Der Sternschnuppentraum

7.

Rasch war der Brief beendet, und Jean teilte Rick mit, dass er noch außer Haus sein würde. Während der Butler den Wagen holte, ging er in den Garten und knipste mit einer Schere zwei Rosen von seinen Klettersträuchern an einem kleinen Pavillon. Eine weiße und eine roséfarbene, die er mit einem Schleifenband mit einem Farnblatt zusammenfasste, bevor er sich noch einmal frisch machte und umzog. Ein dunkles Hemd und eine mitternachtsblaue Hose diesmal. Es sah auch nach einem Gewitter aus, der Himmel zog sich bereits zu, weswegen helle Kleidung nicht angemessen war.

Als Jean wieder in der lebhaften Straße ankam, war er sogar noch ein wenig zu früh dran, aber ging dennoch schon zum Haus, um Phillipe wissen zu lassen, dass er sich ebenso sehr nach ihm gesehnt hatte. Und das hatte er. Er fühlte schon im Treppenhaus ein Ziehen im Magen. Der Wunsch, den zierlichen Mann in den Armen zu halten und seinen Duft, das Gefühl seiner Haare an der Wange, seine Ausstrahlung zu genießen, wurde immer stärker.

/Du bist ganz schrecklich verliebt, Jean Gaby/, sagte mit einem Mal die Stimme seiner Mutter in seinem Kopf, und darüber musste Jean lachen. Sie hatte es nur einmal zu ihm gesagt und damit das Haus gemeint, in das er sich verguckt hatte und in dem er nun auch lebte. Über einen Menschen hatte sie das nie zu ihm sagen können, da sie schon recht alt und bereits fast blind war, als er mit dreißig herausfand, dass er sich doch auch in einen Menschen verlieben konnte. Einen Mann allerdings.

Phillipe hatte das Gefühl, sich nie mehr beeilt zu haben. Eine Viertelstunde für das Schönmachen im Bad war Rekordzeit für ihn. Der Kleiderschrank brauchte jedoch wieder mehr Beachtung, und so klingelte es bereits, als er sich noch gar nicht wirklich entschieden hatte. Fast hätte es ihn dazu gebracht, nur in Unterhose zur Tür zu rennen, doch er besann sich im letzten Moment, dass es keine gute Idee war.

"Oh Gott, oh Gott, schnell, schnell!", murmelte er. Rasch zog er sich ein enges Shirt mit dem Aufdruck einer fröhlich bunten, indischen Gottheit über, das er bereits in die nähere Auswahl genommen hatte und schlüpfte in eine derart kurz abgeschnittene Jeans, dass er sich, wäre es ein Rock gewesen, nicht mehr hätte bücken dürfen. Hastig fuhr er sich noch einmal mit beiden Händen durchs Haar, lächelte sich im Spiegel zu und lief dann, um seinem Liebling zu öffnen. Sein Herz machte einen kleinen Satz bei Jeans Anblick, und Phillipe fiel ihm schon in die Arme, ehe er auch nur einen Gruß herausgebracht hatte.

Ein farbenfroher Wirbelwind kam aus der Tür geschossen, Jean direkt in die Arme. Bevor er noch 'Salut' sagen konnte, war er bereits mit erheblich angenehmeren Dingen beschäftigt, Phillipe zum Beispiel zu streicheln. Er lachte leise, während er seinen Schatz drückte und seine Hände einmal über den Rücken wandern ließ.

Es war ein Fehler, seinem Stern über die Schultern zu sehen, auch wenn es ein schöner Fehler war. Die Shorts hörte derart knapp auf, dass man schon den Ansatz vom Po sah, als Phillipe sich noch mehr reckte, um Jean noch einmal vehementer zu umarmen. Und dadurch, dass der kleine Mann sich auf die Zehenspitzen stellte, wurden seine Beine noch mehr gestreckt und die Muskeln am Hintern gerade richtig angespannt.

Rasch küsste Jean ihn auf die Wange und den Mund, bevor er ihm die Blumen überreichte und ihn sanft in den Flur seiner Wohnung schob, um aus der Sicht der Nachbarn zu kommen. "Du siehst atemberaubend aus, mein Stern."

