Der falsche Arzt 6

 

Der falsche Arzt

6.

Aron war sogar zu müde für Alpträume. Kaum war er im Bett, driftete er auch schon weg. Am nächsten Morgen wurde er vom Duft frischen Kaffees und süßen Gebäcks geweckt. Erschrocken stellte er fest, dass die Sonne bereits aufgegangen war und sein Zimmer in goldenes Licht tauchte. Dann streckte er sich jedoch nur und blieb noch eine Weile liegen. Niemand wartete auf ihn; Frances hatte Oliver bestimmt Bescheid gegeben, dass sein Vater noch schlief.

Nach einem gemächlichen Frühstück mit einem herrlichen Blick auf den verschneiten Park, in dem die Bäume wie verzaubert glitzerten, fühlte er sich wesentlich besser als am Abend zuvor. Rasch wusch er sich, ehe er die von Edward herausgelegte Kleidung anzog, einen dunkelbraunen, offenen Tuchrock zu rostroter Weste und heller Hose. Ein Blick in den Spiegel ließ ihn den Hemdkragen noch einmal richten, dann verließ er sein Schlafzimmer, um sich dem neuen Tag zu stellen.

Zuerst stattete er Oliver einen kurzen Besuch ab, ehe er sich der unangenehmen Aufgabe widmete, sich um den Kutscher zu kümmern. Natürlich versuchte der Mann, Nick im denkbar schlechtesten Licht erscheinen zu lassen, was Aron die Laune zu verderben drohte. Schließlich ließ er ihn einfach vom Hof jagen, ohne Lohn und nur mit dem, was er am Leib trug. Bei dem Wetter würde er es ohne größere Probleme bis zum Ort schaffen und dort sollte er sehen, wie er weiterkam. Die Gerüchte würden mit Sicherheit ihr übriges tun, um dem Kutscher erst einmal das Leben zu versauern, und die Wahrheit über Nick würde dadurch als missgünstiges Gerede untergehen.

Nach einem recht spät eingenommenen Mittagessen beschloss er, dass es an der Zeit war, sich um Nick zu kümmern. Edward teilte ihm mit, dass sein komplizierter Angebeteter sich in der Bibliothek befand und bei den minimalen Mengen, die er zu sich genommen hatte, bestimmt bald umfallen würde. Aron schüttelte aufseufzend den Kopf.

Er fand ihn in einem der großen Sessel am hinteren Kachelofen versteckt hinter einem großen Buch. Es passte zu dem verschreckten Mann, sich so zurückzuziehen. /Ich will, dass du nicht mehr so verschüchtert bist/, dachte Aron ein wenig ungehalten und beschloss im gleichen Moment, dass er es ändern würde. "Nick? Darf ich Sie stören?"

Hastig erhob Nick sich und legte das Buch auf den Tisch. "Natürlich." Er war den Morgen über bei Oliver gewesen, dankbar, dass dessen Vater offensichtlich andere Dinge zu tun hatte und sie sich dort nicht begegneten. Aber angesichts des aufgeweckten Jungen hatte er sich gefragt, ob er die Wahrheit würde erzählen dürfen. Dieser Gedanken erleichterte ihm den Einstieg in das Gespräch, vor dem er sich schon den ganzen Vormittag über gefürchtet hatte. "Ich würde Oliver gern die Wahrheit über mich erzählen. Werden Sie das erlauben?"

Aron hob die Brauen und fragte dann ein wenig zynisch "Ah, dem Jungen kann man es erzählen, dem Vater nicht?"

"Bitte?" Verunsichert schloss Nick das Buch und trug es zum Regal zurück. "Ich würde ihm gern sagen, dass ich sein Hauslehrer und nicht sein Arzt sein kann." Mit Blick auf den verschneiten Garten, der durch die sinkende Sonne in orangefarbenes Licht getaucht wurde, blieb er am Fenster stehen. "Was für eine Wahrheit soll ich Ihnen denn noch sagen, Earl Wrothston?"

"Ob Sie gerne bleiben würden. Sie erschienen mir gestern eher abgeneigt. Dabei wäre es mir wirklich eine Freude, auch aus persönlichen Gründen. Besonders aus persönlichen Gründen."

Nick blinzelte, dann lächelte er leicht, während seine Wangen sich erhitzten. Der Hinweis, dass Aron ihn mochte, schüchterte ihn ein und erschreckte ihn. Aber zugleich gab ihm der Mann eine Chance. "Ich würde gern bei Oliver und Ihnen bleiben, Mylord."

