Wie ein Schlangentanz

12.

Als Mitar erwachte, fühlte er sich erholter als die Tage zuvor. Genüsslich streckte er sich, während er sich an den Kuss erinnerte und an das herrliche Gefühl, Wirakuns Körper an seinem zu spüren. Als er sich halb aufrichtete und zu dem anderen Lager sah, begegnete sein Blick den dunklen Augen des Fakun. Mitar lächelte und genoss die köstliche Wärme, die ihn erfüllte, obwohl der andere den noch immer schlafenden Manmatha hielt. Die quälende Eifersucht war verschwunden.

Er stieß sich leicht vom Bett ab, um zur Tür zu schwimmen und das Morgenmahl zu holen, das vom Küchenjungen wie immer schon gebracht worden war. Sie frühstückten gemeinsam, wobei Mitar beobachten konnte, wie Manmathas Lächeln mit der Zeit verschmitzt wurde.

Schließlich wand sich der weiße Schleierschwanzmann aus Wirakuns Armen, küsste ihn auf die Wange und blinzelte Mitar zu. "Na, dann will ich mal zu meinem Diener zurückkehren. Bestimmt vermisst er mich schon."

Damit verließ er mit einem kleinen Kichern und einem Aufwallen seiner weißen Flossen die Kabine. Mitar versteckte ein Lächeln, als er sich gleichmütig daran machte, die Reste zusammenzuräumen und dann das Tablett nach draußen zu bringen. Anschließend widmete er sich in aller Ruhe der Aufgabe, Wirakuns Verband zu wechseln.

Er sprach erst wieder, als er das lose Ende sorgfältig feststeckte. "Du hast mir die Freiheit versprochen, wenn wir deine Heimat erreichen. Ich werde nach Hause fahren, so schnell es möglich ist." Sachte streichelte er über die Schultern und ließ seine Hände dann auf den kräftigen Oberarmen ruhen, während er sich vorbeugte und einen Kuss auf der Halsbeuge platzierte. "Aber ich werde zu dir zurückkommen, sobald ich meine Angelegenheiten geregelt habe."

Fassungslos blickte Wirakun in das ernsthafte Gesicht seines Favoriten hoch. "Du... willst zu mir gehören, Mitar?" Er wollte so vieles noch hinzufügen, Worte des Dankes, Beteuerungen, wie sehr er diese Entscheidung ehren würde und natürlich Versprechungen, aber er verstummte gegen den Ausdruck der dunkelgrauen Augen. Mitar liebte ihn, er hatte sich mit dieser Entscheidung Zeit gelassen, hatte nicht die Schwärmerei von Wirakun, nicht die Schmeichelei und schon gerade keine Geschenke entscheiden lassen, sondern seine Gefühle. Mit einem Lächeln drehte Wirakun sich zu ihm und küsste ihn warm auf den Mund, schloss seine Augen und genoss es, sich am rechten Ort zu fühlen.

Mitar schloss Wirakun fest in die Arme und erwiderte sachte den Kuss, während er erneut feststellte, wie anschmiegsam und nachgiebig der Piratenkapitän werden konnte und wie sehr er das liebte. Er empfand es als einen größeren Vertrauensbeweis als alle Beteuerungen zuvor, und die Wärme, die Wirakun dadurch hervorrief, machte ihn glücklich. Als sie sich wieder voneinander lösten, lächelte er und streichelte Wirakuns Wange.

"Ja", sagte er leise und fühlte das Wort in sich widerhallen und auf die Frage des anderen Mannes wieder und wieder antworten.

Wirakun war gerade auf der Höhe seiner Zufriedenheit angelangt, in Mitars Arme gebettet, mit der Planung seiner Heirat beschäftigt, nämlich mit der Gästeliste aller, die er bedenken musste, als es Alarm schellte. Wirakun fuhr hoch, eine unglückliche Bewegung, der scharfer Schmerz folgte. Zischend erholte er sich von dem Ziehen in seinem Rücken, aber schaffte es nicht, eine straffe Haltung anzunehmen, bevor sein Maat zu ihm hereingestürzt kam.

