Kemjalas Plan

35.

Dai'thi plagten Zweifel. Am Morgen hatte er ihr einfach nur zeigen wollen, wie schön er sie fand, dass er ihren Körper liebte und sie glücklich machen wollte. Doch den ganzen Tag über hatte er jetzt schon in derart angespannter Erwartung verbracht, dass er selber mehr von diesem Mal haben wollte. Aber sie war so schüchtern, so scheu, dass er nie wirklich wusste, was sie sich von ihm wünschte.

Von den Frauen seines Volkes war er gewohnt, dass sie ihm deutlich zeigten, was sie wollten, was ihnen gefiel und dass es ihnen auch Spaß machte, seinen Körper zu erkunden. /Ich brauche Geduld. Ich will sie nicht verschrecken oder verletzen./ Er umfing sie sanft mit beiden Armen und drehte sich mit ihr auf den Rücken, so dass sie auf ihm zu liegen kam, während das Wasser weich um ihre Körper glitt. Liebevoll, aber fordernder begann er sie zu streicheln, ließ seine Hände über sie gleiten, erforschte sie erneut, jede Stelle, die er erreichen konnte, während er gleichzeitig behutsam ihren Mund zu erobern begann.

Tarlant war sofort wieder verloren. Sie presste sich an ihn, ihr Körper reagierte einfach zu heftig, um kühlen Kopfes zu versuchen, ihn auf den rechten Weg zu lenken. Mit einer verzweifelten Geste umfasste sie ihn, hielt sich fest und presste sich gegen ihn, gegen seinen Schoß, während sie genoss, dass er sich hart an sie drängte.

Mit einer rollenden Bewegung streifte und rieb sie ihre Körper gegeneinander und erwiderte seine Küsse, von leisem Stöhnen unterbrochen nur noch fahrig, während sie die Beine teilte, um sich auf ihn zu setzen, sich von seinen Händen halten zu lassen, damit sie nicht zu tief in das Wasser zurückglitt.

Dai'thi keuchte auf, während er um seine Selbstbeherrschung kämpfte. Seine Hände griffen fester nach ihr, als Stromstöße durch seinen Körper zu prickeln schienen. Wie sehr er sie wollte! Aus halb geschlossenen Augen betrachtete er sie, ihre vom Wasser glänzende Haut, das gerötete Gesicht, in dem nasse Strähnen klebten, den leicht geöffneten Mund.

Ihr Stöhnen jagte Explosionen durch ihn und steigerten seine Erregung ins Unerträgliche. /Oh Herrin! Ich will sie! Will sie ganz und gar. Ob sie das mag? Oder ob sie entsetzt sein wird?/ Als sie sich wieder gegen ihn bewegte, stöhnte er auf. "Ta'ari!" Seine Hände wanderten von den Hüften zu ihrem kleinen Hintern. Er umfasste ihn und begann, ihn auffordernd zu massieren, hoffend, dass er ihr begreiflich machen konnte, was er meinte, ohne sie zu beleidigen. "Ich will dich..."

Tarlant sah ihm in die Augen, der Glanz darin erschien ihr schon unwirklich, aber verriet, in welchen Zustand sie ihn gebracht hatte, und er verriet ihr, was er meinte, dass er genau das mit seinen Worten sagen wollte, was sie sich wünschte. Ihn zu spüren, als Teil von einander zu lieben.

Es war lange her, dass Tarlant sich gewünscht hatte, jemanden so zu spüren, doch sie zögerte nur einen Augenblick, bevor sie sich von seine Händen helfen ließ und ihn lenkte. Sie bewegte sich vorsichtig und zögerlich, aber hielt ihn nicht auf, bis sie ihn in sich spürte, bis sie sich aufseufzend an ihn lehnte und seine Schultern umfasste, um sich an das Gefühl zu gewöhnen. Langsam begann sie, sich gegen ihn zu bewegen und küsste ihn über das Gesicht und den Hals.