Phillipe errötete vor Freude, einmal über das Kompliment, zum anderen deswegen, weil Jean ihm Blumen mitgebracht hatte. /Rosen auch noch... Er ist so süß!/ Er hob sie an, bis die weichen Blütenblätter seine Nasenspitze berührten, und genoss den dezenten Duft, ehe er sich erneut auf die Zehenspitzen stellte und Jean auf die Wange küsste. "Danke, Liebling."

Er holte eine kleine Kristallvase aus der Küche, füllte sie mit Wasser und stellte sie mit einem kleinen Untersetzer darunter, um das Glas nicht zu zerkratzen, auf den Couchtisch. Die dicke, gelbe Kerze musste dafür weichen, Phillipe gefiel es nicht zusammen. Dann trat er zu Jean, der ihm ins Wohnzimmer gefolgt war, legte die Hände auf seine Taille und sah zu ihm hoch, in das feine Gesicht, dessen Augen ihn genauso anlächelten wie der Mund.

"Du siehst auch atemberaubend aus", sagte er leise und erwiderte das Lächeln glücklich. "Und ich bin froh, dass du hier bist."

Sie küssten sich erneut, aber Jean befand, dass es leichter war, Phillipe zu küssen und zu halten, wenn sie auf der Couch saßen. Zuerst ließ Phillipe sich neben ihm nieder, nachdem er für sich und Jean Getränke geholt hatte, aber dann kroch er Jean doch wieder auf den Schoß, was dieser sehr angenehm fand.

Als nächstes passierte etwas noch viel angenehmeres. Das Gewitter begann, und gleich mit dem ersten Blitzeinschlag in der Nähe fiel der Strom aus. So standen sie dann eine ganze Weile fasziniert in das Unwetter blickend am Fenster, bevor Phillipe zwei Kerzen auf den Tisch stellte und ihr weiches Licht den Raum und ihn schier verzauberte.

Der zweite angenehme Nebeneffekt des Gewittersturms war, dass Phillipes Beine von einer leichten Gänsehaut überzogen wurden, die Jean auffiel, als er ihn wieder auf seinen Schoß zog. "Hm Chéri, vielleicht solltest du dir etwas überziehen. Ich möchte wirklich nicht, dass du frieren musste." Andererseits gab es ihm noch mehr Gelegenheit, die Beine entlang zu streicheln, was Jean wirklich genoss, während es Phillipe sicherlich ein wenig aufwärmte.

"Mmh... nein..." Phillipe schmiegte sich enger an ihn, lehnte den Kopf an Jeans Schulter und knabberte an seinem Hals, nur mit den Lippen und nur hauchzart. Ganz sicher war er sich nicht, ob die Gänsehaut allein von der kühler werdenden Luft kam oder ob sie vielleicht nicht eher etwas damit zu tun hatte, wie sehr er Jeans Berührungen genoss. Vielleicht war es eine Mischung aus beiden. Aber er fror auf jeden Fall nicht, und damit hatte er keine Lust, sich auch nur im Geringsten von seinem Liebling fortzubewegen oder sich gar seinen Liebkosungen zu entziehen.

"Ich habe heute nicht viel schreiben können", erzählte er und lachte leise, während er begann, Jeans Oberarme und seine Brust leicht durch das Hemd hindurch zu streicheln. "Ich musste immerzu an dich denken. Meinst du, meine Lektorin hat Verständnis dafür?" Er kicherte.

Jean lehnte sich entspannter zurück und raffte Phillipes Körper noch dichter an sich heran. "Oh, das kommt darauf an. Ist sie romantisch veranlagt, dann ja. Wenn sie es nicht ist, dann denke ich, dass sie dich erst recht antreiben würde." Mit den Fingerkuppen fuhr er wiederholt dieselbe Bahn an den Beinen entlang bis auf die Mitte der Oberschenkel, kehrte dann aber brav um, auch wenn er sich schon danach zu sehnen begann, Phillipe einmal nicht nur verträumt, sondern enthemmt genießend zu erleben.