"Es freut mich, das zu hören." Das Lächeln überraschte Aron und brachte ihn dazu, es leicht zu erwidern, ehe er auf Nicks ursprüngliche Frage antwortete. "Ich glaube, dass Oliver zu jung ist, um die wahren Hintergründe zu erfahren. Er sollte sich zur Zeit nicht mit solchen Intrigen auseinander setzen müssen; dafür ist mir auch seine Gesundheit noch zu schwächlich." Mit einer einladenden Handbewegung wies er auf die Fensternische, in der sein Schachtisch stand. "Eigentlich bin ich gekommen, um sie zu fragen, ob Sie mir etwas Ihrer Zeit schenken wollen. Spielen Sie Schach?"

Nick wandte sich zur kleinen Fensternische. "Ich spiele nicht sonderlich gut", meinte er leise, aber nahm auf einem der gepolsterten Stühle Platz. Mechanisch baute er die schönen Marmorfiguren auf. Gut, der Earl hatte angedeutet, dass er nicht nur Männer, sondern dass er speziell Nick gern hatte. Erwartete er nun von Nick als Gegenleistung für sein Schweigen etwa Zuneigung? Sollte Nick nicht nur für Oliver, sondern auch Aron eine Abwechslung während der dunklen Wintermonate werden? Der Gedanke erschreckte Nick, so wollte und konnte er von Aron nicht denken. Seine Finger gehorchten ihm nicht und warfen die Dame samt Läufer zwei Male um, bevor er sie auf das passende Feld gestellt hatte. Er war schrecklich in den Mann verliebt, aber so eine Vereinbarung würde er nicht einhalten können, es würde ihn zu sehr verletzen.

"Meinen Sie, ich will Oliver zu sehr beschützen?" Aron nahm ihm gegenüber Platz und beobachtete verärgert die bebenden Hände des anderen Mannes. Jetzt war Nick noch unsicherer als zuvor. Um wie viel leichter war es mit Simon gewesen! Der kleine, zierliche Schneider hatte forsch die ersten Schritte unternommen und keine Fragen offen gelassen. Ja, Simon hatte er geliebt, aber leider war er nicht so sehr wiedergeliebt worden. Die Affäre mit dem Diener im alten Familiensitz hingegen war zwar nett, aber nicht aufregend gewesen. Und nichts hatte ihn auf jemanden vorbereitet, der so verschüchtert war. Wie sollte er das nur ändern, ohne dass Nick sich vorkam, als müsste er aus Dankbarkeit... /Verdammt! Wenn jemand dankbar sein muss, dann bin ich es! Warum begreift er das nicht?/

"Nein, aber ich glaube nicht, dass Oliver das lange glauben wird." Nick richtete seine Figuren aus und wartete, dass sein Gegenüber den ersten Zug machte.

Eine Weile spielten sie schweigend, ehe Aron nach einem ungeschickten Zug aufsah. Dem Spiel mangelte es an Finesse und Konzentration, aber das war kein Wunder. "Ich will nicht, dass Sie sich in meiner Nähe unwohl fühlen, aber genau das tun Sie. Wenn wir allein sind, bitte ich Sie darum, den Earl zu vergessen. Ich bin Aron, nicht nur der Herr von Wrothston."

"Ich weiß nicht. Soll ich Sie Aron nennen, Mylord?" Unsicher setzte Nick seinen Läufer in eine gefährliche Position vor die Dame seines Herrn, um von der Verletzlichkeit seines Königs ein wenig abzulenken. Er hob den Kopf und erstarrte, weil Aron ihm direkt in die Augen sah, ein wenig ungehalten, vielleicht auch enttäuscht. "Verzeihung. Ich wollte sagen, dass es mir eine Ehre ist, Aron." Nick deutete verstört noch eine Verbeugung im Sitzen an und hauchte "Sie können mich nennen, wie Sie möchten."

"Sehen Sie, schon wieder habe ich erreicht, dass Sie sich unwohl fühlen", murmelte Aron leise und nahm gedankenlos Nicks Läufer. "Dabei wollte ich doch das Gegenteil erreichen."

"Es tut mir leid... Aron." Nick brachte mittels Rochade seinen König in Sicherheit und stützte sein Kinn ein wenig müde geworden in die Hand. "Ich bin nur ein kleiner Hauslehrer. Ich bin es nicht gewohnt, dass die Lords und Ladies überhaupt mit mir sprechen."

"Was eine Dummheit der werten Herrschaft ist. Immerhin unterrichten Sie ihre Kinder, da sollte man schon meinen, dass sie ein Interesse daran hat, den Lehrer kennen zu lernen. Aber leider weiß ich auch, dass es sogar eine Ausnahme ist, wenn man seine Kinder so liebt wie ich Oliver." Aron seufzte. "Ich werde es ihm erklären, und damit natürlich auch Frances." Er zögerte, aber sagte dann "Ihr werde ich auch sagen, warum Sie Ihr letztes Dienstverhältnis aufgeben mussten. Es wird sie nicht stören; Sie haben Oliver gerettet, und sie liebt ihn wie einen Sohn."