Dai'thi kämpfte mit geschlossenen Augen drei, vier heftige Atemstöße dagegen an, es sofort zu beenden, sich ganz ihrer Enge und ihrem Vertrauen hinzugeben. Endlich hatte er sich wieder so weit gefasst, dass er ihre Bewegungen erwidern konnte, sich nicht mehr nur an ihr festhielt, sondern sie erneut streichelte, sich bemühend, ihr so viel Lust wie nur möglich zu schenken.

Tarlant lehnte sich zur Seite und rollte sich mit seiner Hilfe unter ihn. Sie lehnte sich in seinen Arm und hob ihm die Hüften entgegen, umschlag ihn mit einem Bein, um ihn enger an sich zu ziehen. "Ich bin nicht so empfindlich, Ta'ari. Du kannst es ruhig wagen, mich zu lieben, wie du es möchtest", murmelte sie mit geschlossenen Augen, weil seine Zurückhaltung sie nervös zu machen begann.

Dai'thi lächelte und küsste ihre Lider, ehe er sie fester umfasste und sich kräftiger, schneller in ihr zu bewegen begann. /Wundervoll... atemberaubend.../, waren seine letzten klaren Gedanken, ehe er nur noch Gefühl war.

Eine Ewigkeit trieb er in dieser Woge aus Lust und Leidenschaft mit ihr, die ihren höchsten Punkt erreichte, als er Tarlant kommen spürte. Erst dann gestattete er sich, den Rest seiner Beherrschung fallen zu lassen und sich seinem eigenen Höhepunkt hinzugeben.

Tarlant brauchte eine ganze Weile, bis sich ihr Atem wieder beruhigt hatte. Sie lehnte sich an Dai'this Brust an und begann, hilflos gegen all die Gefühle, die sie sonst stets hatte zurückhalten können, zu weinen. Erst allmählich wurde sie ruhiger und ließ sich gegen ihn sinken, spürte seine Arme um ihre Schultern und fühlte sich zum ersten Mal seit langer Zeit wie am richtigen Ort. "Ich liebe dich..."

"Ich liebe dich auch." Eine Ewigkeit hielt er sie einfach nur, gab ihr Nähe und Halt und fragte sich stumm, wie ihr Leben bis jetzt gewesen war, neben ihrer Arbeit, neben den Kreationen und ob sie überhaupt ein Leben daneben gehabt hatte.

Endlich, als sie wieder ruhig in seinen Armen lag, griff er nach dem Duschbad und wusch sie liebevoll und fürsorglich, ehe er sie aus der Wanne hob und in ein großes, weiches Badetuch hüllte. Er küsste ihre Nasenspitze, lächelte und küsste sie noch einmal, länger dieses Mal. Unter weiteren Zärtlichkeiten trocknete er sie ab, und während sie sich einen Morgenmantel überzog, rubbelte er sich selber hastig trocken.

"Ich habe etwas für dich." Verschmitzt sah er zu ihr hin, als er das Handtuch über den dafür vorgesehenen Halter legte. Ohne sich darum zu kümmern, dass er nach wie vor nackt war, schlang er ihr einen Arm um die Taille und schob sie sanft, aber bestimmt ins Wohnzimmer. Auf dem niedrigen Couchtisch stand das vorhin bestellte Essen, was ihn überraschte, da er es vollkommen vergessen hatte. Er musste lachen, als er Tarlant auf das Sofa drückte. "Das meinte ich zwar nicht, aber das passt auch."

Tarlant schenkte Tee in die Tassen ein, während sie verwundert zusah, wie ihr Geliebter nackt durch den Raum lief. Ein kleines Lachen versteckend blickte sie ihm hinterher und erhaschte den einen oder anderen netten Ausblick auf seinen Hintern. Es war ihr ganz recht, den einen Moment für sich zu haben, denn sie hatte es noch nicht geschafft, sich wieder Distanz zu ihm zuzulegen. Schwierig, wenn man derart heftig für jemanden fühlte.

