Zwischen den Welten

11.

Milan sah seinem Geliebten hinterher und spürte einen feinen Stich in der Brust. /Er hat abgelenkt. Er will nicht, dass ich es erfahre./ Unwillig schüttelte er den Kopf und stand auf. /So ein Unfug. Vielleicht will er es mir nur selber sagen? Himmel, warum muss ich so unwissend sein! Warum habe ich ihn nicht schon viel früher viel mehr gefragt?/

Er kannte die Antwort; er war viel zu erschöpft gewesen. Meistens war er ihm einfach nur hinterher getrottet. /Ohne ihn wäre ich gestorben. Ich wäre in die falsche Richtung gelaufen und hätte die falschen Früchte gegessen./ Das Gefühl an Liebe, das ihn mit einem Mal durchströmte, überraschte ihn und weckte in ihm den Wunsch, Niel hinterher zu laufen, ihn in die Arme zu ziehen und ihn lange und anhaltend zu küssen.

Stattdessen strich er seine langen Haare hinter die Schultern zurück und sah zu Jeremis hinüber. /Sie kennen sich nicht, aber irgendetwas ist da... Ob Jeremis schlechte Erfahrungen mit Jumern gemacht hat? Immerhin war er hier Sklave. Aber jetzt lebt er ja offensichtlich ganz gut. Er hat gesagt, nach dem Essen ist Zeit für Fragen. Ich bin voll und ganz dafür./

Als Essraum diente ihnen auf dem Gut seit einiger Zeit der verglaste Erker, mit Blick auf Kees' Kräutergarten und ein Stück von der Steppe. Sonst saßen Jeremis, Hame und Kees immer an einem runden Tisch auf ihren Stammplätzen, doch heute war dieser zu einem Oval ausgezogen und die Stühle waren anders verteilt.

Die hellen Gardinen waren aufgezogen, Blumen standen in einer verschnörkelten Vase auf dem Fensterbrett neben den Farnen, und Kees hatte das gute Geschirr gedeckt, das Raoul aus der Stadt ihnen einmal zum Lichterfest geschenkt hatte.

Mit einem versteckten Grinsen bemerkte Jeremis, wie Hame zögerte und ihre Mundwinkel sich unwillig verzogen. Er kannte niemanden, der so sehr ein Wesen der Gewohnheiten war wie Hame. Jeden Tag die selben Abläufe, in denselben Räumen, das gab ihr Sicherheit und machte sie glücklich.

Endlich schob Hame die Ärmel ihres karierten Hemdes noch einmal hoch und setzte sich abrupt auf einen der Stühle. Ihr nächster Blick galt Niel in ihren Kleidungsstücken, und sie senkte den Kopf leise fluchend noch ein Stückchen weiter.

Milan bemerkte, wie Kees darüber verhalten lächelte, während er eine kleine Kelle neben die Sauciere legte und den Deckel von einer Platte mit Braten nahm. Doch dann wanderte auch die Aufmerksamkeit des anderen Mannes kurz zu Niel, und Milan fand, dass er mit einem Mal nicht mehr ganz so fröhlich wirkte. /Wegen ihm also ist er heute morgen weggelaufen. Aber warum? Weil er zur Oberschicht gehört?/

Der Gedanke war ihm unangenehm und machte ihm auch ein wenig Angst. Wieso sollte sich jemand von der Oberschicht mit einem... entlaufenen Sklaven abgeben? Selbst wenn Niel vorhatte, mit ihm auch weiterhin zusammen zu sein, gab es da immer noch dessen Familie, Verpflichtungen. Wieder fiel ihm auf, wie wenig er wusste. Sowohl über diesen Planeten, wie auch über den Mann, in den er sich verliebt hatte.

Unmerklich seufzte er auf und schob die Sorgen weg von sich. Dafür war später Zeit. Der leckere Geruch des Essens ließ ihm ohnehin schon das Wasser im Mund zusammenlaufen, so dass es nicht schwer war, sich abzulenken. Unsicher, wo er sich setzen sollte, warf er einen Blick zu Jeremis, der mit einem Lächeln auf einen Stuhl wies.

Ihre beiden Gäste saßen aus Höflichkeit mit Blick auf den Garten raus, der nach einem Regenschauer am Morgen nun in dampfende Nebel gehüllt dalag und besonders malerisch wirkte. Während sie nach einer kurzen, steifen Vorstellung zu essen begannen, sprach keiner ein Wort. Doch dann hob der Jumer den Kopf und wiederholte seine Frage. Seine Aussprache war deutlich und verriet seine Herkunft aus einem der Adelshäuser. Während Kees sich tiefer über seinen Teller beugte, wie um sich unsichtbar zu machen, zuckte Hame erneut und starrte ihn unverwandt an, was er jedoch ignorieren konnte.

