Feenweihnacht

11.

Ejlif schloss die Augen und hoffte, dass Lasse seine Fragen nun alle gestellt hatte. Er für seinen Teil hatte erfahren, dass er sich an diesen Mann binden durfte und konnte, dass sein Vertrauen nicht enttäuscht werden würde. Mehr brauchte Ejlif nicht. Alles andere würde sich fügen, seine Kraft und wie sie unter ihnen aufzuteilen war, würde sich ebenso fügen wie Lasses Sorgen und wie sie zu zerstreuen waren.

Lasse hatte erwartet, dass er nun erst recht Angst bekommen würde. Dass er nicht zulassen konnte, dass Ejlif das alles aufzugeben bereit war. Dass er das Gefühl bekommen würde, ihn zu berauben, ihm das Leben zu nehmen. Doch all das war es nicht. Als Ejlif seinen Kopf wieder an ihn lehnte und die Augen schloss, fühlte er Glück. Es war ein Geschenk, das seine Fee ihm so freigiebig, voller Vertrauen und Liebe anbot, kostbarer als alles andere, so unendlich wertvoll, dass man es nicht ablehnen konnte, ohne es zu zerstören. Lasse nahm einen zitternden Atemzug und neigte den Kopf zu ihm, um ihn auf den Mundwinkel zu küssen.

"Danke", sagte er so leise, dass es kaum zu hören war.

Sich zu seinem Geliebten hinaufstreckend brachte Ejlif seinen Körper noch dichter an Lasse heran und fragte flüsternd "Darf ich also ab heute Nacht bei dir sein?" Er erlag der Versuchung gleich im Anschluss und küsste den Mund, der noch so verführerisch nah war.

Lasse schloss die Augen und erwiderte den Kuss sanft, während alle Anspannung und alle Sorgen von ihm abfielen. Suchend tasteten seine Lippen über Ejlifs nachgiebige, liebkosten sie eine ganze Weile, ehe er ihn mit der Zungenspitze zu streicheln begann, seinen Geschmack erkundend, der noch viel herrlicher war, als er es sich vorgestellt hatte. Seine Hände glitten langsam den schmalen Rücken hinab, verharrten einen Moment lang auf der Hüfte und nahmen dann die umgekehrte Bahn wieder auf.

Ejlif mit sich ziehend und ohne den Kuss zu unterbrechen ließ er sich auf das Bett sinken. Unangenehm und unerwartet wurde er gestoppt, als er mit dem Kopf an die Wand stieß. Er gab einen überraschten Laut von sich und rutschte ein wenig nach unten, nur um auch dort viel zu früh das Ende zu erreichen. Erst jetzt bemerkte er, dass dieses Bett ein ganzes Stück kürzer als das seine war. Irritiert blinzelte er, dann musste er lachen.

Ejlif war gerade in einen traumhaften Zustand geglitten, hatte sich zögerlich in die ungewohnte Nähe fallen lassen, als ein dumpfer Laut ihn blinzelnd aufhorchen ließ. Dann lachte Lasse und ihm wurde klar, dass sie noch in seinem kleinen Bettchen saßen, das zwar sehr gut auf ihn zugeschnitten war, aber nicht für seinen großen Mann geeignet. Kichernd schlang er die Arme um Lasses Hals, um die gestoßene Stelle vorsichtig zu streicheln.

"Ich glaube, wir ziehen besser um", grinste Lasse und richtete sich auf. "Sonst bin ich morgen ein einziger blauer Fleck." Ohne große Mühe hob er den leichten Körper seines Geliebten auf und gerade auf das andere Bett herüber, das leider noch unangenehm kalt war.

Die kühlen Laken machten Ejlif bewusst, dass zwischen ihnen schon ungewöhnlich viel Hitze entstanden war. Dennoch bibberte er ein wenig, als Lasse ihn ablegte und die noch nach frischer Luft riechende Decke ein wenig über sich und ihn selber zog. Sein Nachthemd verhedderte sich zwischen seinen Beinen, und Ejlif zappelte, um sich zu befreien.