Die Befürchtungen vor dem Sex mit ihm, der doch wirklich anders sein musste, als er es gewohnt war, hatten sich nicht bewahrheitet. Keine einzige. Es gab einfach keine steifen, unsicheren Momente zwischen ihnen. Sie hatten sich leidenschaftlich geliebt, ohne Fragen, ohne komplizierte Probleme. Tarlant fühlte sich herrlich, während sie ihm mit liebevollen Blicken folgte.

Rasch lief er zu der Kommode und holte die zwei dort versteckten Päckchen hervor, um sich mit ihnen zu Tarlant zu setzen. Mit einem Mal war er nervös. Er legte das erste Päckchen, das kleinere, vor sie auf den Tisch. In dem Laden, in dem er das zweite, wesentlich wertvolle Stück gekauft hatte, hatten sie es ihm eingepackt, weißes Seidenpapier, verziert mit einer kleinen Feder, Engelshaar und einigen Perlen.

"Ich habe es schon recht lange", sagte er leise und sah sie nicht an. "Ich denke, jetzt ist der richtige Augenblick, um es dir zu geben."

Tarlant setzte die Teetasse vorsichtig ab und zog das Päckchen zu sich heran. Sie hatte gelernt, dass ein Geschenk anzunehmen, den Schenkenden ehrte und damit die Bescheidenheit, mit der sie sein erstes Geschenk damals abgelehnt hatte, in gewisser Weise ein Abweisen seiner Person gewesen war.

Sie enthüllte einen runden Kettenanhänger an einer feinen Silberkette, in dessen Mitte ein sehr schöner Opal eingelassen war. Fasziniert ließ sie ihn in den Fingern pendeln, um die Lichteffekte zu sehen, bevor sie den Blick hob und ihm in die Augen sah. Wie in dem Opal spielten dort Effekte, jedoch nicht vom Licht, sondern seinen Gefühlen verursacht.

Mit einem Mal entdeckte sie neben seiner Freude und Liebe ein Schimmern der Hoffnung darin. Hoffnung, dass sie die Kette... nicht mögen, sondern annehmen würde und errötete, weil sie sich der Wichtigkeit des Geschenkes bewusst wurde. "Ta'ari, magst du mir die Kette umlegen? Ich fürchte, meine Finger zittern zu sehr."

Freude und Glück schienen Dai'this Gesicht von innen heraus zum Leuchten zu bringen, als er ihr die Kette abnahm. Vorsichtig strich er ihr die Haare aus dem Nacken, um sie zu schließen. /Ta'ari./ Er liebte es, dieses Wort aus ihrem Mund zu hören, mit ihrem ganz eigenen, weichen Akzent, aber doch genauso ernst gemeint, wie wenn er es zu ihr sagte.

"Ich danke dir", flüsterte er und küsste sie auf die Wange, lächelte bei dem Anblick des kleinen Anhängers, der nur wenig unterhalb der kleinen Kuhle ihrer Schlüsselbeine lag, fast über dem Herzen. "Es bedeutet mir viel, dass du sie trägst."

Tarlant lächelte und wagte es nicht zu fragen, was genau diese Kette bedeutete. Anscheinend wollte er es ihr noch nicht sagen.

Einen Moment lang fragte Dai'thi sich, ob es nicht zu früh war, als er auf das andere Päckchen sah, das noch unbeachtet neben ihm lag. Doch er fühlte sich nicht so. Er wollte jede Unsicherheit zwischen ihnen ausräumen, was ihre Beziehung betraf. Wollte ihr zeigen, vielleicht auch beweisen, wie sehr er sie liebte. Trotzdem waren es jetzt seine Hände, die zitterten, als er ihr das zweite Päckchen in den Schoß legte, auch in Weiß gehalten, jedoch ohne die geringste Verzierung.

