Illusionen

29.

Timm blickte der hochgewachsenen Abd-Jabir, seiner Besitzerin, so schwer der Gedanke zu glauben war, hinterher. Das Haus verschlug ihm die ohnehin nicht vorhandene Sprache. Nicht die auch sehr ordentliche Größe, oder die edlen Materialien, die in Fenstern, Türen, in den mosaikgestalteten Fußböden oder den üppig drapierten, sondern die Weichheit in den Formen war verwirrend und beruhigend zugleich.

Es gab einfach keine Ecken, überall gingen die Räume rund fließend ineinander über, in beruhigenden Erdfarben gehalten, mit kleinen Fenstern, auch diese waren rund. Shayde ging voran und erklärte Timm noch einige Kleinigkeiten, die er schon gehört hatte im Krankenhaus und auch von Jack, der ihn nach wie vor hin und wieder besuchte, auch wenn es Timm mehr weh tat als freute. Die Männchen wohnten im mittleren Bereich des Hauses. Der hintere, am ruhigsten gelegene Teil war tabu für sie und für die Menschen, dort wohnten die Weibchen. Vorn lagen die Küche, die Empfangsräume und eine Terrasse für die Männchen, und dort endete Shayde auch mit der Führung, weil seine Schlafzimmer noch von den Möbelpackerinnen und Handwerkerinnen belegt wurde.

Timm ließ sich gerade auf einer weich gepolsterten, in den Stein geschliffenen Bank an dem Tisch nieder, als er Jacks Stimme aus dem Garten vernahm und sein Herz den üblichen kleinen Satz machte. Shayde war in sein Zimmer zurück gekehrt, um einige Anweisungen geben zu können, damit die Möbel richtig aufgebaut wurden, und so lehnte Timm sich zurück und ließ zu, dass er träumte. Er schloss die Augen und lauschte auf Jacks Lachen, von irgendwo kommend. Sein ehemaliger Geliebter und Freund redete mit Hilel, wie in den letzten Tagen in der falschen Welt so oft, und Timm konnte mit einem Mal wieder den Schankraum sehen, die Theke vor sich, den leichten Duft von Kerzenwachs, Bier und Rauch aus der Pfeife eines Fischers. Es fehlte ihm noch immer alles so sehr, dass ihm übel wurde von dem Wunsch, sich sofort wieder in den tauben Nebel fallen zu lassen, aus dem er erwacht war, um stumm zu sein und in einer Welt, die ihm fremd war.

Jack blieb stehen, als er das Haus betreten hatte und sich plötzlich Timm gegenüber sah. Er hatte gar nicht bemerkt, dass sie schon wieder zurückgekommen waren, und es machte ihm ein schlechtes Gewissen, dass er Timm nicht begrüßt hatte. Obwohl er den Gedanken immer wieder zu unterdrücken versuchte, fühlte er sich doch mit Schuld daran, dass sein Freund nicht sprach, dass er sich hier so unwohl fühlte. /Wenn wir noch zusammen wären, wäre es mit Sicherheit einfacher für ihn. Aber ich kann nicht. Ich kann einfach nicht... er hat doch auch gesagt, dass es falsch ist./

Trotzdem fühlte er die Wärme, als er das vertraute Gesicht sah, auch wenn die ein wenig zusammen gezogenen Brauen und die leichte Anspannung um den Mund ihn traurig machten. Er hatte ihn gerne, und er wünschte sich, ihm irgendwie helfen zu können. Doch es schien nichts zu geben, was er tun konnte.

Unsicher sah er in den Garten zurück und zu Hilel hin, der im Schatten eines Baumes noch auf der bunten Bank saß und mit halb geschlossenen Augen abwesend an seinem Glas Saft mit Strohhalm nuckelte. Das Bild war so niedlich, dass er lächeln musste. Lautlos seufzte er, als er sich wieder abwandte und dann energisch zu Timm herüber ging. Denn eigentlich gefiel ihm der Gedanke sehr, auch mit ihm hier zusammen zu leben. "Timm, schön, dass du da bist! Ich habe gar nicht bemerkt, dass ihr angekommen seid. Hat Shayde dich schon herumgeführt und dir alles gezeigt?"

