Unverhofft lebenslänglich

II - 5.

Cedric streichelte über den muskulösen Bauch seines Schatzes, dem man auch am Ende der Tragzeit nicht ansehen würde, dass Devi schwanger war, wie ihm Arkay erklärt hatte. Die Nähe rief ihm seinen ursprünglichen Plan in Erinnerung und weckte das Kribbeln. Sich eng an Devi schmiegend, die Hüfte gegen seinen festen Hintern drückend, biss er ihm leicht in den Nacken und fragte dann leise und dunkel an seinem Ohr "Mmh, wie wäre es, du lässt die Tomaten Tomaten sein und kommst ein wenig mit mir nach drinnen, Kleiner?"

"Ich gieße die Tomaten und überlass dann aber die Kräuter Jann und lass die Gurken Gurken sein, geh doch schon vor, Liebling." Amüsiert versuchte Devi, einen Schritt zu tun, wobei der an ihm klettende Cedric die Dinge nicht gerade einfacher machte. Rasch erhaschte er eine der Hände und küsste die Innenseite. "Ich bin dann auch gleich bei dir, ja?"

Cedric drehte Devi zu sich um, ein nicht ganz einfaches Unterfangen, da der andere Mann nun doch ein ganzes Stück größer und stärker war. "Jann kann die Tomaten ebenfalls fertig gießen, meinst du nicht auch?" Unangenehm regte sich schon wieder der Gedanke in ihm, dass Devi ihn vielleicht liebte und gern mit ihm zusammen war, dass aber einzig sein Widerstand ihn gereizt hatte und nun, da er erloschen war, das Thema Bett uninteressant wurde. Denn seit sie nun endgültig ein Paar waren, war es Devi gewesen, der jeder näheren Körperlichkeit ausgewichen war, gleichgültig, wie sehr sich Cedric bemüht hatte. Mit einem Mal sah sich Cedric einem ziemlichen Problem gegenüber. Er wollte, sehr sogar, aber er wollte Devi, und niemanden sonst.

Die Leidenschaft und zugleich Unsicherheit in Cedrics Gesichtsausdruck machte Devi Sorgen. Sein Schatz sollte sich gewiss nicht hintergangen oder benachteiligt fühlen. Wortlos setzte Devi den Krug ab und hob Cedric hoch. "Das muss ja wichtig sein, dass du die Tomaten vertrocknen lassen willst dafür, mein Kleiner", sagte er ihm ans Ohr und biss ihn leicht in den Nacken. In der Küche rief er Arkay zu, dass der Garten mit den Setzlingen gerade ein wenig warten musste und ging in das Schlafzimmer, das er sich mit Cedric teilte. Dort angekommen setzte er seinen Schatz auf die eigenen Füße und schloss die Tür. "Na? Worum geht es?"

Gerade hatte Cedric noch gedacht, Devi hätte seine nicht gerade diskreten Hinweise verstanden, das angenehme Kribbeln in seinem Bauch hatte sich verstärkt, und nun kam das. Das Kribbeln wurde zu enttäuschter Kälte, frustriert wandte er sich ab und trat zum Fenster, um nach draußen zu starren. Jedes andere Paar auf der gesamten, verdammten Insel schien keine Probleme damit zu haben, nur bei Devi und ihm lief nichts. 'Nein, es läuft nicht nur nichts, er sieht nicht mal, das was laufen könnte und hat offensichtlich auch keine Lust dazu. Er hat es ja noch nicht mal probiert! An der verdammten Puppe kann es nicht liegen.'

"Okay. Hab ich den Sexappeal eines Bimssteins? Riech ich wie 'ne Kloake und merke nichts? Oder fehlt dir schlicht, dass ich mich nicht mehr dagegen sträube, was es langweilig macht?", fragte er mürrisch.