"Ein Kriegsschiff folgt uns, Wirakun! Groß wie zwei Wale und schnell, sehr schnell!"

Wirakun biss die Zähne zusammen und befahl, Manmatha zu holen, damit er sicherer war. Seine Mannschaft rüstete sich, hektische Befehle hallten durch die Gänge, und alles wurde verschlossen. In Wirakuns Kajüte wurden alle Kristalle, Schalen, Lichter, Gefäße und Borde gesichert, und Mitar und Manmatha wurden in einer gepolsterten Nische von drei Wächtern umgeben. Wirakun legte mühsam den Schmerz bekämpfend seine Waffen an und sagte den beiden dann "Bleibt hier! Die Kajüte kann euch im Notfall schützen, sie ist gemacht, um auch allein sicher zu sein." Er lächelte seinen beiden zukünftigen Angetrauten leicht zu und wandte sich mit den Waffen in der Hand dem Gang zur Brücke zu.

Einen der Wächter beiseite schiebend folgte Mitar Wirakun entschlossen. Es machte ihm Sorge, dass dieser sich trotz seiner Wunden in den Kampf stürzen wollte. Er sollte lieber ruhig bei Manmatha bleiben und sich ausruhen. Aber ebenso wusste Mitar, dass er ihn kaum davon abhalten konnte. "Ich bin dein Schatten. Ich bleibe bei dir."

Wirakun zögerte, dann schüttelte er den Kopf. "Dies ist Fakunkampf. Du hast in ihm nichts zu gewinnen, Mitar." Mit einem leichten Nicken befahl er seinen Wachen, Mitar festzuhalten.

Er kam jedoch nicht dazu, die Kajüte zu verlassen. Eine Serie von Erschütterungen warf sie um, das Schiff erbebte und begann zitternd zu taumeln. Rufe hallten durch den Rumpf zu Wirakun herauf, der sich mühsam versuchte aufzurichten, um gegen die Turbulenzen anzuschwimmen. "Der Antrieb! Wir werden ohne den Antrieb gegen die Felswand treiben! Alle Sturmkammern schließen, Gegenmanöver... Tiefsee, ist das ein Riese!"

Wirakun fuhr zu seinem Fenster herum und erblickte das Schiff, dass sie nun beinahe überfuhr. Stoßwellen der zahllosen Sturmkammern brachten sein Schiff noch viel mehr zum Taumeln, und das Schlagen der Lenkflossen warf alles, was bei den gezielten Schüssen noch erhalten geblieben war, nun um.

Er schaffte es nicht, seinen Mund rechtzeitig zu schließen, als er die Größe seines Feindes erblickte. Im Vergleich zu dem nun von etlichen Kristallen strahlend erleuchtete Schiff wirkte seines wie ein Putzerfisch am Maul eines Wales.

"Alle Sturmkammern stopp! Wir ergeben uns sofort!" Er ließ sich vor dem Fenster sinken und beobachtete starr, wie zwei Greifklauen ausgefahren wurden und sich in die Außenhaut seines Schiffes gruben. Gleich darauf ging ein Ruck durch das Schiff, und die Fahrt wurde in Richtung Norden wieder aufgenommen.

Mitar starrte ungläubig hinaus in die Tiefsee. Es war ein bizarres Schauspiel, das sich ihnen bot. Tagelang hatten sie nur Schwärze und ihre eigenen Spiegelbilder gesehen, und das Kriegsschiff wirkte wie Monster und Lichtgestalt zugleich. Er konnte sich vorstellen, wie Wirakun sich fühlen musste, als sein Schiff ohne auch nur eine Möglichkeit auf Gegenwehr genommen wurde. Hilflos, entsetzt, verzweifelt.

Gleichzeitig war es für die gefangenen Schleierschwänze an Bord die Hoffnung auf Freiheit. Zu seiner Überraschung hatte es zwei unter den Entführten gegeben, die ihre neue Lage als Befreiung empfanden und einen, der sich wie Mitar in seinen Entführer verliebt hatte. Aber die meisten trauerten ihrem alten Leben hinterher. Ein Beben lief durch ihn hindurch, als er sich fragte, ob er genügend Einfluss geltend machen konnte, um seinen Geliebten vor dem Tod zu bewahren.

