Unverhofft lebenslänglich

II - 10.

Die Art, wie Adiva sich unter seinen Händen wand, erregte Daniel, und gleichzeitig machte sie ihn glücklich. So zurückhaltend und scheu sein Liebling war, konnte er doch leidenschaftlich genießen. Aber als er den Blick hob, um die Ekstase in seinem schönen Gesicht zu sehen, entdeckte er, dass Adiva sich noch immer zu beherrschen versuchte. Er hatte die Faust auf den Mund gedrückt, als wollte er jeden der Laute unterdrücken, die Daniel bis tief in den Bauch drangen und dort dieses unvergleichliche Kribbeln hervorriefen.

Daniel schob sich an dem erhitzten Körper empor, eine Spur heißer Küsse hinterlassend, während er ihn im Schoß weiterstreichelte. Mit sanfter Gewalt zog er Adivas Hand von dessen Mund weg und erschrak, als er die Bissspuren auf dem Fingerknöchel sah. Zum Glück bluteten sie nicht, aber sein Liebling war nicht vorsichtig mit sich umgegangen. Zart küsste er die Male, dann die Lippen und flüsterte auf ihnen "Versteck dich nicht vor mir. Dich zu hören, erregt mich genauso, wie dich zu sehen."

Adiva war so kurz davor gewesen, seinen Höhepunkt zu erreichen, dass er nicht wirklich wahrnahm, was Daniel ihm sagte. Er umfing die Hand von seinem Geliebten kurz mit festem Griff und flüsterte "Mach weiter, bitte..."

Daniel hatte vorgehabt, sich um einen gemeinsamen Höhepunkt zu bemühen, aber gab die Idee in diesem Moment auf. Adiva war weitaus dichter daran als er. Die gepeinigte Hand festhaltend und die andere einfangend, kniete er sich mit einem Lächeln wieder zwischen Adivas Beine, um ihn erneut mit dem Mund zu verwöhnen. Er gab sich Mühe, es so schön wie möglich für seinen Liebling zu machen, und in der Tat brauchte Adiva nicht mehr lange. Er spannte sich an, und der leise Aufschrei, mit dem er kam, ließ einen angenehmen Schauder durch Daniel rinnen. Die Hände loslassend legte er sich neben ihn, nahm ihn in die Arme und streichelte ihn liebevoll und gleichmäßig, um ihn sanft zurück ins Hier und Jetzt zu holen.

Tief atmend streckte Adiva sich und drehte sich nach einem kleinen Augenblick zu Daniel um. Der Mann war wunderschön anzusehen, die blonden Haare zerrauft und eine gesunde Röte im Gesicht. Leider war er auch noch immer sehr erregt, was Adiva nun ebenfalls erröten ließ. Die Weibchen, die sich um ihre Männchen bemühten, ermöglichten ihnen immer zuerst Befriedigung, aber das galt, soweit Adiva informiert war, nicht für Menschen.

Unsicher drückte er Daniel einen Kuss auf und blinzelte, dann drängte er sich dichter an ihn heran und küsste ihn noch einmal, tiefer und länger, bevor er leise fragte "Ich wollte es zwar auf später verschieben, aber willst du vielleicht mit mir schlafen?"

Allein der Gedanke entlockte Daniel ein Stöhnen, aber machte ihm gleichzeitig auch bewusst, dass es keine gute Idee war. Zum einen wollte er nicht, dass Adiva das nur anbot, weil er sich schämte, vor ihm gekommen zu sein. Aber zum anderen war er zu erregt dafür und hatte noch nicht einmal eine Idee, wo das Gleitmittel war und ob sich überhaupt welches in Reichweite befand. 'Schlechte Planung, Daniel', dachte er amüsiert.

"Ich würde dir jetzt nur weh tun, Liebling", gab er zu. "Meine Beherrschung ist nicht mehr die beste im Moment. Wenn du mir gut tun willst, dann auf andere Art." Er küsste seine Handinnenfläche und lenkte sie dann in Richtung seines Schoßes. "So zum Beispiel", fügte er heiser an.