Devi hob eine Augenbraue, dann begriff er, dass er Cedric nicht länger würde hinhalten können. "Es tut mir leid, mein Schatz. Ich finde, du bist das schönste Wesen, das jemals Gefährte eines Caley geworden ist, du riechst so lecker, dass ich dich permanent essen will, und es ist nicht langweilig, dass du dich nicht mehr gegen meine Zuwendungen sträubst." Er lachte leise. "Auch wenn du manchmal schon den Charme von einem Kaktus hast, liebe ich dich und ich begehre dich sehr. Aber ich wollte dir nicht zu früh so viele Freiheiten einräumen." Er ließ sich auf dem Bett nieder und zog sich das ärmellose Hemd aus, das er im Garten getragen hatte. Mit einer Hand winkte er Cedric zu sich. "Komm her, ich erkläre es dir, oder soll ich Arkay bitten?"

Cedrics Augen wurden schmal, als er sich wieder zu seinem Gefährten umdrehte, ohne allerdings zu ihm zu gehen. "Oh nein, wenn es etwas gibt, dass du mir verheimlicht hast, dann darfst du dich auch jetzt ganz allein aus der Situation reden und nicht deinen Vater vorschieben."

"Arkay ist nicht mein Vater! Gut, ich erkläre es dir. Das, was die Menschen als Sex bezeichnen, das Zusammensein, ermöglicht uns eine derart intensive Berührung, dass wir eine längere Zeit nicht auf den Gefährten angewiesen sind. Ich hatte immer erwartet, dass du nachfragst, warum Arkay es so gut aushält, wenn Jann für zwei Tage zum Tauschen auf die Nachbarinseln fährt." Devi hob noch einmal lockend die Hand, aber fuhr fort "Du warst so schwer angeschlagen, dass ich nicht riskieren wollte, dir diese Freiheit zu früh aufzudrängen, weil ich Angst hatte, dass du sie zu nutzen versuchst, um dich noch einmal von mir abzuwenden."

Jetzt war es Cedric endgültig danach, irgendetwas nach seinem Schatz zu werfen. Irgendetwas schweres, vorzugsweise. "Habe ich dir in der letzten Zeit irgendeinen Hinweis darauf gegeben, dass ich mich an einen Ort weit weg von dir sehne? Oder waren meine Versuche, dir nahe zu sein, so unauffällig, dass man sie als Abneigung hätte interpretieren können?", fragte er mit einer derartigen Verärgerung, dass sie an Zorn grenzte. "Oder ist dir mein Gefühlsleben derart gleichgültig, dass jeder Gedanke zu viel ist, der sich damit beschäftigt, dass es mich verletzen könnte? Du weißt verdammt genau, dass ich es hasse, so sehr auf dich angewiesen zu sein, selbst wenn ich dich liebe. Und du weißt auch, dass ich es ebenso hasse, wenn du meinst, meine Entscheidungen treffen zu können."

"Ich hatte Angst um dich, Cedric." Devi seufzte. "Ich liebe dich zu sehr, um dich noch einmal den Qualen auszusetzen, die du erlitten hast. Und auch wenn du mir in der letzten Zeit kaum einen Grund zur Sorge gegeben hast, in den Tagen vor unserer Abreise hattest du das auch nicht, um mir dann am Raumhafen zu sagen, dass du doch zu einem anderen Planeten fahren willst." Er legte den Kopf schief. "Ich verstehe, dass du enttäuscht bist, weil ich dir die Sache, die dir unheimlich ist, dann auch noch schwer mache, aber ich wollte mir sicher sein. Ich wollte, dass du es wirklich von dir aus ansprichst und dich nicht von mir überredet fühlst."

"Verdammt, Devi!" Cedric schwankte wirklich zwischen Lachen und Zorn, eine Gefühlslage, die sehr verwirrend war. "Ansprechen sollte ich es? Ich war ja wohl wirklich offensichtlich genug! Wenn ich mich mit einer halben Erektion an dich presse, kann man das doch nicht missverstehen! Wie deutlich muss man bei dir großem Tölpel denn noch werden?" Mit energischen Schritten durchquerte er das Zimmer und stieß seinen Gefährten ruppig auf die Matratze zurück. Seine Schultern festhaltend setzte er sich auf seine Hüften und starrte ihm in das überraschte Gesicht. "Ich liebe dich. Nicht nur platonisch. Ich will Sex. Jetzt. Hier. Hast du verstanden?"