Wirakun senkte den Kopf und murmelte in Richtung Mitar: "Du kannst nicht mehr mein Schatten sein, fürchte ich, mein Schatz. Ich werde bald zu tot sein, um noch einen zu haben." Er warf einen Seitenblick in Richtung des wunderschönen Manmatha. "Es tut mir leid, dass ich dir nicht geglaubt habe, meine Perle. Ich hoffe, dass du mir verzeihst."

Manmatha seufzte betrübt und schlängelte sich an den Wächtern vorbei, um zu Wirakun zu schwimmen. Er legte die weißen Arme um ihn und sah nach draußen, wo der Schein der Kristalle die Wände der Schlucht erhellte. "Natürlich verzeihe ich dir. Du kennst meinen Pascha nicht, selbst wenn du von ihm gehört haben magst. Aber selbst wenn du es geglaubt hättest hättest du mich denn gehen lassen?"

Wirakun hob die Schultern. "Bevor ich dich so gut kennen gelernt habe, hätte ich dich vermutlich gehen lassen, um mein Schiff, meine Mannschaft und meinen Ruf zu schützen. Nun werden sie versklavt, mein Schiff versenkt und ich selber? Ich... werde..." Er brach ab und wandte sich von dem Anblick des Schiffes fort. "Ich muss zu meinen Leuten, ich muss mit ihnen reden." Hastig schwamm er aus der Kajüte, um auf der Brücke an der Besprechung teilnehmen zu können.

Manmatha sah ihm hinterher und schickte dann ganz selbstverständlich die Wächter vor die Tür, ehe er sich auf einem der Sitzpolster niederließ. "Glaubt er wirklich, ich würde ihn sterben lassen? Dann kennt er mich immer noch nicht", erklärte er Mitar ein wenig unzufrieden.

Mitar wandte sich von dem Fenster ab und sah mit leicht gerunzelter Stirn zu dem hellen Mann hin. Ärger wallte in ihm auf. "Er fürchtet um sein Leben, und du denkst darüber nach, ob er dich kennt? Als sei die Situation hier nicht weiter von Belang? Hast du, seit du entführt worden bist, auch nur einmal Angst gehabt? Weißt du überhaupt, was das ist?" Er wusste es. Gerade in dem Moment fürchtete er um Wirakun und seine neugefundene Liebe.

Nachdenklich erwiderten die blauen Augen seinen Blick, dann nickte Manmatha. "Ja. Als die Räuber uns angegriffen haben. Darauf hatte ich keinen Einfluss. Da hätte er sterben können. Aber sonst? Nein. Ich wusste, dass mein Pascha kommt, und Wirakun ist nicht der Mann, der mir etwas getan hätte, um Ziele zu erreichen. Er hat mich beschützt. Warum hätte ich Angst haben sollen?"

Es war die absolute Selbstverständlichkeit, mit der Manmatha sprach, die Mitar Hoffnung gab. Seine eigene Familie war wohlhabend, aber auf einen Pascha wie diesen war sein eigener Einfluss gering, selbst wenn er alles versuchte. Doch wenn sich der eigene Sohn für einen Piraten einsetzte, vielleicht würde der Pascha Gnade walten lassen. "Kannst du ihn denn retten?"

Manmatha nickte. "Natürlich. Und wahrscheinlich auch seine Mannschaft, wenn sie keine Dummheiten machen und ihre Gefangenen behalten wollen."

Mitar sah wieder zu dem Kriegsschiff hin und antwortete nicht. Es war schwer vorstellbar, dass das Wort eines so zierlichen Mannes ein derartiges Gewicht haben sollte in dieser waffenstarrenden Festung. Doch andererseits... andererseits wollte er hoffen.