Jeremis wünschte sich mit einem Mal, dass er den Klatsch und Tratschteil der Nachrichten auch einmal gesehen hätte. Vielleicht wüsste er dann auch, aus welchem Adelshaus der Kleine kam. Er sah seine Mechanikerin scharf an, bis Hames Schultern sich versteiften und sie ihren Kopf über ihren Teller senkte. Er seufzte still, bevor er begann, dem Jumer zu erklären, wo sie sich befanden, wie weit es nach Jumelaan war und wann der nächste Wagen fahren würde.

Milan hörte ihm aufmerksam zu, während er unauffällig zu Hame und Kees schielte. /Sie mögen ihn beide nicht. Ohne ihn zu kennen./ Mit einem Mal fiel ihm auf, dass Hame genauso kleine Ohren hatte wie Kees, jedoch definitiv die eines Jumers, nicht die runden menschlichen. /Oh. Vielleicht liegt es daran. Dass sie zu einer anderen Art Jumer gehören? Wie auf der Erde die verschiedenen Völker. Möglicherweise kommen sie nicht besonders gut miteinander aus./ Er blinzelte und war für einem Moment von Jeremis' Erklärung abgelenkt, als ihn das auf einen anderen Gedanken brachte. /Oder es sind Mischlinge? Kann das sein? Halb Mensch, halb Jumer?/

"Ruf doch deine Leute, dich abzuholen", schlug Jeremis endlich vor und betrachtete das konzentrierte Gesicht des Jumers. Man mochte sie niedlich finden, sich in den ersten Tagen auf Jume in sie verlieben wie der junge Mann auf der anderen Seite des Tisches, aber nach einigen Jahren hatte man sich einfach an ihr Aussehen gewöhnt und konnte dafür ihre Gesichtszüge besser lesen.

Niel schüttelte den Kopf leicht und sah irritiert und leicht verunsichert aus. "Das geht nicht. Mir liegt daran, unbemerkt in die Stadt zurück zu kommen."

Er fluchte in dem Moment eine Weile vor sich hin. Das Gut lag auf dem äußersten Ring. Sie hatten die Bergkette an dem Ende erreicht, das am Weitesten von den großen, befestigten Pfaden entfernt lag. Es würde einige Tage dauern, bis sie in einem Warentransport mitfahren konnten. Nervös den Blicken der beiden Halblinge ausgesetzt, aß er zu viel und begann träge zu werden.

Er sehnte sich nach Milans Umarmung und wollte am liebsten an ihn gekuschelt alle seine Probleme vergessen. /Wenn ich 'meine Leute' rufe, um mich abzuholen, dann lassen sie hier auf dem Gutshof keinen Stein auf dem anderen. Das geht nicht. Das kann ich Jeremis nicht antun./

Er erschauderte bei dem Gedanken, dass Jashuun mit Sicherheit dabei sein würde. Dessen Gesicht, dessen Gesten würden den freundlichen Menschen, der sie aufgenommen hatte, mit Sicherheit nur verletzen. "Wann fährt der nächste Warentransporter von hier zur Stadt?"

Er sah dem Menschen in das Gesicht und stellte fest, dass dieser ihn beobachtet, womöglich durchschaut hatte. Die grünen Augen waren schmal und der Zug um den Mund wirkte wie in verschiedene Überlegungen vertieft. Niel hielt dem Blick stand, und nach einer kurzen Zeit erklang die harsche Stimme des weiblichen Halblings "In zehn Tagen. Alle zehn Tage nur."

"Danke. Jeremis, können wir solange hier bleiben?" /Wie erkläre ich nur, dass ich zehn Tage, nein, viel länger noch! Hier auf dem Gut war?!/ Niels Gedanken trieben hilflos vor sich hin, er konnte keinen Entschluss fassen, jeder seiner Pläne klang undurchführbarer, jede seiner Ausreden unglaubwürdiger als die Vorangehende.

Der dunkelhaarige Gutsbesitzer half ihm weiter, als das Essen sich zum Ende neigte. "Ihr dürft gern als meine Gäste bleiben. Ich habe ab und zu Jumer aus der Stadt, die sich ansehen wollen, wie man Wein herstellt, dafür seid ihr zu der genau richtigen Zeit hier. In zehn Tagen, nein, in neun eigentlich, kommt der Warentransport, und da könnt ihr mitfahren."

Jeremis schüttelte innerlich den Kopf. Wie konnte er nur diese beiden einladen? Wieso tat er das? Um mehr über den jungen Mann zu erfahren, dessen Naivität aus jeder seiner Poren zu sickern schien? Entschlossen wendete er den Kopf und sah ihm in das Gesicht. "Willst du auch so lange bleiben, Milan?"