Devi umfasste ihn mit einem unnachgiebigen Griff und rollte sich über ihn. Mit dunklem Knurren gab er zurück "Dann sollst du nicht länger warten müssen, du komplizierter Mensch!" Die Sache mit der Erektion hatte Jann ihm zwar erklärt, aber erst jetzt erinnerte sich Devi daran, dass man an der Verhärtung sehen konnte, dass ein menschlicher Gefährte erregt war.

Da Devi ein normaler Caley war, konnte er sich einfach aufstellen, wenn er den innigen Kontakt und das Eindringen vorhatte. Aber all das spielte gerade keine Rolle, viel wichtiger war es, sowohl Cedric als auch sich selber von den Kleidern zu befreien und zum Beginn des innigen Berührens erst einmal ihre Zeichnungen für einen Moment in Einklang zu bringen, damit Cedric nicht so aufgeregt war und sie mit mehr Ruhe zueinander finden konnten. Devi schob ihn unter sich zurecht und küsste ihn leicht über das Gesicht, während er lächelnd verhinderte, dass Cedric sich bewegen konnte.

"Noch nicht, mein Kleiner", flüsterte er. Als nächstes huschte sein Blick auf dem Bord hinter dem Bett entlang, wo er einige Tage zuvor das Töpfchen hingestellt hatte, das Jann ihm gegeben hatte, nachdem er Devi noch einmal an die Besonderheiten bei der Berührung mit Menschen erinnert hatte.

"Wann begreifst du, dass es nicht immer nur nach deinem Kopf gehen kann, Kleiner?", grollte Cedric und schaffte es, ein Bein zu befreien, so dass er es um Devi schlingen konnte, um ihn enger an sich zu drücken. Allein, dass sie endlich mit derselben Absicht im Bett lagen, erregte ihn über Gebühr. Aber ein Wunder war es eigentlich nicht, da Devi ihn so lange auf Abstand gehalten und ihn gleichzeitig mit seiner Nähe und diesem aufregenden Körper gelockt hatte. Er hob den Kopf, da seine Arme in Devis unerbittlichen Griff gefangen waren, und küsste seinen Hals, während das gleichmäßige, schneller werdende Pulsieren ihrer Zeichnungen spürte und genoss.

Devi schmuste sich inniger an seinen Schatz, nach einer Weile spürte er, wie Cedric seine Bemühungen ein wenig vernachlässigte und sich stattdessen noch enger an ihn presste. Er beugte sich vor und murmelte zwischen einigen Küssen an Cedrics Ohr "Ich kenne die Menschen, kennst du dich mit Caley aus?" Dann rollte er sich ein wenig von Cedrics Körper herunter und begann, ihm über Brust und Bauch zu streicheln.

"Ich entdecke immer wieder neue Seiten an dir. Von daher... vermutlich nicht ausreichend, aber ich gedenke, meine Unwissenheit Stück für Stück auszumerzen." Cedric seufzte genussvoll und schloss die Augen halb, während er seine wiedergewonnene Freiheit ausnutzte, um Devis kräftigen Körper zu erkunden, auf eine andere Art als bisher. Noch immer erschien es ihm einigermaßen befremdlich, die harten Muskeln mit seinen Händen nachzufahren, auf keinerlei weiblichen Rundungen bei diesen intimen Berührungen zu treffen und zu spüren, dass der Körper, der ihn in die Kissen drückte, so hart und groß war. Aber ohne Frage war es aufregend und schön, als seine forschenden Finger den knackigen Hintern erreichten.

Devi ließ seine Finger gern zu und machte ihm die Sache sogar noch leichter, indem er sich ein wenig öffnete. "Dann lasse ich dir gern freie Hand, mein Liebling. Merze deine Unwissenheit aus, und ich verwöhne dich derweilen", meinte er nach einer Weile und angelte sich das Töpfchen mit dem kühlen Gel vom Bord, um es beizeiten nicht so weit herholen zu müssen.