 

Wirakun tat sein Gesicht von der Anstrengung, nicht verzweifelt auszusehen, bereits weh. Er starrte auf das Lichtermeer vor seinem Schiff. Dagegen waren die feinen Suchlichter, die es ihm ermöglicht hatten, die Oberfläche der Felsen entlang zu leuchten, um gefährliche Gegner in Spalten sehen zu können, verschwindend.

Seine Leute aus dem Antriebsraum erstatteten Bericht und schüttelten die Köpfe. Der Angriff war präzise gewesen, von ihren zwölf Sturmkammern funktionierten gerade noch drei, zwei auf einer Seite, so dass sie nur zwei verwenden konnten, um sich nicht permanent zu drehen. Die Heckruder waren zerfetzt, weswegen das Schiff unangenehm taumelnd fuhr und nicht zu manövrieren war.

Doch nach einem Tag der hilflosen Fahrt hinter dem Kriegsschiff des Schleierschwanzes her verlangsamte dieser sein Tempo und stieg an einigen Wegweisern entlang auf. Eine große Mine und Werft war ausgeschildert. So weit oben im Norden konnten nur sehr reiche Erzvorkommen jemanden dazu bringen, sich niederzulassen. Andererseits lag die Mine an einer Handelsroute mit dem Norden des Fakunlandes. Viele Frachter kamen vorbei und konnten die Ware abnehmen.

Als die Minenhöhlen in Sicht kamen, von den großen Lichtern des Kriegsschiffes abgesucht, sank Wirakun der Mut erneut. Zwei Werften, die sich auf kleinere Reparaturen an Frachtschiffen spezialisiert hatten, eine kleine Kette Wohnhöhlen, eine düster und unfreundlich wirkende Haupthöhle des ansässigen Paschas und vermutlich Besitzers der Mine waren alles, was man erkennen konnte.

Offensichtlich zeigte man sich von dem Kriegsschiff beeindruckt. Denn sie hatten kaum eine Anlegeposition erreicht, als auch schon kleine Werftschiffe aus den Luken gesaust kamen, um die Docktunnel anzubringen, so dass die Besatzungen der Schiffe diese verlassen konnten, ohne in dem eisigen Wasser zu frieren.

Wirakun begab sich so steif und aufrecht, wie er konnte, mit gerecktem Hals und geraden Flossen in seine Kajüte zurück, wo sein Maat alles für einen Empfang, sei er auch noch so erzwungen, in Ordnung brachte. Lächelnd sah Wirakun seinen beiden Erwählten in die Gesichter, dann wandte er sich an Manmatha. "Liebes, ich habe deine Sachen zusammenpacken lassen. Alle Geschenke, die du von mir erhalten hast und noch hättest erhalten sollen. Fakunarbeiten und Teile unserer Traditionen. Ich hoffe, dass du sie nicht wegwerfen wirst, sobald du auf dem Schiff deines Paschas ankommst."

Er drehte sich zum Fenster um und sah, dass eine Delegation von dem Kriegsschiff die Tunnel ignorierend mit einem Beiboot in ihre Richtung ablegte. "Die Sachen werden dir die anderen Schleierschwänze tragen. Ich habe sie alle befragt, und drei von ihnen wollen bleiben, alle anderen begleiten dich."

Sein Blick glitt über die schmucklosen Höhlen, in denen er bereits die hämischen Gesichter etlicher Fakun bemerkte. Sie trugen Schutznetze um ihre Körper, um die Kälte des Wassers zu ertragen; der Gedanke, hier sterben zu müssen, ließ ihn erschaudern. "Was Mitar angeht..." Wirakun schloss kurz seine Augen. "Was den Schatten angeht, hätte ich eine kleine Bitte."

"Ich werde für dich und deine Mannschaft tun, was ich kann, und das ist nicht wenig, Wirakun." Manmatha zupfte den Perlenschmuck über seinen Ohren zurecht und sah zu ihm hoch. Dunkelheit hatte sich über den Fakun gelegt, aber dennoch wirkte er stark und unbeugsam. "Hab keine Angst. Was ist mit Mitar?"