Adiva lächelte verschämt. Er hatte doch tatsächlich nicht daran gedacht, das Nötigste bereitzulegen, dabei war er schon so lange auf gewesen. Stattdessen folgte er Daniels Anweisung und streichelte ihn zuerst zaghaft forschend, dann umfing er ihn jedoch mit festerem Griff, um ihn gezielt zum Höhepunkt zu bringen.

Daniel kam ziemlich schnell. Aufstöhnend drängte er sich Adivas Hand entgegen, dann sackte er schwer atmend in sich zusammen. Mit geschlossenen Augen blieb er einen Moment ruhig liegen, spürte die köstliche Erleichterung und den Schweiß auf seiner Haut, sein rasendes Herz und noch immer Adivas Hand an seinem Glied. Mit einem trägen Lächeln sah er schließlich wieder auf und in das liebe Gesicht seines Verlobten.

Eine Weile schauten sie sich einfach nur an, dann zog Daniel Adiva lachend in seine Arme und auf sich. "Ah, du bist so wundervoll, mein Schatz! Du machst mich über alle Maßen glücklich." Er küsste ihn zweimal, dreimal und seufzte wohlig auf. "Habe ich dir eigentlich schon gesagt, dass ich dich liebe?" Innehaltend dachte er darüber nach und kam zu dem überraschenden Schluss, dass er es zwar oft gedacht, aber nie laut ausgesprochen hatte. "Ich glaube, das habe ich doch tatsächlich versäumt." Wieder lachte er leise auf. "Ich liebe dich, mein Engel. Wirklich und wahrhaftig und von ganzem Herzen."

"Und ich bin mir sicher, dass ich dich genau so liebe." Adiva schmiegte sich noch für einen kleinen Moment an Daniel heran, dann hob er den Kopf und schlug vor, dass sie duschen gehen sollten, um den Tag beginnen zu können. In der Küche hatte Devis Gesang den von Jann abgelöst und mit einem Grinsen drückte Adiva Daniel noch einmal schnell an sich. "Ich bin froh, dass ich dich habe und keinen Caley."

Daniel konnte ihm nur zustimmen, als sie aufstanden und dieses Mal gemeinsam ins Bad gingen. Nach einer zweiten Dusche und wunderbar entspannt fühlte er sich, als könnte er die Welt aus den Angeln heben. Das Leben war schön.

 

Daniels Leben blieb auch in den folgenden Wochen schön. Adiva war anschmiegsam und zurückhaltend, offen, geheimnisvoll, kompliziert und einfach herrlich.

Nachdem sich Cedric endlich gänzlich an den Gedanken gewöhnt hatte, mit einem Mann zusammen zu sein, und sich mit Devi verbunden hatte, konnte man auch mit ihm wieder mehr unternehmen oder sich einfach mit ihm ungestört unterhalten, ohne dass einem ein Caley überall hin folgte. Arkay und Daniel beendeten das Buch, Cedric lieferte wunderschöne Bilder dazu und eine eindringliche Warnung vor Caley für das Vorwort, die alle zum Lachen brachte, besonders wenn man ihn mit Devi sah.

Doch als Daniel und Adiva von einer weiteren Reise über die Inseln zurückkehrten, holte sie die Realität ein und weckte Daniel aus dem traumhaften Zustand ihres persönlichen Paradieses. Sein Eltern schrieben, dass er sich doch bitte einmal wieder sehen lassen sollte, auch wenn die vorgezogenen Flitterwochen noch so schön waren; die Geschäfte benötigten, dass man sich ab und an um sie kümmerte, und aus Daniel vollkommen verständlichen Gründen bestanden sie darauf, dass ihr Sohn auf dem Laufenden blieb. Wenn er irgendwann einmal – hoffentlich in ferner Zukunft erst – das gesamte Vermögen der Rabensteins erben würde, musste er sich damit auskennen. Natürlich wurde fast alles von fähigen Verwaltern geleitet, aber dennoch gab es Entscheidungen, die nur seine Eltern oder später er treffen konnten.