Vorsichtig löste Tarlant das Papier und enthüllte eine flache Tüte, ebenfalls weiß. Der Inhalt war ein schlanker Seidenschal, der entlang der Borten mit ebenso leuchtend weißem Garn bestickt worden war. Die Zeichen konnte sie noch nicht lesen, aber sie hatte ihr Buch studiert und wusste mit einem Schlag, was der Schal zu bedeuten hatte. "Oh... ich..." Ihre Hand hob sich an den Hals, und sie berührte die Kette. "Dai'thi... was... heißen diese Zeichen?" Ihre Stimme war auf ein Flüstern reduziert, so sehr war sie angespannt.

Dai'thi musste sie nicht lesen, er kannte sie auswendig; oft genug hatte er Hochzeiten beigewohnt. Leise rezitierte er das Versprechen, das sich Paare vor der Göttin gaben, wenn sie den Bund schlossen, erst in seiner Sprache, dann übersetzte er es für sie, ohne auch nur einmal zu stocken. "Eine Priesterin, meist die Hohe Mutter, bindet während einer Zeremonie mit solch einem Schal die Handgelenke derjenigen zusammen, die beschlossen haben, ihr Leben gemeinsam zu verbringen." Er schluckte und atmete tief durch, ehe er unsicher zu ihr aufsah. "Du hast mir zwar nicht zu verstehen gegeben, dass du einen Bund mit mir in Erwägung ziehen würdest, aber... die Sitten der Menschen sind anders und ich... ich will dich fragen, Ta'ari, ob ich der Mann an deiner Seite werden darf. Ob du meine Frau werden willst..."

Die feierliche Stimmung, die sein Gesichtsausdruck und die Sprache, seine Sprache, schufen, ließen Tarlant innerlich zittern. Sie fürchtete sich vor der Frage, genau wie sie sich freute. Als er jedoch am Ende nervös und leise doch gefragt hatte, fiel es ihr nicht schwer. "Natürlich, sofort!" Über ihre Stimme und die Sicherheit darin erschrocken, hob sie eine Hand an den Mund, aber lachte dann auf. "Sofort!", wiederholte sie noch einmal, bevor sie ihm um den Hals fiel.

Erleichterung rieselte wie ein warmer Regen durch Dai'thi hindurch, gefolgt von einem unbändigen Glücksgefühl, das den Regen in einen Feuersturm verwandelte. Er fiel in Tarlants Lachen ein, drückte sie an sich und küsste sie, ließ wieder von ihr, um sie anzusehen, in ihre leuchtenden Augen, und sie erneut zu küssen. "Oh Herrin! Tarlant, Ta'ari! Ich liebe dich!"

 

Laites war ungeduldig und lief aufgeregt in kleinen Kreisen vor der Badezimmertür, weil Ninári schon viel zu lang darin verschwunden war. Zuerst die Dusche, dann war er mit Handtüchern über seine langen Haare hergefallen, dann mit einem Kamm, und nun versuchte er, sie anscheinend in eine gewisse Form zu bringen.

"Ich helfe dir wirklich gern, Nin. Die Haare sind doch für dich allein viel zuviel Arbeit." Flehend kratzte er ein wenig an der geschlossenen Tür. Wenn Nin beschlossen hatte, dass er eitel sein wollte, dann war er es auch. Der Körper, den Laites so gern hatte, wurde ausgiebig gepflegt.

Für gewöhnlich fand Laites das auch vollkommen in Ordnung, aber nun hielt die Icesior an, und die Parade, um die Leute zu verabschieden, die gingen, und zugleich die Neuankömmlinge Willkommen zu heißen, sollte sehr bald schon beginnen. Laites wollte einen guten Platz ergattern, um sich die Musik anzuhören und die Shows sehen zu können.