/Wie er wohl im Bett reagiert? Er scheint so naiv zu sein. Sicherlich hatte er keine besonderen Hintergedanken, als er sich diese Shorts ausgesucht hat. Na ja, vielleicht den, dass er mir seine Beine zeigen wollte. Sehenswert sind sie sicherlich, und er fasst sich herrlich an. Ob ich weiter gehen kann, ohne ihn zu verschrecken?/

Ein Gedanke durchzuckte Jean, und er war nicht sonderlich freundlich. /Was, wenn er gar nicht will? Das kommt durchaus vor, oder? Ob er mich deswegen so begehrenswert fand, weil er dachte, dass ich zu alt bin, um Spaß am Sex zu haben? Oh Gott. Wenn er nicht mehr als diese Zärtlichkeiten will, dann werde ich früher oder später wahnsinnig./

Es gab nur eine Möglichkeit, dies herauszufinden und nur einen guten Weg, den Jean nun resolut beschloss, einzuschlagen. Er festigte seinen Griff um Phillipes Beine ein wenig und begann, mit der anderen Hand an seinem Rücken entlang unter das enge Hemd zu fahren, während er ihn wieder inniger küsste, seine Lippen suchte.

Phillipes Gänsehaut nahm zu, als Jeans Finger unter sein Shirt glitten und er sie direkt auf seiner Haut spüren konnte. Es war noch viel besser als durch den Stoff hindurch, und gleichgültig, wo er ihn berührte, fühlten sich die weichen Hände einfach wundervoll an. Phillipe begann sich zu wünschen, dass Jean ihn überall anfasste, und beinahe unbewusst nahm er die Beine ein wenig auseinander, in der Hoffnung, dass sein Liebling ihn auch dort streicheln würde.

Er setzte sich ein wenig auf, kam ihm entgegen und schloss die Augen. Nur zu gerne ließ er seinen Mund von einem erneuten Kuss einnehmen, während er die Arme um Jeans Nacken schlang. Doch recht bald löste er sich wieder von ihm; forschend küsste er sich über die Wange zum Ohr vor, saugte sacht an dem Ohrläppchen und folgte von dort aus der Sehne bis zu Jeans Kehle. Zart bedeckte er sie mit Küssen, ehe er über das Kinn erneut zu den Lippen zurückkehrte.

Jean seufzte leise, als er spürte, wie sein Geliebter auf seine Zuwendungen reagierte. Als er erneut die Beine entlang fuhr, öffnete sich Phillipe sogar ein wenig und begann, ihn am Hals zu küssen. Seine beschleunigte Atmung und die geröteten Wangen zeigten an, wie erregt er war, und das stimmte Jean nun doch wieder optimistisch. Ausreichend, um ihn mutiger zu machen.

Ganz leicht nur ließ er die Fingerkuppen am Oberschenkel entlang fahren und ließ seine Hand schließlich oben am Beinansatz der Shorts liegen, wo er ihn mit dem Daumen leicht auf der Innenseite streichelte. Die gesamte Haut war wundervoll glatt, rasiert offensichtlich, und das ließ Jeans Gedanken höher wandern. /Ob er sich überall rasiert?/

Ein kleines Überprüfen an den Achseln später hatte er zum einen Phillipe in einen Lachanfall gestürzt, der seinen Schatz noch atemloser und damit noch erotischer machte, zum anderen hatte er nun die Gewissheit, dass Phillipe sich zumindest ebenso unter den Achseln rasiert hatte wie an den Beinen.

/Hm. Und in der Shorts? Nein... nicht überstürzen, erst einmal oben herum auspacken und ihn vielleicht motivieren, mich auch auszuziehen? Ob ich das tun sollte?/ Jean wischte die Überlegung fort und zog Phillipe kurzerhand das Top über den Kopf, um ihm hinterher die Haare zu glätten und ihn dann kurz bewundernd zu betrachten.

Phillipe fühlte sich etwas überrumpelt von der Geschwindigkeit, mit der er plötzlich sein Shirt losgeworden war, doch Jeans Blicke entschädigten ihn dafür. Die grauen Augen schienen ihn ebenso zu streicheln wie die Hände und bewirkten, dass sich Phillipes Wangen noch weiter röteten. Gleichzeitig wuchs das Verlangen in ihm, mehr von Jean zu sehen, herauszufinden, ob er am ganzen Körper so weich war, wie seine Hände es versprachen.