Mit dem Brief, den Arkay ihm ins Zimmer gelegt hatte, machte er sich auf die Suche nach seinem Verlobten. Er fand ihn auf einer der kleinen Eckterrassen bei einem Glas Eistee. Wie üblich lag sein Schreibbrett auf seinen Knien, aber er kümmerte sich nicht darum, sondern beobachtete fasziniert zwei blauschillernde Schmetterlinge. Daniel lächelte und trat zu ihm, um ihm einen Kuss auf den Nacken zu drücken. "Darf ich dich stören, mein Herzblatt?"

"Hm." Adiva legte kurz den Kopf in den Nacken, um einen weiteren Kuss für seinen Mund zu erbitten. "Ich habe mich von den Schmetterlingen in eine Trance flattern lassen. Ich glaube, mein Eistee ist auch schon warm geworden." Er legte das Schreibbrett fort und stellte das lauwarme Glas auf einem kleinen Tischchen ab, dann erst entdeckte er den Brief in Daniels Hand und bemerkte dazu die Schulterhaltung seines Verlobten. "Na? Was gibt es? Es ist wichtig, du siehst so gespannt aus."

Daniel zog einen Korbsessel zu Adiva und setzte sich, ehe er den Brief auf den Tisch legte und ihn zu seinem Liebsten schob. "Ich weiß, dass es dir hier sehr gut gefällt und du gerne noch mehrere Monaten hier verbringen willst. Aber meine Eltern bitten mich zurück, wegen der Geschäfte hauptsächlich. Ich werde auf jeden Fall gehen. Die Frage ist, ob du mitkommen willst." Sein Problem damit war, dass er einerseits nicht von Adiva getrennt sein wollte, aber sich zum anderen ziemlich sicher war, dass es diesem hier sehr viel besser gefiel, allein schon durch die Ungezwungenheit der Caley.

Adiva überflog die eher sachlich gehaltenen Zeilen von Daniels Eltern. Sein nächster Blick galt dem Schreibbrett, dann nickte er leicht. "Ich komme natürlich mit dir. Oder ich komme vielleicht auch nach, wenn es dir zu viel wird, mich und die Geschäfte zu beaufsichtigen." Er überlegte kurz, dann fügte er hinzu "Ich weiß, dass die Abd Jabir auf der Erde mit gemischten Gefühlen betrachtet werden, wegen der Sklaverei bei uns daheim. Ich hoffe, dass ich keine Unannehmlichkeiten bereite, Daniel." Er hatte bereits erfahren, dass der Name Rabenstein zu einem großen Vermögen sowie einer bekannten Familie gehörte, und diese stand sicherlich im Interesse der Journalisten. Um alles in der Welt wollte Adiva vermeiden, dass Daniel seinetwegen Probleme bekam.

Daniel lächelte und zwinkerte ihm zu. "Das hättest du dir überlegen müssen, bevor du dich mit mir verlobst. Jetzt habe ich dich und gebe dich nicht mehr her." Dann wurde er jedoch wieder ernst. "Du bereitest mir keine Unannehmlichkeiten. Ich bin froh, dass du bei mir sein willst. Diejenigen, die mit dir nicht einverstanden sind, die werden es auch in zwei Monaten nicht sein. Und weißt du was? Für uns ist das vollkommen ohne Bedeutung. Ich liebe dich, meine Eltern sind aufgeschlossen und freuen sich auf dich." Er haschte nach Adivas Hand und drückte einen Kuss darauf, ehe er ihn wieder losließ. "Es geht nur darum, ob du noch ein wenig länger hier sein willst oder gleich mit mir mitkommst."

"Ich habe meinen ersten Teil der Berichte abgeschlossen, wie du vermutlich aus den Korrekturen wissen wirst. Bevor ich noch eine Forschungsserie beginne, wäre es eigentlich nicht schlecht, einmal wieder Anschluss an den Rest des Universums zu bekommen. Ich komme gern gleich mit dir mit, vorausgesetzt es wäre dir möglich, auf dem Weg einmal bei meiner Anwältin Hafila vorbei zu sehen. Sie weiß zwar schon von uns, aber ich würde gern meine Ausweise ändern lassen." Adiva legte seinen Schwanz um sich. "Auch wenn der Schmuck auf Jabir genügend Kenntnis ist, reicht das im restlichen Universum sicherlich nicht aus."