Nináris Lachen klang ein wenig gedämpft, wurde dann aber klarer, als sich die Tür mit einem leisen Surren öffnete. Er stand nackt in der Tür, die gebräunte Haut noch immer feucht vom Duschen, und lachte seinen Geliebten an, in der einen Hand seine langen, schweren Haare, in der anderen einen grobzinkigen Kamm, mit dem er die goldbraune Flut zu bändigen versuchte. "Wir kommen nicht zu spät, Ta'ari. Es sind noch ein paar Stunden hin. Aber für Hilfe bin ich trotzdem dankbar."

Er hatte sich noch immer nicht daran gewöhnen können, seine Haare allein zu richten, wenn er mehr wollte als nur die einfachsten Frisuren, und Laites hatte in letzter Zeit ein wirklich außergewöhnliches Geschick darin entwickelt. Ninári ließ seine Haare los und beugte sich stattdessen vor, um ihm einen schnellen Kuss zu geben. "Sehr dankbar", sagte er mit einem leisen Seufzer.

Laites errötete ein wenig, weil sein Geliebter ihn so leicht durchschaut hatte. Um davon abzulenken, zog er ihn eifrig zum Bett, um ihn dort auf die Liegefläche zu bugsieren, damit er ihn besser erreichen konnte. Während Laites mit einer Hand pflegende Öle in die Haare massierte, fand die andere den Weg darunter und strich Ninári am Nacken entlang, über den Hals und bis auf die Brust.

"Ich weiß, dass wir rechtzeitig kommen, aber ich werde immer nervös, wenn du von mir getrennt bist, Nin. So wie jetzt kann ich ewig warten." Er lachte leise und beugte sich rasch vor, um die Konturen des linken Ohres mit der Zunge entlang zu fahren. "Vor allem, wenn du so lecker riechst und schmeckst."

Ein leichtes Lächeln umspielte Nináris Lippen, als er daran dachte, wie glücklich er war, dass er seinen Ta'ari auf einem so seltsamen Weg gefunden hatte. /Die Pfade der Göttin sind rätselhaft, aber niemals ohne Sinn. Ich danke dir, Herrin. Danke dir so sehr für dieses Geschenk./ Mehr noch als Laites' neckende Berührung ließen dessen Worte ein warmes, weiches Gefühl in ihm entstehen. "Ich war doch nur im Raum nebenan."

Er drehte sich um, damit er ihn ansehen konnte, und spürte die Wärme in sich anwachsen, als er den Blick der kaffeebraunen Augen erwiderte. "Aber wenn du Hunger auf meinen Geschmack hast..." Sein Lächeln vertiefte sich, dann zog er Laites an sich und küsste ihn, ließ gleich fordernd die Zunge über dessen Lippen streichen und drängte ihn sanft, sich ihm zu öffnen.

Laites lächelte ebenfalls, dann öffnete er den Mund und ließ seine Zunge mit Nináris zusammentreffen. Sachte und ihn weiter neckend streichelte er über die Brust und den Bauch seines Geliebten. Der Kamm fiel neben ihm auf das Bett, als er seine zweite Hand an Nináris Gesicht hob, um ihm über die Wange und den Hals zu streicheln.

"Du verwöhnst mich, das weißt du hoffentlich, Nin. Wie soll ich da denn lernen, dass man auch einmal verzichten können muss?", zitierte er eines der einfacheren Gesetze des Tempels und grinste.

Regelrecht verträumt zeichnete Ninári die kleine Nase seines Geliebten nach, dann die weichen Lippen, ehe er leise lachte. "Wie kann ich dir etwas beibringen, das ich selber in deiner Gegenwart immer wieder vergesse? Wenn du bei mir bist, will ich dich anfassen... immerzu spüren, dass du da bist. Ich will dich küssen..." Sacht berührte er mit den Lippen Laites' Mund. "Dich schmecken..." Seine Zunge fuhr den weichen Schwung entlang und tauchte erneut kurz in die Wärme ein, während er mit beiden Händen durch das weiche Brustfell seines Geliebten fuhr. "Dich fühlen, dein Schnurren hören und all die kleinen Laute, die du machst, wenn ich etwas tue, was dir gefällt."