Lasse lachte erneut; die Bewegungen machten Ejlif niedlicher, als er ohnehin war. Er legte ihm eine Hand auf die Knie, um ihn zu beruhigen, dann rutschte er näher an ihn heran, während er ihn befreite. Seine Finger streiften nackte Haut, und Lasse stellte beinahe atemlos fest, dass Ejlif überall so weich war. Trotzdem ließ er erst einmal wieder davon ab, ihn unter dem Nachthemd zu berühren und zog ihn in einen neuen Kuss. Sachte und sich Zeit nehmend erforschte seine Hand den schlanken Körper durch den Stoff hinweg, streichelnd und ohne intimere Stellen zu berühren.

Es war schön, einfach nur bei Ejlif zu liegen, ihn im Arm zu halten, zu streicheln und ihn zu küssen, wie Lasse es sich seit Wochen immer wieder erträumt hatte. Den süßen Atem zu riechen, der warm über sein Gesicht strich und die vorsichtigen Liebkosungen der kleinen Hand auf seinem Rücken zu spüren. Ihn wieder anzusehen und in seinem Lächeln zu versinken. Und ihn dann erneut zu küssen.

Lasse befand, dass es für den Anfang durchaus genug sein konnte, wenn sein kleiner Feenmann ihm nicht irgendwie andeutete, dass er mehr wollte. Er wollte ihn nicht überrumpeln. Immerhin war es das erste Mal, dass er überhaupt jemanden so nah an sich heranließ. Und auch für Lasse war es neu, dieses vorsichtige Herantasten, das langsame Erkunden, die Gefühle, die ihn einhüllten. Es war neu und besonders, und er wollte jeden Augenblick tief in sich aufnehmen und niemals vergessen.

Atemlos verfolgte Ejlif, wie Lasse ihn kennen lernte. Er selber wagte es noch nicht, den Mann zu berühren, wie seine Hände es eigentlich wollten. Ohne den Kopf zu fragen, bewegte sein Körper sich seinem Geliebten entgegen. Die leichten Bahnen über seinen Bauch und seine Brust waren noch lange nicht genug, und Ejlif wünschte sich, dass er die forschenden Finger auf der Haut spüren konnte. Zugleich war das Kribbeln und Prickeln in ihm stetig mehr geworden.

"Ich habe noch mein feuchtes Hemd an", sagte Lasse schließlich leise und musste die weichen Lippen schon wieder küssen. "Kannst du mich für einen Moment entbehren, bis ich mich umgezogen habe?"

Ejlifs erster Gedanke war, dass er seinen Freund nicht loslassen wollte. Aber dann nickte er und krabbelte unter Lasses Bettdecke, um sich darunter zu verkriechen. Er beobachtete die Bewegungen der Muskeln unter der warmen Haut nahe an der Schulter und bekam den Wunsch, sie zu berühren, gleich am Hals einmal zu probieren, wie der Geschmack war, wie das Gefühl sein mochte, mit den Lippen auf Erkundung gehen zu können. Ejlifs Neugierde auf Lasse wurde mehr und mehr geweckt und begann, seine Schüchternheit und seine Befürchtungen, dass dieses Kribbeln in ihm Überhand nehmen könnte, zu verdrängen.

Lasse öffnete nur die obersten zwei Knöpfe, um sich das Hemd dann einfach über den Kopf zu ziehen. So schnell wie möglich wollte er wieder zu seiner süßen Fee zurück, vermisste den Geruch und die Nähe schon jetzt. Rasch sah er zu ihm hin und bemerkte, wie die schwarzen Augen jeder seiner Bewegungen folgten.

Es schickte ein heißes Prickeln durch seinen Körper, das ihn sich fragen ließ, wie scheu Ejlif sein mochte und was Feen eigentlich... Vorhin hatte er von dieser Nacht als etwas Besonderem gesprochen. Vielleicht hielt er mehr für selbstverständlich? Lasse wünschte sich erneut, mehr über Feen zu wissen, doch dann vertiefte sich sein Lächeln nur. Jetzt war immer noch Zeit, das herauszufinden.