"Nimm ihn bitte mit. Er soll nach Hause reisen können." Wirakun wandte sich ab und schwamm schnell auf die Tür zu, um die Vorbereitungen im Rumpf und Lagerraum weiter zu beaufsichtigen. An der Tür drehte er sich noch einmal um. "Danke, Manmatha. Für die letzte Nacht."

"Ich danke dir", erwiderte Manmatha hilflos. Wirakun glaubte ihm schon wieder nicht. Dann schüttelte er jedoch den Kopf, was seine Rückenflosse zum Wallen brachte. "Was die Bitte betrifft... Das musst du mit ihm selber ausmachen. Ich warte eine Weile am Dock auf ihn." Damit schob er sich dem Fakun vorbei, hauchte ihm einen Kuss auf die Wange und schwamm den Gang hinab, um die Männer seines Paschas zu empfangen.

Es bedeutete Wirakun viel, dass Manmatha ihm keine herablassenden Worte antat, auch wenn er sich sicher war, dass der perlfarbene Schleierschwanz schon sehr bald glücklich in seinem Luxus versinken würde, um sich einige angenehme Gatten kaufen zu lassen von dem mächtigen Vater. "Mitar, ich habe dir nie Geschenke gemacht, aber ich hoffe, dass du dir aus der Kajüte mitnimmst, was du gern haben möchtest. Ich wünsche dir alles Gute, mein Schatten." Es tat zu sehr weh, Wirakun wandte sich lieber ab und legte seine Schmuckwaffen an, um wenigstens äußerlich repräsentabel zu sein.

Mitar beobachtete schweigend, wie sehr Wirakun sich bemühte, Stärke zu zeigen. Es brachte ihm die weiche Anschmiegsamkeit in Erinnerung, mit der sich sein Geliebter vor so kurzer Zeit noch an ihn geschmiegt hatte, und den Ausdruck von Glück in dem schmalen, energischen Gesicht; es weckte in ihm das Bedürfnis, ihn zu halten und zu stützen.

"Das Einzige, was ich in dieser Kajüte will, wird sie in nicht allzu ferner Zeit verlassen. Ich bleibe bei dir", sagte er schlicht.

"Nicht einmal dein Unglück kann ich noch verhindern, hm?" Wirakun seufzte. "Du hast die freie Wahl. Meine Gefühle ändern sich nicht, wenn du nun in deine Heimat fährst, Mitar." Da das Gesicht seines Schattens Entschlossenheit zeigte und Unnachgiebigkeit, nickte er leicht und winkte ihm. "Ich möchte nicht, dass du dabei bist, wenn ich Manmatha aushändige. Vielleicht überlebe ich es, aber..." Er senkte den Kopf. "Bleib einfach hier, wir sehen uns schon noch irgendwo."

Schweren Herzens schwamm er einfach davon, wollte Mitar nicht noch einmal in die Augen sehen, vor Angst, dass er dann zusammenbrechen musste. Jeder noch so kleine Teil seines Schiffs wurde ihm auf dem Weg auf das Deck bewusst, jeder Kristall, jeder kleine Riss, der schon längst einmal wieder geflickt werden musste.

Als er auf dem Deck ankam, wo Manmatha von aufgeregt tuschelnden Schleierschwänzen umringt wartete, vermisste er sein Schiff mit einer schrecklichen Macht. Er versuchte keine Regung in sein Gesicht zu lassen, während er bangend zusah, wie das Beiboot im eleganten Schwung längsseits festmachte und die Schleuse angedockt wurde.

Manmatha sah für einen Moment zu Wirakun hin und wünschte ihn trösten zu können, doch hier und jetzt konnte er ihm nicht mehr um den Hals fallen und seine Zuneigung offen kundtun. 'Ich muss verhindern, dass sie ihn mitnehmen, und dann muss ich als erstes mit meinem Pascha sprechen.'

Sich aufrichtend wandte er sich gänzlich der Schleuse zu, die sich öffnete, um die mit Harpunen und Speeren bewaffneten Soldaten seines Paschas freizugeben. Mit einem kleinen Flossenschlag brachte er sich vor die anderen Schleierschwänze, um den Befehlshaber zu begrüßen.


© by Jainoh & Pandorah