Laites schnurrte auch so schon und streckte sich vergnügt, um Nináris schönen Körper noch besser streicheln zu können. Zart erwiderte er Nins leichtes Küssen, spielte mit seiner Zunge, aber hörte nicht auf, ihn zu streicheln, mit den Fingern verschnörkelte Muster auf seine Haut zu malen, über den Rücken, zum Hintern hinunter und verspielt über die Seiten zur Brust.

Vorsichtig drückte er Ninári auf die Liege hinunter, um sich über ihn zu beugen. "Wir haben ja noch Zeit, nicht wahr?" Er legte sich leicht neben Nináris Kopf krempelnd auf ihn und streckte sich an ihm entlang, griff ihm bettelnd in die Haare und begann, ihn mit dem Schwanz zu kitzeln.

Ninári lachte wieder und schlang die Arme um ihn, die Vibration genießend, die den schlanken Körper erfüllte, während er die Beine ein wenig auseinander nahm, um ihn dichter zu spüren. "Jede Menge Zeit."

Er liebte es, wenn Laites zu krempeln anfing. Seine Hände wanderten über Laites' Rücken, streichelten seinen kleinen, festen Hintern. Mit den Zehenspitzen glitt er über die Wade empor zur Kniekehle und kitzelte ihn dort.

Laites zuckte verspielt fort, dann rekelte er sich zurück, genoss Nins Körper an seinem, genoss es, wie sein Fell in verschiedene Wege gestriegelt wurde, wenn er sich bewegte. Lasziv senkte er die Lippen und Zunge auf den Hals seines Geliebten, drängte seinen Kopf ein wenig zur Seite und begann leise schnurrend damit, ihn zu putzen.

Er konnte sich seiner Katzeninstinkte nicht erwehren. Zu trampeln, krempeln, zu schnurren, zu fauchen und sich vor Ninári über das Lager zu rollen, wenn er erregt war und sich ihm anbieten wollte, konnte Laites nicht verhindern. Er war sehr froh, dass Nin es nicht störte, wenn er diese Dinge tat. Laites rieb seinen Kopf und die empfindlichen Ohren einmal gegen Nináris Schulter und rollte sich dann über das Lager, maunzte leise und streckte seine Arme aus.

Ninári drehte sich zu ihm um, sah ihn aber erst einfach nur an, den schlanken, mit vanillefarbenem Fell bedeckten Körper, den kaffeebraunen Schwanz, der sich um ein Bein schlang, den flachen Bauch und den Schoß. Die fellige Brust, die in einen nackten Hals überging, das so hübsche Gesicht mit den dunklen Augen, die zuckenden, ebenfalls dunklen Katzenohren.

Wie konnte jemand finden, dass es etwas schöneres und begehrenswerteres geben sollte als diesen Mann? Allein, wie er ihn ansah, voller Liebe und Erregung. Oder das leise Schnurren, das Ninári spüren konnte, als er die Hand auf Laites' Brust legte.

"Ich liebe es, wenn du so katzig bist", murmelte er und beugte sich zu ihm, um ihn erneut auf die feuchten, vollen Lippen zu küssen, an ihnen zu knabbern, dann jedoch wieder von ihnen abzulassen und ihm wieder in die braunen Augen zu sehen. "Ich liebe überhaupt alles, was du tust, Ta'ari. Ich liebe dich. Und egal, was passiert, ich will nie wieder von dir getrennt sein." Zart bedeckte er sein Gesicht mit Küssen, während er sich endlich an ihn schmiegte, das weiche Fell auf seiner nackten Haut genoss.

Laites kicherte leise. "Ich liebe dich auch und mag nicht mehr von dir getrennt sein, Nin." Albern schlug er vor "Sperr das Bad nicht ab nächstes Mal."


© by Jainoh & Meike "Pandorah" Ludwig