Statt den Schlafanzug anzuziehen, hängte er nur das Hemd weg und legte Holz im Ofen nach, spürte dabei Ejlifs Blicke unablässig auf sich. Dann kehrte er nackt zu ihm zurück und setzte sich auf die Bettkante. Er konnte nicht wiederstehen, beugte sich vor und hauchte ihm einen weiteren Kuss auf den Mund, um sich anschließend sachte bis zu seinem kleinen, hübschen Ohr vorzuküssen.

"Oder soll der Schlafanzug vielleicht einfach nur über dem Ofenrohr bleiben?", flüsterte er.

Ejlif wurde am ganzen Körper von Gänsehaut erfasst, allein durch die Stimme so dicht an seinem Ohr und seine Gedanken erratend dazu noch. Stumm umfing er Lasses Schultern mit den Armen und nickte leicht, während er ihn schon wieder zu sich unter die Decke zog. Suchend glitten seine Finger über die Schultern zum Nacken, wo sie mit den Locken zu spielen begannen, während Ejlifs Lippen Lasses Küsse beantworteten und ihn in den Mund einließen. Der Mann schmeckte so gut, nach Wein und der Feier, aber dazu noch nach sich selber; allein die Zunge zu spüren war so herrlich. Neu, anders und doch auf eine merkwürdige Weise vertraut. Schon bald war Ejlif sich sicher, dass er eigentlich wusste, was er zu tun hatte, sein Körper wusste es, besser als sein Kopf.

Recht schnell begann der Stoff zwischen ihnen störend zu werden. Lasse wollte mehr von seiner Fee spüren, wollte ihn überall schmecken können. Mit einer Hand zog er das Nachthemd weiter nach oben, zuerst ohne sich von Ejlifs Mund zu lösen; dann tastete er sich mit den Lippen über die zarte Kehle vor, presste sie gegen die Halsbeuge und platzierte dort einen vorsichtigen Biss, während er sich über die Beine seines Lieblings kniete.

Seine Finger glitten unter den Saum des Nachthemdes und strichen von der Hüfte an langsam über die nackte, heiße Haut nach oben, nahmen den dicken Stoff dabei mit. Es war wundervoll, mehr von ihm zu spüren, und Lasse löste sich, um ihn ansehen zu können. Ejlif hatte die Augen geschlossen, seine Wimpern flatterten leicht wie helle Schatten auf dem runden, geröteten Gesicht, und im Schein des Feuers glänzten seine geöffneten Lippen feucht.

Lasse spürte einen flirrenden Schauer nach dem anderen durch sich fließen, während er ihn betrachtete. Wie konnte ein Mann, indem er einfach regungslos lag, voller Vertrauen und Erwartung, nur derart atemberaubend sein?

"Du bist so wunderschön..." Atemlos ließ er seinen Blick tiefer schweifen, über jedes Fleckchen Haut, das er entblößte. Und erst, nachdem er sich sattgesehen hatte, konnte er sich wieder über ihn beugen, um mit Lippen und Zunge den Bahnen zu folgen, die seine Augen vorgegeben hatten.

Davon würde Ejlif niemals genug bekommen. Zu sehen und zu spüren, wie er von Lasse bewundert wurde, voller Ehrfurcht betrachtet und berührt, als wäre sein Körper etwas Besonderes. Ihm kam es schon selber so vor, als brächte Lasse ihn zum Strahlen, einfach durch die Art, wie er ihn berührte und wie seine flüsternden Worte ihn umschmeichelten.