Milan nickte mit einem kleinen Lächeln. "Ja, gerne. Danke."

Ihm blieb auch nicht viel anderes übrig. Zum Einen wollte er sich nicht von Niel trennen, auf keinen Fall, und zum anderen kannte er sich hier nun wirklich nicht genügend aus, um das Risiko auf sich zu nehmen, allein loszuziehen. /Neun Tage. Das sollte reichen, um wenigstens einen groben Überblick zu bekommen. Dass ich mir nicht ganz so dumm vorkomme wie jetzt./ Er legte das Besteck auf seinen Teller, lehnte sich ein wenig zurück und sah zu Kees hin. "Es war ausgesprochen lecker. So gut habe ich schon ewig nicht mehr gegessen."

"Danke. Aber das war auch nicht schwer." Kees lachte auf und zwinkerte ihm zu. "Ich glaube kaum, dass ihr in der Steppe und im Wald kochen konntet."

"Da könntest du unter Umständen recht haben." Milan musste schmunzeln; er griff nach seinem Glas und nippte an dem Wein, der zwar wie fast alles hier ein wenig eigen, jedoch sehr gut schmeckte. "Aber es war trotzdem ausgezeichnet."

Er wandte sich wieder Jeremis zu, fühlte sich ein wenig unsicher bei seiner nächsten Frage. "Es ist unheimlich nett, dass du uns hilfst. Dass ihr uns hier aufnehmt, obwohl ihr uns nicht kennt. Ich habe zwar keine Ahnung, ob ich hier irgendetwas tun kann, was von Nutzen wäre, aber ich würde gerne helfen. Irgendetwas tun. Im Zweifelsfall – ich kann ganz gut Gemüse putzen, und zum Fegen und Schrubben bin ich auch in der Lage." Er grinste ein wenig schief. Nein, er wollte sich nicht neun Tage lang auf Kosten dieses freundlichen Mannes durchfüttern lassen.

Jeremis betrachtete Milans motivierten Gesichtsausdruck, die Körperhaltung, die zeigte, dass der junge Mann seine Energie einsetzen wollte, und lächelte leicht. "Kannst du mit Maschinen umgehen? Nein, vermutlich nicht, nicht mit den Maschinen hier, jedenfalls. Hm. Wir finden schon noch etwas, das ihr hier tun könnt. Heute könnt ihr euch erst noch ein wenig ausruhen. Wenn ihr wollt, zeige ich euch den Gutshof."

"Gerne." Milan sah zu Niel hin und lächelte. "Zumindest mich würde es interessieren." Bestimmt böte sich auch die Gelegenheit, währenddessen einfach mit Jeremis zu reden, ihm Fragen zu stellen. Die Sicht eines Menschen auf diesen Planeten zu bekommen. Für die der Jumer würde er noch genug Zeit haben. Immerhin teilte er mit Niel ein Zimmer – und ein Bett. Sein Lächeln vertiefte sich, als er eine Hand auf die schmale, vierfingrige seines Geliebten legte. "Kommst du auch mit, Liebling?" Das Kosewort rutschte unbeabsichtigt raus und brachte Milan dazu, leicht zu erröten. Er spürte die Hitze in seinen Wangen und hoffte nur inständig, dass es nicht auffiel.

Niel lächelte weich und beugte sich zu ihm, um einen raschen Kuss auf seine Schläfe zu hauchen, dann erklärte er gähnend "Ich weiß, wie ein Gutshof aufgebaut ist und würde gern noch ein wenig schlafen, wenn es erlaubt ist." Mit einem leichten Nicken verabschiedete er sich von den anderen und lief leise aus dem Raum und die Treppe hinauf.

Jeremis sah dem Jumer einen Moment lang nach und fragte sich, ob dieser aus Takt ging oder ob er andere Ziele verfolgte. Dennoch setzte er ein offenes Lächeln auf, während er sich erhob und Milan den Vortritt in den Garten ließ.

Milan streckte sich und gähnte verhalten, als er das Zimmer verließ und an die frische Luft kam. Das gute Essen hatte ihn träge gemacht, doch er wollte nicht schon wieder schlafen. Er war lange genug im Bett gewesen, selbst wenn er noch einiges aufzuholen hatte. Zum Schlafen würde er am Abend noch kommen.

Er drehte sich zu Jeremis um und wartete, bis dieser die Verandatür geschlossen hatte. "Wie lange bist du schon hier?"

Jeremis wählte den Weg zu den Maschinenräumen, um die Tour bei den Feldern zu beginnen. "Ich war vierzehn, wie alt ich jetzt bin, weiß ich nicht genau, weil die Zeiten hier anders vergehen. Es dürften schon so zwanzig Jahre sein."