Cedric fand, dass es sich verboten anfühlte, die Finger neugierig zwischen Devis Pobacken gleiten zu lassen, aber ein leises Brummen zeigte ihm, dass sein Schatz es genoss. Ungewöhnlich war die vollkommen glatte Haut, die ihn empfing; Devis Haare beschränkten sich auf seinen Kopf, wo sie sich allerdings um so wilder austobten. Mit einem kleinen Grinsen biss Cedric ihm in die Schulter, dann stieß er sich kraftvoll ab, so dass sie herumrollten und er halb auf seinem Gefährten zu liegen kam. Kurz küsste er den energischen Mund, dann rutschte er von ihm herunter und ließ seinen Blick über den männlichen Körper gleiten. Wieder fiel ihm auf, dass Devi keine Brustwarzen hatte, was er ein wenig bedauerte. Seine Finger folgten seinem Blick, fuhren die Zeichnungen nach und verließen sie, um über den Bauch zu streicheln und dann zwischen Devis Beine zu gleiten. Auch hier herrschte eine für menschliche Verhältnisse relative Leere; Caley hatten keine Hoden.

"Hm, ich weiß, dass ihr damit keine Kinder machen könnt", sagte er und liebkoste ihn neckend. "Aber findest du das erregender, als wenn ich dich an anderen Stellen berühre oder ist es genauso, als würde ich dich an anderer Stelle berühren?"

Devi hatte zufrieden brummelnd die Augen geschlossen, jetzt öffnete er sie wieder, um seinem Schatz ins Gesicht zu sehen. "Es ist für mich nicht anders, als wenn du mich überall sonst streichelst, Cedric." Er schob die Finger einer Hand zwischen Cedrics Beine, während er ihn mit der anderen Hand an der Hüfte leicht festhielt. "Anders als bei dir, nicht wahr?" Nach einem schnellen Kuss auf Cedrics Hals meinte er "Aber wenn ich in dir bin, dann ist die Berührung auch für mich intensiver und die Zufriedenheit hinterher ist ganz besonders schön. Jedenfalls sagen alle das, ich habe es natürlich noch nie ausprobiert."

Cedrics Atem ging schneller, und er räkelte sich Devis Hand ein wenig entgegen. "Ja, ganz sicher anders als bei mir. Und ist es für dich auch intensiver, wenn ich in dir bin?", fragte er nach, weil ihm das eher gefallen wollte als das, was Devi angesprochen hatte.

Devi schüttelte den Kopf. "Es ist vor allem für dich intensiver, wenn ich in dir bin. Da du menschlich bist, ist es leider nicht für beide Seiten gleich bei uns." Er blinzelte seinen Schatz an und streichelte ihn seinen Bewegungen entgegen kommend ein wenig anders. "Aber wenn du magst, kannst du gern mit mir schlafen, ich finde es schön und habe keine Angst davor."

Mit einem leisen Aufstöhnen schob Cedric die forsche Hand von seinem Schoß weg. Er war jetzt schon viel zu erregt und wollte es nicht so schnell beenden. "Wenn du es magst, wenn ich mit dir schlafe, und es andersrum nur für mich intensiver wäre", woran er insgeheim zweifelte, "dann sind wir uns ja einig." Er grinste und biss Devi sachte ins Kinn. "Sag, erregt es dich überhaupt, unser Zusammensein? Oder ist es einfach nur... angenehm?" Der Gedanke wollte ihm nicht recht gefallen.

"Es ist intensiv und sehr befriedigend, aber nur anders herum bringt es dir die Freiheit für eine Weile." Devi verschloss Cedrics Mund mit einem festen Kuss und knurrte "Lass uns später darüber reden, jetzt will ich dich erst einmal spüren."