Ejlif hätte nie gedacht, dass dieses Bewundern noch zunehmen konnte, doch als sein Freund begann, ihn auszuziehen, wurden seine Blicke noch heller; sein Atem ging schnell und zeigte, wie aufgeregt er war. Ejlif selber hatte eigentlich schüchterner sein wollen, hätte auch nicht gedacht, dass es ihm gleich so gut gefallen würde, mit seinem Gefährten gänzlich unbekleidet zusammen zu sein. Doch als ihre nackte Haut sich berührte, an den Beinen nur, wo er kniete, begann eine Sehnsucht nach Lasse in Ejlif zu wachsen, nach allem von ihm, vor allem nach noch mehr Nähe. Mit einem kleinen Wimmern streckte er seine Arme aus und zerrte ungeduldig selber auch an seinem Nachthemd, versuchte zugleich Gesten zu machen, die Lasse zu ihm locken sollten, auch wenn es herrlich war, wenn dieser ihm über den Bauch küsste.

"Genau dort... da ist dein Kribbeln gerade, das du in mir machst, da, wo dein Mund jetzt ist", flüsterte Ejlif ihm schließlich zu und streckte sich noch mehr, um den Mund noch mehr zu spüren und den warmen Atem, der seine Haut streichelte.

Selbstvergessen lauschte Lasse auf die kleinen Laute, die Ejlif von sich gab, bemüht, sie wieder und wieder hervorzulocken und noch zu verstärken. Ejlif war so wundervoll in seiner Erregung, schien fast zu glühen und zog Lasse mit sich in einen Taumel aus Gefühl und Wärme, der auf verwirrenden Weise gleichzeitig Traum und doch so wirklich war wie niemals etwas zuvor. Ein Zittern ging durch ihn, als der schlanke Körper unter ihm erbebte. Er hielt den Blick unverwandt auf Ejlifs schönes, entrücktes Gesicht gerichtet, während er sich wieder an ihm empor schob, um erneut seine Lippen kosten zu können und ihn ganz an sich zu spüren.

Ejlif fühlte sich, als würde er bald platzen vor Gefühlen. Sie wanderten über seine Haut, darunter hindurch, in seine Fingern, in seine Lippen. Noch nie zuvor hatte er soviel gespürt und alles kam gleichzeitig. Lasse streckte sich und legte sich neben ihn, er fühlte, wie ihre Haut sich streichelnd berührte, dann fester, als sie sich umarmten und aneinander pressten. Keuchend holte er Atem, als Lasses Finger wieder und wieder Stellen seine Körpers fanden, die das Kribbeln ebenso zu verstärken schienen wie seine Stimme, mit der er leise flüsternd noch immer an Ejlifs Ohr sprach, wie sein Mund, sein Geschmack.

Die Gefühle drohten ihn mitzureißen, schon hörte Ejlif seine eigene Stimme wie ein Stöhnen oder ein Japsen, richtige Worte sprechen konnte er nicht mehr. Zu allem Überfluss umfing Lasses große Hand seinen Po und presste ihn gleich drauf gegen den heißen Schoß. Zunächst war Ejlif dies unheimlich; zu spüren, wie Lasse fühlte, wie kräftig er war, wie er ihn besitzen wollte. Doch wenige Augenblicke später begann Ejlif, das ebenso zu wollen. Dass Lasse ihn besaß, es kam ihm mit einem Mal wie das Ziel ihres Zusammenseins vor.

Leider konnte er nicht davon sprechen, konnte nicht fragen, was Lasse denn wollte, ob er für sich etwas bezweckte, denn auch er wirkte, als wäre das Kribbeln in ihm. Ejlif konnte gar nichts mehr tun, nur fühlen und sich an Lasse festhalten, um nicht verloren zu gehen. Er hätte nie gedacht, dass all diese Empfindungen, vor denen er sich gefürchtet hatte, in ihm derart gipfeln konnten, um ihn danach vollkommen erschöpft in den Armen seines Geliebten zurückzulassen, an ihn gedrängt, um Schutz vor diesen verrückten Gefühlen zu finden, die doch im Nachhinein betrachtetet alle von ihm gestammt hatten.

Mühsam Atem schöpfend schmiegte Ejlif sich an den großen, warmen Körper seines Geliebten und wartete mit geschlossenen Augen ab, ob das Kribbeln noch einmal wiederkehren wollte. Doch stattdessen kam schwere, dumpfe Müdigkeit, um ihn zu überrollen. Gähnend suchte er mit den Fingern nach den Locken, um damit zu spielen, während er immer tiefer in die Schwärze des Schlafs hinabsackte.