Nick war nicht gerade erfreut darüber, dass Aron offensichtlich wieder auf dieses peinliche Thema zu sprechen kommen musste, aber er schüttelte den Kopf, während er den Blick auf seine Figuren heftete. Eigentlich war es ihm mehr als nur unangenehm. Er schämte sich seiner auch so schon genug, seit die Köchin ihn erwischt hatte, um ihn dann vor dem Lord zu blamieren. Es war genau die Frau gewesen, die zuvor so gut zu ihm gewesen war wie eine Mutter. Er war misstrauisch aus Erfahrung, und das würde er sicherlich bleiben.

Aron merkte durchaus, dass Nick der Gedanke nicht gefiel. Aber Gerüchte würden sie selbst hier erreichen, und dann war es besser, wenn die entscheidenden Leute bereits Bescheid wussten. Sie beendeten das Spiel unentschieden, denn auch wenn Nick vielleicht nicht gut spielen konnte, so war Aron nicht bei der Sache.

Nachdem sie die Figuren weggeräumt hatten, stand er auf und entschuldigte sich, um zu Oliver zu gehen. Er brauchte lange, ehe er die richtigen Worte fand, um es dem Jungen zu erklären, und danach kuschelten sie eine Weile, bis schließlich Oliver meinte "Papa, du musst dir keine Sorgen mehr machen. Jetzt ist ja Nick da und passt auf mich auf!"

Das brauchte Aron zum Lachen, und er wuschelte seinem Sohn durch die Haare. "Da hast du Recht. Nick ist da."

Das Gespräch mit Frances war wesentlich kürzer. Sie zog auf seine Eröffnungen nur die Brauen hoch und nickte.

In den zwei Wochen vor Weihnachten bemühte Aron sich, so viel Zeit wie möglich mit Nick zu verbringen, ohne unangenehme Themen anzuschneiden. Er speiste abends regelmäßig mit ihm, führte ihn durch die Ställe und ritt mit ihm aus, um ihm auch die Parkanlage mit ihren kleine, vereisten Seen und winterlich verschneiten Pavillons oder die wildromantische Küste zu zeigen.

Manchmal, wenn Aron nur einen kurzen Ausflug geplant hatte, begleitete sie auch Oliver. Aron konnte kaum glauben, wie sehr sich sein Junge zu verändern begann. Seit er nicht mehr ans Bett gefesselt war, wurde er immer munterer und tat all die Dinge, die Kinder in seinem Alter tun sollten. Langsam nur und von Pausen unterbrochen, denn die Jahre der Krankheit konnte man nicht so schnell abschütteln, aber doch immer kräftiger werdend. Allein dafür würde er Nick auf Ewig dankbar sein.

Am Abend des vierten Advents war Oliver zum Abendessen mit dabei und amüsierte Aron und Nick mit seinen wilden Plänen für die nächsten Tage. Vom Schneemannbauen bis Schlittenfahren war alles dabei und es war so viel, dass die Zeit bis Weihnachten gar nicht ausreichend war. Schließlich kam Frances, um ihn ins Bett zu bringen, und Oliver verabschiedete sich sowohl von seinem Vater wie auch von Nick mit einer Umarmung. Lächelnd sah Aron ihm hinterher, ehe er sich mit Nick ins Herrenzimmer begab, um dort noch gemütlich einen Tee zu trinken.

"Haben Sie einen Wunsch, Nick, den ich Ihnen erfüllen kann? Vermissen Sie hier irgendetwas? Ich bin Ihnen so dankbar, was Sie für Oliver getan haben, dass ich mich täglich aufs Neue frage, wie ich es Ihnen je vergelten kann."

Nick ließ den kleinen Band mit Gedichten sinken und schüttelte den Kopf, ohne lange nachzudenken. "Nein, ich bin sehr glücklich hier, vielen Dank." Und Aron war gut zu ihm, unternahm täglich Dinge mit ihm und Oliver, ließ Nick den Unterricht in Ruhe gestalten, auch wenn Aron nicht selten mit einem Mal in der Tür zur Bibliothek stand und Nick sich nicht beantworten konnte, wie lange der Mann sie schon beobachtete hatte. An keinem Tag hatte Aron jedoch mehr von Nick verlangt. Nie war er ihm zu nahe getreten.

Aron lachte leise. "Sie machen es einem schwer, sich erkenntlich zu zeigen. Dabei tun Sie nicht nur etwas für Oliver. Ich genieße ihre Gesellschaft täglich aufs Neue. Gott hat es gut mit mir gemeint, als er Sie hier hat stranden lassen. Wenn Sie etwas wünschen, scheuen Sie sich nur nicht, es mir zu sagen. Vielleicht fällt Ihnen in London etwas ein. Ich habe vor, nach Olivers elftem Geburtstag im März, wenn er sich gänzlich erholt hat, wieder einige Zeit in der Stadt zu verbringen. Hier ist es mir zu abgeschieden."