Ein Klopfen an der Tür unterbrach ihn in einem Kuss, und Janns Stimme fragte nach, was aus den Tomaten werden sollte. "Wir wollen endlich zusammen sein, Jann! Ich hab heute keine Zeit für andere Dinge!", rief Devi zurück und wandte sich seinem Gefährten wieder zu, während vor der Tür ein freudiger Laut erklang. Er bot nach einigen weiteren Küssen an "Dann darfst du gern zuerst versuchen, wie du dich fühlst, wenn du in mich eindringst, aber ich möchte darum bitten, dass du dich hinterher nicht beschwerst."

"Oh Gott, bist du kompliziert", stöhnte Cedric und meinte das sehr wörtlich. Erst hatte Devi gar keinen Sex haben wollen, und jetzt schien das eine eigene Wissenschaft zu werden. "Hör zu, du bist nicht das erste Wesen, mit dem ich schlafe, wenn auch der erste Mann. Entweder es gefällt mir, oder es gefällt mir nicht. Allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass ich es nicht mag, dich zu lieben. Warum sollte ich mich beschweren? Oder gibt es da noch Sachen, die ich besser wissen sollte, wie zum Beispiel 'Ich habe an besagter Stelle kleine Reißzähne, die alles abmähen, was ihnen zu nahe kommt'?"

Devi lächelte und schüttelte den Kopf. "Du wirst sehen, dass es leichter ist als bei einer Puppe. Ach, du hast nie mit mir in der Puppenform geschlafen, dazu sind wir nicht gekommen", erinnerte er sich grinsend. Doch da Cedric so knurrig schien, weil er unsicher war, küsste Devi ihn gleich darauf eine Weile und brachte sie noch einmal in eine enge Umarmung, um Cedrics Gefühl des Vermissens vom Nachmittag vollständig auszulöschen, bevor er sich von seinem Schatz abwandte und ihn aufforderte "Nun bist du an der Reihe, Liebling."

Cedric fragte sich, ob dieses kurze Vorspiel wirklich für Devi ausreichend gewesen war, vor allem, da er so überhaupt keine Anzeichen der Erregung zeigte. Andererseits war seine Erfahrung mit Caley auf dem Gebiet der Liebe unbefriedigend gering. Sich an Devis Rücken anschmiegend dachte er an Gleitcreme und Kondome, doch als er seine Hand wieder zu Devis Hintern wandern ließ, stellte er überrascht fest, dass sein Schatz feucht war.

'Klar, warum auch nicht', ging es ihm gleich darauf durch den Kopf. 'Sind ja alles irgendwie Kerle, das ganze Volk. Und sie schlafen trotzdem munter miteinander.' Also war Devi doch erregt und bereit, was Cedric einen erleichterten Seufzer entlockte. Dann wurde ihm erneut bewusst, was er gerade im Begriff war zu tun. Er, Cedric Kelsea, der sich immer für hetero gehalten hatte, wollte mit einem Mann schlafen. Mit einem sehr männlichen Mann sogar. Verwechselungen ausgeschlossen. Zögernd hielt er inne, atmete den herben Duft von Devi ein, der sich noch intensiviert hatte, spürte die erhitzte Haut an seiner, das Pulsieren ihrer Zeichnungen. Plötzlich musste er lächeln. 'Nein, nicht nur einfach mit einem Mann. Mit dem Mann, der zu mir gehört, den ich liebe.'

Atemlos schob er sich in eine bessere Position, dann schloss er die Augen, während er vorsichtig in ihn eindrang. Das Gefühl war himmlisch und absolut unerwartet. "Oh Gott..."

Devi lehnte den Kopf zurück und zog Cedrics Arm mit einer Hand um seinen Brustkorb, als er spürte, wie sein Schatz sich vorsichtig in ihn drängte. "Ich bin so froh, dass du es magst, Liebling", sagte er leise und küsste die Finger, bevor er sie wieder an seine Brust legte, um die Hand für anderes frei zu bekommen. Er strich über Cedrics Seite bis zu seiner Hüfte und von dort zum Hintern, den er mit festem Griff gegen sich zog.