Timm zuckte zusammen und öffnete die Augen. Jack stand vor ihm und war wie sonst auch, wenn sie sich im Krankenhaus sahen. Er hatte ein helles Hemd und eine schmal geschnittene Hose an, die seine Beine schlaksiger erscheinen ließen. Seine grünen Augen leuchteten erfreut, und seine Haut hatte den weichen Braunton eines Menschen angenommen, der viel draußen war. Es war ein schöne Bild und brachte Timm zum Lächeln, auch wenn die Erinnerungen schmerzten.

Timm hatte noch immer in dem Traum vom alten Gasthaus gefangen schon fast seine Hände nach ihm ausgestreckt. Im letzten Moment fiel ihm ein, dass es nicht wahr gewesen sein konnte. Nichts von allem, keine der Berührungen, keine der wilden Nächte, kein einziger Kuss war wirklich passiert. Er unterdrückte ein Seufzen und nickte leicht, dann deutete er mit dem Daumen hinter sich, um anzuzeigen, dass Shayde noch im Inneren des Hauses war.

Als das Lächeln aus Timms Gesicht schwand, als er die Hände, die er ein wenig angehoben hatte, wieder sinken ließ, wurde Jacks Freude zu Traurigkeit. Timm würde ihn nicht mehr begrüßen wie sonst, nie mehr. Und offensichtlich tat ihm das genauso weh, wenn nicht noch mehr. /Aber er hat es doch selber zu mir gesagt. Warum ist das so schwer? Ich würde ihn gerne umarmen, ich würde ihn gerne halten. Aber das kann nicht mehr sein, nicht wahr? Vielleicht ist es nur, weil es immer so war, aber das ändert nichts./

"Dann kommt er bestimmt gleich zurück", sagte er ein wenig flach und versuchte, sein Lächeln nicht zu verlieren. "Da hinten hält es keiner lange aus, so lange die Handwerkerinnen noch da sind. Wenn du magst, kannst du ja mit in den Garten kommen." Er war sich sicher, dass Timm das nicht wollte, auch wenn er ihn gerne bei sich gehabt hätte zumindest eigentlich. Ob es eine gute Idee war, so lange Hilel dabei war, war fraglich. Aber vielleicht lag Timm ja nicht einmal was an seiner Nähe, wenn Hilel nicht da war. Weil es zu weh tat... Jack war nicht überrascht, dass sein Freund nur den Kopf schüttelte und ihn dabei nicht einmal ansah. "Okay. Vielleicht später", sagte er leise und ging mit deutlich gedämpfter Laune in den Bereich der Männchen, um das Bad aufzusuchen.

Als Shayde aus seinem Zimmer trat, sah er Jack in sich zusammen gesunken in dem Raum verschwinden, den er mit Hilel teilte. Es passte gar nicht zu der sonst so fröhlichen Art des jungen Menschen, doch als er zurück zu Timm kam und die gleiche Traurigkeit in dessen Miene sah, konnte er sich denken, womit es zusammen hing. /Es ist doch mehr zwischen euch gewesen als einfach nur der Befehl eines Programms/, dachte er und kämpfte gegen das kleine Stechen in sich an. /Auch wenn du gemeint hast, es wäre falsch. Wird es besser werden, wenn ihr hier nebeneinander wohnt? Oder wird es das nur noch schlimmer machen, so dass du dich hier gar nicht wohlfühlen kannst?/

Streng verbot er sich diese Gedanken und befahl sich, alles zu tun, damit Timm sich hier eben doch nach einer Eingewöhnungszeit zu Hause fühlen konnte. Er hüpfte die drei Stufen hinab, die den Wohnbereich vom Eingangsbereich trennten und lief zu Timm hin. "So, da bin ich wieder. Sie wollten den Schrank an die falsche Seite stellen und das Bett ebenfalls nicht an den richtigen Platz. Jetzt ist alles wieder in Ordnung. Hast du dich ein wenig ausgeruht?"