Nachdenklich lehnte Daniel sich zurück und schlug ein Bein unter. "Auf der Erde wird unsere Verbindung erst rechtskräftig, wenn wir geheiratet haben. Dann sind wir offiziell Ehegatten mit allen Rechten und Pflichten. Und dann gilt es nach den Gesetzen zumindest auch erst für mich im Rest des Universums. Unsere Verlobung bedeutet vor den Gerichtshöfen fast gar nichts. Willst du denn auch meinen Namen annehmen bei der Hochzeit? Adiva al Sahjid Rabenstein oder Adiva Rabenstein?" Für ihn zumindest stand fest, dass er seinen Namen nicht aufgeben würde.

Adiva hob die Schultern. Eigentlich änderte man auf Jabir nur den Namen des Clans. "Ich würde nach dem Recht auf Jabir Adiva al Sahjid al Rabenstein heißen, ich weiß aber nicht, wie das bei euch aussehen wird. Vermutlich wird die Göttin im Namen nicht mehr getragen, oder? Das wäre... Sahjid ist eine sanfte Göttin, aber ich glaube, das wäre ihr nicht recht."

"Dann bist du nach unserer Hochzeit Adiva al Sahjid al Rabenstein. Herr Rabenstein bei offiziellen Anlässen." Daniel lachte und stand auf, um bei Adivas Sessel in die Hocke zu gehen, die Arme auf seinen Beinen abgestützt. "Du kommst also mit mir auf die Erde? Sei gewarnt vor meiner Mutter, sie wird dich gleich voll Begeisterung in die Hochzeitsvorbereitungen mit einbeziehen. Und sie wird anfangen, sobald wir da sind. Aber ich freue mich, dir meine Heimat zeigen zu können, Liebling! Ich hoffe, es wird dir gefallen."

 

Adiva und Daniel mussten noch einige Tage lang warten, dann konnten sie von der Hafeninsel aus zum Raumhafen in der Nähe des Palastes weiter fliegen. Der große Umschlaghafen für Wesen aus allen Gebieten des Universums war gerade wegen Geschäftsabschlüssen der Raumfahrtindustrie mit den Daryller komplett abgesperrt, und es wurde allen empfohlen, sich für die nächste Zeit aus dem Gebiet fern zu halten; die Daryller garantierten wie gewohnt nicht für die Sicherheit der Umgebung.

Also blieben Adiva und Daniel entgegen ihrer Pläne nur zwei Tage lang in dem Hotel des Palastes, um bei Hafila die nötigen Unterlagen für Adiva zu besorgen. Die Anwältin zeigte sich ein wenig irritiert von Adivas Wunsch, mit einem Menschen zusammen sein zu wollen, aber hinderte ihn nicht daran, sich seinen Pass bereits für eine Eheschließung vorbereiten zu lassen. Zudem lud Daniel sie samt der Familie ein, was sie dankend annahm, weil sie die Erde sehr gern einmal bereisen wollte, um freie Menschen zu sehen.

Sie nahmen den nächsten Flug in Richtung Raumhafen in der Nähe der Erde und bekamen dort wegen der Daryllerhysterie nur noch die Präsidentensuite, was Daniel offensichtlich nicht störte. Der Flug war zwar lang, aber dafür wegen der luxuriösen Kabine sehr kurzweilig für Adiva.

Vom Raumhafen wurden sie mit einem Privatshuttle der Familie Rabenstein in die Erdatmosphäre eingeflogen. Bislang hatte Adiva sich immer sehr wohl gefühlt, auf der Erde war jedoch die Anziehungskraft deutlich geringer als auf den großen Planeten Jabir und Caley oder in den Raumhäfen. Diese Leichtigkeit stieg ihm zu Kopf und machte ihn dermaßen schwindelig, dass er mit Gefühlen der Übelkeit und verschwimmender Sicht zu kämpfen hatte, während Daniel sich offenkundig wohler fühlte in der gewohnten Atmosphäre.