Unfähig, sich zurückzuhalten, begann Cedric, sich in Devi zu bewegen. Das Gefühl ihrer Verbundenheit, Devis Vertrauen und dass er seinen Schatz besitzen durfte, waren so herrlich, dass er dagegen ankämpfen musste, gleich zum Höhepunkt zu kommen. "Ich habe dir doch gesagt... dass es mir gefallen wird", sagte er mit einem heiseren Auflachen und presste Devi noch enger an sich, während er seine Brust streichelte. Gefallen war kein Ausdruck für das, was er empfand. Nicht im mindesten! "Sag mir, was ich machen muss, damit es auch für dich so schön wird."

Devi lachte und erhaschte noch einen Kuss. "Es ist herrlich, mit dir zusammen zu sein, Cedric", versprach er zunächst, dann überlegte er es sich anders und schlug, die Bewegungen seines Schatzes unterbrechend, vor "Lass es uns so tun, dass ich dich ansehen kann. Unsere Zeichnung ergänzt sich vorn." Er schob vorsichtig drängend an Cedric, auch wenn es sich wundervoll anfühlte, nicht nur auf äußerliche Berührungen angewiesen zu sein.

Cedric presste sein Gesicht an Devis Nacken und konnte sich gerade nicht vorstellen, sich jetzt von ihm zu trennen, und wenn es nur für Augenblicke sein sollte. Aber ohne einen Moment der Trennung würde es arg kompliziert werden. Und in einem hatte Devi Recht, es waren die Zeichnungen auf der Brust, die zueinander gehörten. Außerdem würde er dann in sein geliebtes Gesicht sehen können, vielleicht auch, ob es ihn erregte, ob es ihm gefiel. "Okay", murmelte er schließlich.

Es dauerte nicht lange, ehe Devi auf dem Rücken lag und Cedric auf ihm, aber selbst die kurze Zeit war ihm fast zu viel. Wenn er gewusst hätte, wie erfüllend es sich anfühlte, obwohl ein erstes Mal selten das beste war, hätte er schon viel eher darauf bestanden. Devis Mund mit Küssen bedeckten, nuschelte er dazwischen "Und? Besser?"

"Jetzt kann ich meinen schönen Schatz ansehen", sagte Devi überaus zufrieden und drückte Cedric an sich. Er rückte ihn auf sich zurecht, bis es spürbar war, dass sie sich perfekt ergänzen konnten. Genießend schloss Devi die Augen und zog Cedric an den Hüften noch enger an sich und in sich hinein.

Cedric stöhnte auf. Es fühlte sich einfach zu gut an, besonders nach der langen Zeit der Enthaltsamkeit und auch nach der Zeit ohne Devi. Es war, als würden erst jetzt mit ihrer Vereinigung die letzten Spuren davon ausgelöscht werden. Unfähig, sich noch länger zurückzuhalten, begann er wieder, sich in ihm zu bewegen, und dieses Mal konnte er nicht mehr aufhören. Er brauchte nicht lange, ehe er kam und mit einem Aufkeuchen auf Devi zusammensank.

Eine Weile lang lag er einfach nur da und versuchte wieder zu Atem zu kommen, ehe er schließlich ein wenig verlegen murmelte "Tut mir leid, Kleiner..." Unsicher überlegte er, ob auch Devi eine Art Höhepunkt haben konnte oder ob das nicht ging, weil so was für die Fortpflanzung der Caley ja vollkommen ohne Bedeutung war.

Für Devi war es zu einem schönen Gefühlswirbel gekommen, der ihn noch ein wenig mitgenommen liegen bleiben und Cedric einfach an sich drücken ließ. Gleich was er zu seinem Schatz gesagt hatte, war dies sein erstes Zusammensein als Meta gewesen, und er wollte noch eine kurze Weile in dem Gefühl des Zusammenseins schwelgen. Leider machte ihm die Biologie der Menschen durch Cedrics Erschlaffen sehr bald das Gefühl zunichte, und seufzend beschloss er, dass sie es beim nächsten Mal mit mehr Ruhe und viel mehr Zeit auf die Art der Caley machen sollten.