Shaydes Geplauder wurde in seinem Kopf zu einem leisen Rauschen, während Timm sich das Haus noch einmal genauer erklären ließ, weil die Handwerkerinnen für den Tag zusammen gepackt hatten. Die Küche und der Bereich der Männchen waren fertig, es fehlten nur noch Kleinigkeiten. Und nachdem er sich im Bad frisch gemacht hatte, das zu den beiden Zimmern von Shayde gehörte, wurde ihm erst bewusst, dass er bei ihm wohnen sollte.

Verwirrt blickte Timm auf das geschwungen in eine runde Nische eingepasste zweite Bett in dem Schlafzimmer. Offensichtlich hatte man dort einen Schreibtisch fortgelassen, nur um ihn einzuplanen. Gleich daneben auf einem schwenkbaren Tischchen brachte eine mollige Frau seinen kleinen Musikspieler, natürlich ein Geschenk von Shayde, unter. Im Schrank waren die wenigen Kleidungsstücke bereits eingeräumt. Sie trug ein farbenfrohes Kleid, vor dem eine noch fröhlicher wirkende Schürze mit akkuraten Schleifen gebunden worden war.

Sie schien nicht in Eile durch sein Eintreten, sondern summte ein Lied und wischte den Holzstaub von dem Ziergitter am Fenster, bevor sie sich zu ihm umdrehte, mehr um die Bettwäsche aufzunehmen, die sie auf dem Bord neben der Tür abgelegt hatte. Erst nun sah er an ihrem Gesicht, dass sie schon älter war, sicherlich in den Fünfzigern. Ihr rundes Gesicht strahlte Gelassenheit aus, und sobald sie ihn im Türrahmen entdeckte, begann ein Lächeln in ihren Augen, das eindeutig daher stammte, dass ihr gefiel, was sie sah.

Sie ging auf ihn zu und wischte sich die Finger an ihrer Schürze ab. "Ich bin Carol, das Hausmädchen, die Köchin und gute Seele." Er nahm die kräftige, etwas raue Hand und wollte mit der anderen auf seine Kehle zeigen.

Eine ihm nun schon geläufige Bewegung, die Carol unterbrach. "Ich weiß, dass du nicht sprichst. Timm, nicht? Wenn ich dich so sehe, dann finde ich, das macht gar nichts." Sie stieß ihn ein wenig mit dem Ellenbogen in die Seite und nahm die Wäsche auf. "Ich mag schweigsame Männer... hilfst du mir?" Über das Bett gebeugt warf sie ihm noch einen Blick zu und lächelte. "Schweigsam und attraktiv, kein Wunder, dass Shayde so schwärmt."

Timm geriet zum ersten Mal in die unerwartete Lage, wirklich schamhaft zu erröten. Ein lustiges Gefühl, denn dieser kleinen grauhaarigen Frau hätte er nicht zugetraut, ihn so verunsichern zu können. Er lächelte sie an und formte 'Danke' mit den Lippen.

"Ach was, ach was. Ich finde es schön, dass du mir mal hilfst. Jack ist lieb und nett, aber ganz und gar unbrauchbar im Haus, vor allen Dingen, wenn Hilel in der Nähe ist. Du hingegen wirkst mir, als könntest du anpacken." Sie klopfte ihm auf die Arme. "Sogar kräftiger, als ich gedacht hatte. Die anderen aus dem Log waren alle so dünn und schlapp."

Timm hob eine Braue, dann murmelte er still 'Ich habe trainiert, um der Alte zu werden' Und zuckte zusammen, als Carol mit einem Lachen erwiderte "Den hätte ich gern kennen gelernt.", dabei klang sie fast schon verträumt, was ihn erneut leicht erröten ließ.

Weil es ihm in ihrer Nähe gut ging, folgte Timm ihr in die Küche und bis zum anderen Haus hin, um noch einige fehlende Gerätschaften zu holen, die er tragen half. Sie bereitete das Essen vor und stellte einige Schalen auf ein Tablett und ging in den hinteren Teil des Hauses durch. Dort, am Ende des Flures, verhing ein schwerer Teppich den Durchgang. Timm hielt ihr den Weg frei, aber sie drehte sich im Durchgang noch um und bestimmte "Du bist ein Männchen, hier darfst du ohne Aufforderung nicht weiter, Timm. Ich bin gleich wieder vorn."