 

Lasse war nie entspannter aufgewacht als an diesem Morgen. Eine gewisse, angenehme Schwere war in seinen Gliedern zurückgeblieben, und in seinen Armen lag nach wie vor Ejlif. Mit geschlossenen Augen genoss Lasse seine Nähe, seine Wärme und seinen Duft, während er vorsichtig, um ihn nicht zu wecken, über den Rücken und die Schultern streichelte. In der Nacht hatte er gerade noch genügend Energie aufbringen können, um die Decke über sie zu ziehen, ehe er eingeschlafen war. Ob das immer so sein würde? Für einen Moment hatte es sich angefühlt, als wären sie eins gewesen. Zufrieden und sehr glücklich lächelte er, als er daran dachte, dass Ejlif mit ihm kommen würde.

Als sich sein Geliebter zu rühren begann, kehrte Lasse aus den noch halb verschlafenen Gedanken zurück. "Guten Morgen. Wie hast du geschlafen?

Ejlif seufzte leise und gähnte. "Ich habe von dir geträumt, oder vielleicht war es ja auch kein Traum." Er schmiegte sich wieder enger an Lasse heran und flüsterte "Meine Schwestern werden bis auf die eine das Haus heute verlassen, wie alle anderen Feen auch. Werden wir auch gehen? Zu den anderen Menschen?"

Lasse fuhr ihm durch das Haar und küsste ihn zart auf die Wange, noch immer ein wenig berauscht von der Nähe zwischen ihnen. "Ja, das werden wir dann wohl, wenn du dich verabschiedet hast." Vorsichtig und ein wenig schuldbewusst berührte er die Lippen mit der Fingerspitze, als er bemerkte, dass sie röter waren als am Tag davor und ein wenig geschwollen. "Ich muss mich eindeutig besser rasieren."

Ejlif lachte darüber nur und umarmte seinen Geliebten als Antwort. Er wollte eigentlich aufstehen und seine Arbeiten verrichten, aber dann fiel ihm ein, dass er dies nicht tun brauchte, weil er nun das Dorf verließ. Alle hatten es auf dem Fest gesehen. Sicherlich hatten sie seine Arbeit schon auf jemanden anderes verteilt. Also ließ er sich gemütlich wieder in Lasses Arme sinken, um seine Entschuldigungen für die aufgeriebenen Lippen entgegen zu nehmen, auch wenn er nicht fand, dass es etwas zu entschuldigen gab, zumal die Entschuldigung selber seinen Lippen nicht gerade viel Ruhe gönnte.

Auch wenn es ihm schwer fiel trennte Lasse sich schließlich von Ejlif und ging Wasser holen, damit es auf dem Ofen noch ein wenig warm werden konnte, ehe seine Fee aufstehen musste. Nach einem überraschend kurzen Frühstück verabschiedeten sie sich dann von den Schwestern, und Lasse musste versprechen, dass er und Ejlif für Besuche vorbei kommen würden.

Jätte zog sie samt des großen Truhenkoffers im Schlitten zur Straße. Zum Glück war Lasses Sorge, dass dieses Monstrum nicht in den Kofferraum passen konnte, unbegründet. Er unterschätzte immer wieder dessen Größe. Während Ejlif sich von dem Elch verabschiedete, verstaute er ihr Gepäck und ließ schon mal den Motor an, um die Heizung einschalten zu können. Der Wagen war eiskalt.

Als er zu seinem Feenmann sah, der die Arme um Jättes Hals geschlungen hatte, fiel ihm das Geschenk ein, das er für Ejlif mitgebracht hatte. Das hübsche, blaue Papier mit dem zarten Schneeflockenmuster war etwas lädiert, als er es aus der Tasche holte, aber er hoffte, dass es nicht stören würde.


by Jainoh & Meike "Pandorah" Ludwig