Er erwiderte seinen Blick unter halb geschlossenen Lidern hervor, während er nach dem obersten Knopf von Jeans Hemd tastete und diesen öffnete. Dann entschied er, dass er eine zu ungünstige Position dafür hatte und ruckelte sich zurecht, bis er rittlings über Jeans Beinen zu knien kam. Ein kleiner Schauer der Erregung prickelte durch ihn hindurch, als er merkte, wie weit er sich damit für Jean geöffnet hatte und wie nah ihre Hüfen beieinander waren. Ihm entschlüpfte ein leiser Laut, und er lehnte sich vor, um seinen Geliebten erneut leicht zu küssen, während er das Hemd weiter aufknöpfte.

Vorsichtig schob er den Kragen beiseite, ehe er sich von Jeans Lippen löste und die eben freigelegte Haut mit zarten Küssen zu bedecken begann. /Oh ja... weich... so weich.../ Zudem war er nur leicht behaart, was Phillipe ebenfalls genoss.

Jean wurde von Phillipes Aktion ein wenig überrascht, aber fand die neue Lage noch viel angenehmer, weil zum einen Phillipe nun enger an ihm saß, zum anderen er die ausgezeichnete Gelegenheit bekam, dessen hellrosafarbene Brustwarzen leicht zu streicheln und, als Phillipe von seinem Hals abließ, mit den Lippen und der Zunge zu necken. Mit den Händen blieb er nun jedoch artig oberhalb des Hosenbundes, schon allein, um Phillipe festzuhalten, weil dieser sich zurücklehnte.

Phillipe stöhnte leise auf, während er vergaß, dass es kühl geworden war. Jeans geschickten Berührungen ließen Hitze in ihm erwachen. Mehr und mehr spürte er, wie sehr er ihn wollte. Er vergrub seine Hände in den kurzen Haare und zerzauste sie, streichelte den Hals und die Schultern. Durch die Haltung wurde seine Hüfte dichter gegen seinen Freund gepresst, was erneutes Prickeln in ihm auslöste.

Erfreut stellte Jean fest, dass Phillipe nicht nur romantisch schmusen, sondern auch sehr erotisch und zugleich doch noch immer verspielt sein konnte. Eine unwiderstehliche Mischung, der Jean genauso erlag wie den weichen Küssen, wie der Begeisterung in Phillipes Stimme, wenn er erzählte, wie eigentlich allem an dem jungen Mann.

Sehr deutlich spürte er nun die Erregung seines Geliebten, von seiner eigenen gar nicht zu sprechen, und immer mehr wurde ihm bewusst, wie schrecklich unbequem die Couch für weiterführende Aktionen werden würde. Um Phillipe nicht zu erschrecken, zog er ihn mit einem Arm zunächst für einen langen Kuss dichter an sich heran, dann flüsterte er ihm ins Ohr "Hm, was hältst du davon, wenn wir an einem bequemeren Ort weitermachen, mein Stern?"

Das war exakt der Moment, in dem Phillipe ganz unpassend einfiel, dass in seinem Schlafzimmer noch die Kleidungsstücke herumlagen, zwischen denen er sich versucht hatte für den heutigen Tag zu entscheiden. Einen winzigen Augenblick lang zog er ernsthaft in Betracht, entweder gleich abzulehnen oder Jean vorzuschlagen, dass er nachkommen sollte. Doch das eine wie das andere war nicht wirklich eine Alternative; sie waren beide zu erregt und gleichzeitig nicht gewillt, länger als unbedingt notwendig vom anderen zu lassen. /Blöde Klamotten... Ist doch auch egal./

"Ja", murmelte er deswegen, ohne sich jedoch auch nur im Entferntesten von Jean zu trennen.

Jean bemerkte den kleinen Zug um den Mund, ein unzufriedenes Zucken der Augenbrauen und begann sich zu fürchten. /Nun hat er bemerkt, dass wir weiter sind und wollte es doch nicht. Oh, bitte. Nicht doch jetzt./ "Willst du lieber hier bleiben, Chéri? Willst du, dass wir aufhören?"

Überrascht sah Phillipe hoch und schüttelte den Kopf. "Nein! Nein, bitte nicht..."

Jean berührte den leicht schmolligen Mund, dem man ansah, dass sie sich schon eine ganze Weile recht hemmungslos geküsst hatten, mit den Lippen, dann schob er seine Hände fester unter Phillipes Hintern, um mit ihm aufzustehen. "Dann sag mir den Weg, und ich trag dich hin. Hier ist mir nicht der richtige Platz, um dich genügend bewundern zu können, mein Engel." Nur kurz musste er das Gewicht ausbalancieren, dann sah er Phillipe ins Gesicht.