Er nickte, aber folgte ihr mit Blicken, bis sie in einen Raum gebogen war. Gleich darauf vernahm er die dunkle Stimme seiner Besitzerin. /Professorin Mejdan al Chiraz./

Nachdenklich blickte Timm den Flur hinunter und erschrak, als Carol wieder vor ihm stand und eine Hand vor seinen Augen entlang wedelte. "Na, du bist müde. Geh lieber schlafen und ruh dich aus, Timm." Sie ging in die Küche und löste die Schürzenbänder, dann wechselte sie von den weichen Hausschuhen in Sandalen. "Euer Essen ist auf der Terrasse, und ich komme morgen früh wieder, um das Frühstück zu machen und abzuwaschen. Schlaf gut."

Er hielt ihren Arm fest und formte zu hastig für sie zum Verstehen /Ich will hier nicht bleiben. Nimm mich mit!/ Er musste es schreiben für sie und fügte zwei Male 'Bitte' in seine Sätze ein.

Es war nicht direkt Schreck in ihrem Gesicht, eher schon Schockiertheit über etwas, was nicht sein konnte. Mit einer hilflosen Geste hob sie die Schultern und erwiderte "Das kann und darf ich nicht entscheiden. Da wirst du mit Shayde und vor allem auch mit Mejdan reden müssen." Unsicher sah sie zu der Terrasse der Männchen, dann wieder zu ihm.

Shayde hatte eine Weile auf Timm gewartet und ihn dann mit Carol gesehen. Auch wenn er gerne die Gesellschaft des Mannes für sich gehabt hätte, beschäftigte er sich schließlich mit einem kleinen, bedauernden Seufzen mit Dingen, die er noch für eine der Informatikprofessorinnen erledigen sollte. Es war ja schließlich gut, wenn Timm sich mit Carol anfreundete. Bestimmt würde es ihm helfen, sich eher hier zurecht zu finden.

Als er jedoch später zum Essen auf die Terrasse ging, war Timm auch hier nicht da. Shayde musste ein wenig schmunzeln, als er sah, dass Hilel und Jack nicht so dicht beieinander saßen wie sonst, wohl um Rücksicht zu nehmen. "Ich hole schnell Timm, fangt ruhig schon mal an."

Rasch lief er nach drinnen und zur Küche, wo er seinen Freund und auch Carol fand. Ein ängstliches Gefühl beschlich ihn, als er die Unsicherheit in ihrer Miene bemerkte und diesen seltsamen, flehenden Ausdruck in Timms Gesicht. "Kommst du zum Essen, Timm?", fragte er ein wenig beklommen.

Timm blinzelte Carol noch einmal an, dann tippte er rasch auf sein Brett ein 'Darf ich Carol nach dem Essen besuchen, bitte?' und blickte Shayde hoffnungsvoll in das süße Gesicht. Erst in diesem Augenblick wurde es ihm klar, dass er Shayde verletzte, dass dieser bereits die Freude über sein Erwachen vollständig verloren hatte. Timm zögerte, aber dann hielt er ihm das Brett hin und tippte dann ein 'Ich bin auch bald wieder da' darunter, auch wenn er gern getippt hätte 'Tut mir leid, ich kann das nicht einfach so machen wie Jack.'

Shayde sah auf das Brett, auf die Buchstaben, die so viel mehr sagten, als Timm beabsichtigt hatte, und spürte, wie sich Kälte in seinem Magen sammelte. Er wollte den Kopf schütteln, sah aber nur zu Carol hin, die schon fertig war, um zu gehen und offensichtlich nur noch auf ihn wartete, auf eine Entscheidung? /Nach dem Essen... Er weiß nicht, wo sie wohnt. Er weiß nicht, wie er hin und wie er wieder zurück kommt. Entweder geht er jetzt mit ihr oder gar nicht. Er... er will nicht hier bleiben. Er will weg. Er... Warum habe ich gedacht, er würde sich freuen?/ "Du willst hier nicht wohnen, nicht wahr?", fragte er leise und mit erschreckend dünner Stimme.