"Ich genieße mein Leben bei Ihnen, mir fehlt wirklich nichts", gab Nick zurück und wandte den Blick wieder auf sein Buch.

Aron betrachtete Nick eine Weile still. Der Feuerschein malte rotgoldene Reflexe in Nicks Haar, die vom weichen Gaslicht der Leselampe ein wenig aufgehellt wurden. Durch die häufigen Ausflüge hatte sein Gesicht Farbe bekommen, was ihm gut stand und die grauen Augen mehr hervorhob, die ohnehin den Blick immer auf sich lenkten. Überhaupt war der ganze Mann an diesem Abend wundervoll, und die Kombination aus grauer Hose, blaugrauer Weste und blauem Jackett, die der Schneider in der vergangenen Woche mit einigen weiteren Kleidungsstücken an seine Größe angepasst hatte, unterstrich den Eindruck noch.

Aron beobachtete, wie Nick gedankenverloren seine Fingerspitzen mit der Zunge befeuchtete, um umzublättern und lächelte, als ihn wieder dieses kleine Prickeln erfasste. "Wissen Sie, dass Sie heute besonders bezaubernd aussehen, Nick?"

Erschrocken sah Nick erneut zu seinem Arbeitgeber hinüber und fand sich mit dem direkten Blick aus dessen Augen konfrontiert. "Danke." Errötend suchte er nach weiteren Worten und sagte schließlich "Neben Ihnen fühle ich mich dennoch immer wie nicht vorhanden." Er wurde noch eine Spur mehr rot und wandte sich hastig dem Buch wieder zu. "Sie machen mich immer so verlegen."

"Sie verstecken sich viel zu sehr und denken zu gering von sich, aber wenn Sie sich sicher fühlen und ausgelassen sind, haben Sie eine unheimlich lebendige Ausstrahlung." Darum liebte Aron es so, ihn mit Oliver zu sehen. Nicht nur sein Sohn genoss die Nähe seines Lehrers, auch Nick blühte bei ihrem Zusammensein immer auf. Aron beneidete Oliver ein wenig um die Fähigkeit, Nick so oft zum Lachen zu bringen.

"Nein, ich bin nur ein kleiner Hauslehrer. Es macht mich glücklich, dass ich so viele Freiheiten habe." Nick legte das Buch auf den kleinen Tisch, nachdem er ein mit Glasperlen verziertes Lederband als Lesezeichen hinein geschoben hatte. "Ich sollte Oliver besser eine gute Nacht wünschen."

Aron stellte die leere Teetasse beiseite, stand auf und trat neben Nick. Mit einem Kopfschütteln und einem leisen Seufzen sah er auf ihn hinab. "Das ist genau das, was ich gesagt habe. Sie machen sich zu klein. So klein sind Sie nicht. Sie sind ein wundervoller Mann." Er verneigte sich leicht und griff in der Bewegung nach Nicks Hand, um zart seine Fingerrücken zu küssen. "Gute Nacht." Damit wandte er sich ab und verließ das Zimmer. Nick roch so gut, und fast hätte ihn der Duft verleitet, ihn auch auf die Wange zu küssen, oder vielleicht sogar auf den verlockenden Mund, aber dazu war es noch zu früh. Viel zu früh. Aron lächelte, als er gemächlich den Gang hinab ging, um selber bei Oliver vorbei zu schauen.

Still blieb Nick eine Weile lang sitzen, die Hand auf halben Weg erhoben, wo Aron sie aus seinem leichten Griff entlassen hatte. /Mein Herr hat mich gerade auf die Finger geküsst./ Im verwirrenden Wirbel gefangen erhob Nick sich und ging den Gang in Richtung Olivers Zimmer entlang. /Er hat mich gern, findet mich entzückend./ Die Gedanken ließen sich nicht fassen, huschten durch seinen Kopf. Noch immer verträumt lächelnd klopfte Nick an und betrat Olivers Schlafzimmer. In der Tür erstarrte er, als sein Blick auf Aron fiel, der noch am Bett seines Sohnes saß.

"Oh. Ich wollte nicht stören. Gute Nacht, Oliver", brachte er schließlich heraus.

"Sie stören nicht." Aron beugte sich vor und küsste Oliver auf die Stirn. "Gute Nacht, schlaf gut." Er stand auf, um Platz für Nick zu machen. Beim Rausgehen gelang es ihm, Nicks Blick einzufangen und kurz festzuhalten. Er lächelte dem jungen Mann zu und liebte es, dass sich seine Wangen schon wieder zart röteten. /Nein, gering bist du nicht. Du bist neben Oliver zum Wichtigsten für mich geworden, und das in nur so kurzer Zeit./


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by Meike "Pandorah" Ludwig & Jainoh