Weil Daniel munter erzählte und Adiva immer wieder durch die Fenster des mittlerweile in normaler Flughöhe entlanggleitenden Shuttles Dinge zeigte, nickte Adiva freundlich und sagte nichts von seinen Kopfweh, um ihm die Heimkehr nicht zu ruinieren. Als Daniel allerdings eine Verabredung zum Abendessen treffen wollte, hob Adiva abwehrend die Hände und flüsterte "Für mich heute noch nicht, Daniel."

Daraufhin verschob Daniel den Termin um zwei Tage und legte einen Arm um Adiva, um ihn an sich zu ziehen, damit er sich anlehnen konnte. Die restliche Fahrt schwieg er, denn sein Verlobter hatte die Augen geschlossen und er wollte ihn nicht stören. Aus dem Fenster schauend genoss er es, nach Hause zu kommen, die vertrauten Küsten und Landschaften zu sehen, bekannte Flüsse und Gebirge. Bald tauchte die Seine unter ihnen auf; Paris und dem regen Flugverkehr dort ausweichend hielt das Shuttle auf Orléans zu und erreichte die Loire etwas östlich davon, um dann langsamer ihrem Verlauf stromauf zu folgen, anstatt die direkte Route zu wählen. Daniel lächelte darüber; der Pilot arbeitete schon seit Jahren für seine Familie und kannte seine Vorlieben. In Gedanken nahm er sich vor, die Strecke erneut entlang zu fliegen, wenn sich Adiva etwas eingelebt hatte. Der Anblick war einfach zu schön.

Nur wenig später erreichten sie das kleinen Rabenstein-Schlösschen, das seine Eltern als ihren dauerhaften Wohnsitz auserkoren hatten. In einer Schleife eines kleinen Nebenflusses der Loire gelegen ragte es zu einem Teil ins Wasser. Die hellen, sorgfältig verputzten Mauern bildeten einen hübschen Kontrast zu den dunklen Schieferdächern, und Daniel ließ seinen Blick zu den vier nur leicht angedeuteten Ecktürmen gleiten, die aus dem kompakten Bau etwas hervorstanden. Im Nordturm lagen seine Zimmer, und er freute sich darauf, sie Adiva zeigen zu können. Sachte, so dass man die Landung kaum merkte, setzte das Shuttle auf dem von hohen, alten Eichen umgebenen und dadurch vom Schloss nicht einsehbaren Landeplatz auf.

"Wir sind da, Schatz." Daniel küsste Adiva auf die Schläfe. "Magst du ein paar Schritt laufen oder wollen wir uns bis zum Haus fahren lassen?"

"Wenn es dir nichts aus macht, würde ich mich gern ein wenig hinlegen, ich bin noch auf eine andere Umgebung eingestellt, fürchte ich." Adiva nahm sich vor, sich über den nächsten Bibliotheksterminal reichlich Lesematerial über die Umstellungserscheinungen zu holen. Abd Jabir waren noch nicht allzu oft auf der Erde gewesen, aber er meinte sich zu erinnern, dass sie von denselben Problemen berichtet hatten, die er nun an sich erfuhr.

Daniel hob etwas verwirrt die Brauen. Offensichtlich war Adiva auch noch verschlafen. "Deswegen wollte ich wissen, ob dir ein kurzer Spaziergang zum Haus gut tun würde oder du lieber eine Fahrt zum Bett hättest. Wir sind nicht direkt neben dem Schloss angekommen, meine Eltern wollten den Landeplatz nicht so nah haben, weil er optisch nicht dazu passt."

Daniel stand auf, als der Pilot die Türen öffnete und die Treppe ausgefahren wurde. Er reichte Adiva die Hand, um ihm beim Aussteigen zu helfen und wählte mit Rücksicht auf die Erschöpfung seines Schatzes eine Fahrt mit dem offenen Gleiter. Während ihr Gepäck noch ausgeladen wurde, lenkte Daniel das kleine Gefährt bereits über den breiten, weißen Anfahrtsweg zum Schloss hin.


© by Jainoh & Pandorah