Timm war der Gedanke noch nicht gekommen, dass er darin, wo er wohnen würde, eine Wahl hatte. 'Darf ich das denn bestimmen?' Carol raschelte mit ihrer Tasche, und ihr Blick machte ihn nervös. Er fühlte sich Shayde gegenüber schuldig.

Es war ein Ja, Shayde brauchte keine weitere Antwort. Sein Magen begann richtig zu schmerzen, doch irgendwie schaffte er es, sich zu einem Lächeln zu bringen und seine Stimme ruhig zu halten. Manchmal halfen die Jahre der Erziehung, die er in dem Internat gehabt hatte. "Ich hätte dich vorher fragen sollen, nicht einfach davon ausgehen, dass du gerne hier wohnen wirst." /Gerne bei mir wohnen wirst./ "Wenn du lieber in der Menschensiedlung leben willst, kannst du das tun, genauso wie Carol. Wir werden für dich nach einem Häuschen schauen... Carol, kann er so lange bei dir wohnen?"

Carol nickte, blickte von Timm zu Shayde und hielt ihre Tasche in einem zu festen Griff. Sie versuchte ein Lächeln, aber rührte sich erst, als Shayde sich bereits abwendete. "Gut. Versuchen wir das." Es klang nicht sonderlich begeistert, aber Timm fühlte, von seiner tiefen Schuld Shayde gegenüber abgesehen, zum ersten Mal, seit dem er aufgewacht war, Neugierde in sich. Eine Tasche für die erste Nacht war schnell gepackt, ohne einen Abschied ging Timm hinter Carol her die Straße hinunter.

Der Weg führte sie zunächst dichter an die Küste, zwei weitere Frauen und ein Mann kamen aus anderen Häusern ebenfalls zum Weg hin, und gemeinsam gingen sie redend bis zu einer Haltestelle hinter den Sportanlagen, an der die Busse für die Menschen auf dem Universitätsgelände hielten. Das dunkelrote Gefährt wurde von einem Menschen gelenkt, es saßen nur Menschen in den gepolsterten Sessel, und ihre Stimmen waren angenehm in Timms Ohren, auch wenn er angestarrt wurde, nachdem Carol ihn vorgestellt hatte.

Nach kurzer Fahrt über nur zwei Haltestellen kletterten die Menschen alle ruhiger geworden aus dem Bus und verabschiedeten sich, um in verschiedenen Richtungen zwischen den Häusern zu verschwinden. Timm blieb stehen und fühlte maßlose Enttäuschung. An der Haltestelle gab es drei Läden für Menschenkleidung, für Schuhe und einen Lebensmittelladen, auf den Carol nun zusteuerte. Dahinter erstreckten sich auf zwei Straßenzügen die kleinen eingeschossigen Häuser. Auch sie hatten runde Fenster, waren weich geformt, ohne Ecken, Kanten, Treppen oder Dächern mit Schindeln.

Nachdenklich drehte er die Lebensmittelpackungen in seinen Händen, stellte sich vor, wie zuvor ein Hase geschlachtet wurde, ein Fisch gefangen, um in diesem Laden zu enden. Carols Stimme erschreckte ihn, als sie ihm zurief, dass sie gehen wollte. Müde und enttäuscht ging Timm hinter ihr her über die kleine gewundene Küstenstraße und versuchte, sie seine Enttäuschung nicht spüren zu lassen.

Als sie die runde Tür ihres Häuschens aufgeschlossen und ihm die zwei kleinen Zimmerchen gezeigt hatte, sagte sie gleich mit einem kleinen Lächeln "Ich weiß, dass es nicht das ist, was du dir erhofft hast, Timm. Aber für eine Nacht sollte es gut sein. Morgen..." Sie wandte sich bereits zu ihrem Wäscheschrank, um ihm Laken für die Couch zu geben. "Morgen geht es weiter."


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by Meike "Pandorah" Ludwig & Jainoh