist vorhergesagt worden, dass ich einem dunklen Licht folgen würde, um ein helles erblicken zu können. Ich habe den Verdacht, dass damit diese Geschichte gemeint war." Er watete aus dem Wasser und streifte sich die Haare aus, dann warf er einen Blick zurück auf den schmollenden Prinzen. "Du bist das helle Licht in meiner Theorie, Jae-Sun", endete er simpel und wandte sich ab, um sich mit den Resten des Nachthemdes abzutrocknen.

Jae-Sun hörte mitten in der Bewegung auf, das Wasser aus seine Haare zu streifen. Sarkasmus war sehr offensichtlich nichts, mit dem sich Karkaesen beschäftigten. Auf der anderen Seite machten sie, zumindest soweit er sie kennen gelernt hatte, keine Komplimente. Was sie aussprachen, waren Fakten. Und seinem Verständnis nach kamen damit Ka'Simiros Worten einer Liebeserklärung ziemlich nahe.

Verwirrt starrte er auf den trainierten Rücken und lauschte noch verwirrter auf das Hochgefühl, das in ihm aufstieg wie ein warmer, duftender Frühlingswind nach einem langen, dunklen Winter. Er richtete sich auf und folgte Ka'Simiro ans Ufer. /Ich wollte Rätsel, er ist ein Rätsel./

"Komm vom offenen Ufer weg, bevor uns jemand sieht, Sonnenschein", sagte er und umfasste die schlanke Taille, um den anderen hinter eine nahstehende Buschgruppe zu schieben. Wieder mochte er den Kontrast ihrer Haut, mochte das Gefühl unter seinen Fingern. Er drehte ihn zu sich um und sah in das schöne, schmale Gesicht empor. "Ich kann dir keine schönen Worte sagen, auch wenn es viele für solche Gelegenheiten gibt und ich sonst eigentlich nicht darum verlegen bin. Du bist derart direkt und ehrlich, sie erscheinen mir nur noch wie hohler Schein. Ich wollte dich küssen, Ka'Simiro, weil es mir ein Bedürfnis war. Und das wird es immer öfter. Auch wenn sich mein Verstand dagegen wehrt und von dir als einem Feind spricht, dem ich nicht trauen darf. Trotzdem hat es mich froh gemacht, was du gesagt hast."

Miro lächelte leicht, als er den Namen hörte, der so anders klang als 'Feuerteufel'. Sachte strich er dem anderen Mann eine feuchte Haarsträhne über die Schulter zurück, dann begann er ihn abzutrocknen. Jae-Sun war so verwirrend freundlich und zugewandt mit einem Mal, dass Miro sich noch immer erschreckte von Zeit zu Zeit. "Ich freue mich, dass ich dir nicht zu nahe getreten bin mit meiner Offenheit. Immerhin sind wir politisch noch immer Feinde."


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by Meike "Pandorah" Ludwig & Jainoh