Devis Gesichtsausdruck beruhigte Cedric wieder, denn sein Schatz sah doch sehr so aus, als ob er es genossen hätte. Cedric lächelte und zog sich bald aus ihm zurück, um sich eng an ihn zu kuscheln und ihn zu streicheln, während sich auch sein Pulsschlag langsam wieder normalisierte. 'Es war herrlich! Bin ich dann doch schwul?' Aber eigentlich war die Antwort vollkommen ohne Bedeutung. Es war Devi, mit dem er diese Vertrautheit geteilt hatte, und mit Devi war fast alles herrlich. Selbst ab und an seine besitzergreifende Art. Mit einem Grinsen fuhr er mit der Spitze des Zeigefingers die Linien auf Devis Brust nach. "Einmal reicht nicht, um die Besonderheiten der Caley zu erkunden. Ich fürchte, wir müssen das noch sehr, sehr oft wiederholen."

"Ein Glück. Das genau wollte ich auch gerade vorschlagen, mein Schatz." Freudig kniff Devi Cedric in den süßen Hintern und küsste ihn. Unsicher schmuste er sich dann an ihn heran und fragte "Willst du es denn auch nach Art der Caley probieren? Das Zusammensein meine ich?"

"Das heißt?", fragte Cedric vorsichtig. "Dass du mit mir schläfst?"

"Nun, es heißt, dass du mir erlaubst, in dir zu sein, ja. Es wird ein wenig anders sein als bei dir, weniger Bewegungen, aber ich frage meinen Vater noch mal, was er und Arkay so alles machen, ja?" Devi strahlte Cedric optimistisch an.

Cedric lachte auf. "Ich glaube, bei dir kann ich mich selbst mit diesem Gedanken anfreunden. Und vielleicht können wir erst mal ausprobieren, was uns so alles einfällt, ehe wir bei anderen nachfragen." Er grinste, zwinkerte ihm zu und küsste ihn dann sehr zufrieden auf den Mund. "Wenn du magst, können wir in ein paar Minuten gleich wieder mit dem Probieren anfangen. Dann können wir uns auch mehr Zeit lassen."

Devi mochte, natürlich mochte er, und die Pause war wirklich nur so kurz wie nötig. Cedric fragte sich, wie sie es überhaupt so lange ohne hatten aushalten können, während er seinen Schatz erneut zu erforschen begann, um noch viel mehr über ihn herauszufinden und Devis Hände und seine Lippen jede Berührung erwiderten.

Eigentlich hatte er vorgehabt zu versuchen, wie es war, wenn Devi mit ihm schlief, nicht zuletzt auch deswegen, weil Devi gesagt hatte, dass er dann nicht mehr ständig auf ihn angewiesen war. Aber trotz aller Leidenschaft und Erregung sträubte sich etwas in ihm, als Devi begann, sich intensiver seinem Hintern zu widmen. Verärgert über sich selbst schob Cedric ihn von dort weg, und Devi gelang es, ihn seinen Unwillen schnell vergessen zu lassen, ohne ihm noch einmal zu nahe zu kommen.

Als sie schließlich wieder wohlig erschöpft dicht aneinander gekuschelt dalagen, kam der Ärger erneut in Cedric hoch. Er wollte es! Warum musste er so rumzicken? Devis gebrummelte, amüsierte Feststellung, dass es ihn nicht wirklich störte, weil Cedric so noch eine ganze Weile länger eng an ihn gebunden war, machte es nicht besser.

Was den Ärger endlich vertrieb, waren die Küsse und dann Devis rigoroses Ignorieren der Laune seines Schatzes, indem er ihn hochhob und mit ins Bad schleppte. Dort unter der Dusche liebten sie sich ein drittes Mal, und Cedric war sich eigentlich sicher, dass er für den Rest des Tages keine Kraft mehr für ein weiteres Liebesspiel finden würde. Das Funkeln in Devis Augen, als er ihm das mitteilte, unterwanderte seine Zuversicht jedoch auf eine nette Art.


© by Jainoh & Pandorah