Phillipe schlang ihm die Beine um die Hüfte und begann wieder, an Jeans Hals und den Schultern zu knabbern, während er dazwischen nuschelte "Die Tür neben der Küchentür. Ich hab aber keine Hausdame, die mir aufräumt, also nicht erschrecken."

Jean erschrak, aber nicht einer Unordnung wegen, die ihn in der Dunkelheit des Raumes ohnehin kaum gestört hätte, sondern weil das Bett ein wahres Monster zu sein schien. Mit Pfosten und einem Himmel und mit Rosenbettwäsche und Rüschen und einer unbestimmbaren Anzahl Kissen, die sicherlich nur der Zierde dienen konnten.

Er musste sich vorsehen, um mit seiner kostbaren Last nicht über Kleidung zu stolpern, denn aufgeräumt war sicherlich nicht, aber dann konnte er Phillipe sachte ablegen und richtete sich auf, um nach einem Blick umher noch einmal in den Wohnraum zurück zu gehen, von wo er die Kerze im Windlicht holte, die Phillipe des Stromausfalls wegen angezündet hatte.

Sein Schatz sah wunderschön aus, auf den Rosen liegend, ausgestreckt und in der Leidenschaft errötet. Im Licht der Kerze schimmerten seine Lippen noch immer einladend, und der Blick war direkt auf Jeans Gesicht gerichtet, erwartungsvoll und vielleicht ein wenig verschüchtert? /Er ist fast nackt, und ich hab noch meine Kleidung an. Schrecklich, das ändere ich sofort./

Ohne den Blick von Phillipes Gesicht zu lassen, knöpfte er sein Hemd weiter auf und streifte es sich von den Schultern, um es dann jedoch ordentlich auf einen Stuhl zu legen. Die Schuhe ließ er ebenfalls auf dem Fußboden zurück, bevor er sich dann zu seinem Geliebten legte, um ihm mit der flachen Hand über die Brust zu streicheln. /Er schaut mich mit so großen Augen an, ob er wohl schrecklich findet, was er sieht?/ Unsicher wartete Jean eine Reaktion ab.

Auch wenn Phillipe erst ein wenig nervös geworden war, als Jean das Zimmer verlassen hatte, fand er im Nachhinein die Idee, die Kerze zu holen, ausgesprochen gut. Es erregte ihn, seinem Liebling dabei zusehen zu können, wie dieser sich weiter auszog, und er genoss den Anblick der hellen Haut, der die tanzende Flamme einen warmen Goldschimmer verlieh, die dunkleren Brustwarzen, die Erhebung der Schlüsselbeine und den flachen Bauch.

Als Jean sich zu ihm legte und ihn endlich wieder berührte, drehte er sich zu ihm und rutschte näher, bis sie Haut an Haut lagen, was ihn aufseufzend erschauern ließ. Langsam glitt seine Hand über Jeans Taille, seine Seite empor und dann streichelnd zur Brust, vorsichtig ausprobierend, ob sein Geliebter es mochte, wenn er ihn ebenfalls an den Brustwarzen neckte.

Das Gewitter ging über in steten dichten Regen, der prasselnd gegen das Dach schlug und böigen Wind durch das eine gekippte Fenster wehte, der sich in einer der Gardinen fing. Es schuf eine leichte Gänsehaut bei Jean, als der Wind seine nun feuchte Haut erreichte; längst war er zurückgesunken und hatte sich Phillipes Fingern und seinem Mund ergeben, obwohl er eigentlich selber gern ein wenig erkundet hätte.

Doch er wollte seinem Stern nicht im Weg stehen, wollte ihn all das tun lassen, was er mochte und hoffte dabei auf Hinweise, auf die Dinge, die er selber gern erfahren wollte. Er hatte schon einiges herausgefunden über seinen hübschen Schatz. Phillipe mochte es zum Beispiel, angesehen zu werden. Er mochte es, wenn man ihn mit Blicken berührte, wenn man all die Mühe anerkannte, die er sich mit seinem Äußeren gab. Phillipe mochte es, wenn man ihn ganz zart streichelte, nur eben gerade spürbar die Haut streifte, was Jean nun schon seit einer Stunde sicherlich mit Begeisterung tat.


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