"Vierzehn?" Milans Augen weiteten sich, scharf sog er die Luft zwischen den Zähnen ein. /Jünger als viele der Kinder, die ich unterrichte!/

Sein Magen schien sich mit einem unangenehmen Stechen zusammenzuziehen. "Das ist... Verdammt! Das ist unverantwortlich! Wie können sie das tun?", fragte er aufgebracht. "Du warst ein Kind!" Er ballte die Hände zu Fäusten und presste die Lippen zusammen, atmete tief durch, um sich zu beruhigen. Es half nicht viel. "Du bist kein Einzelfall, lass mich raten."

"Ich war noch recht alt, mein Freund aus der Stadt, Raoul, war erst neun." Jeremis öffnete die Scheunentore, um seinen zwei Erntegleiter vorzuführen. "Sie sind schon etwas älter, aber tun ihren Dienst dank Hames Hilfe und Mühe noch einwandfrei. Sie gleiten, weil sie mit einer Art Magnetfeld vom Boden abheben. Ihre Energie bekommen sie bei Tage aus der Sonne, bei Nacht aus Schwingkörpern im Inneren."

Jeremis lehnte sich gegen einen der silbergrauen flachen Maschinen und betrachtete Milan. "Was hast du gelernt, bevor du hergekommen bist. Du siehst mir etwas älter aus. Hast du alles vergessen, oder erinnerst du dich noch an Kleinigkeiten?"

"Vergessen?!" Ungläubig sah Milan den Mann an, die Erntegleiter, so interessant er sie vor ein paar Sekunden noch gefunden hatte, waren vergessen. Sein Herz schlug schneller, hart fast, gegen seinen Brustkorb, doch er konnte nicht sagen, ob vor Wut, Schreck oder Empörung. "Sag nicht, du erinnerst dich an nichts mehr aus deinem Leben auf der Erde?", fragte er fassungslos. "Sie haben... Sag nicht, dass sie die Erinnerung löschen."

"Man erinnert sich an nichts mehr, das man auf der Erde erlebt oder gelernt hat. Man vergisst alles, auch den Namen. Den sagen sie einem und schreiben ihn auf das Transmitterband, das man dann ja seine fünf Jahre mindestens trägt."

"Oh Gott", brachte Milan nur hervor und starrte in die grünen Augen des Mannes vor ihm. Er spürte, wie ihm alle Farbe aus dem Gesicht wich, sein Atem ging flach. "Sie haben dir einfach vierzehn Jahre deines Lebens weggenommen?" Ihm wurde regelrecht schlecht, als er daran dachte, was das hieß. "Du... du erinnerst dich nicht an deine Eltern? An deine Freunde? Sie alle... alle, die ich im Transporter gesehen habe, wissen nicht mehr, dass sie Familie hatten? Kinder? Geliebte? Und mir wollten sie es auch wegnehmen?"

Alles. Jedes Lachen, jede Freude. Jede Träne. Gefühle, die Jahre, die ihn zu dem Menschen gemacht hatten, der er war. Die Erfahrungen, sein Wissen. "Gott verdammt... Was sind das für Menschen?"

„Nun, wir waren nicht so unglücklich damit. Wir hatten das normale Wissen, die Instinkte, das Wissen, dass etwas heißes verbrennt und so fort und zur gleichen Zeit haben wir uns nicht an die Familien erinnert, konnten sie also nicht vermissen. Ich hatte in den anderen Männern eine neue Familie.“Milan schüttelte nur ungläubig den Kopf. "Das stört dich nicht? Gar nicht?" Mit einem Mal fröstelte er, obwohl es so warm war. "Das ist grausam! Stell dir vor, jemand würde dir deine Erinnerung an dieses Weingut wegnehmen. An Hame und Kees. An deinen Freund in der Stadt. Macht dich das nicht wütend?"

Jeremis senkte den Kopf, dann erklärte er leise "Aber ich weiß ja nicht was. Zudem. Die meisten erinnern sich nicht einmal daran, etwas verloren zu haben. Sie wissen nur, dass sie arbeiten sollen und am Ende der Zeit ihren Lohn bekommen. So einfach ist das. Gehen wir weiter."

Es deprimierte ihn, denn Milans leidenschaftliche Art machte Jeremis wieder klar, dass es so einfach doch nicht war. Aber er konnte nichts vermissen, das er nicht kannte. Die Gefühle für das Wort Erde verliefen sich im Sand bei ihm.

Sie gingen den leicht ansteigenden Weg hinauf, und Jeremis zeigte Milan die zwei Rebensorten, auf die er sich spezialisiert hatte. Er erklärte ihm, woran man sah, dass die Trauben reif waren, und wieso er sich in diesem Herbst auf überreife Trauben einließ, auch wenn es ein heikles Geschäft war.

"Der Weinbrand, den ich daraus destilliere, ist beliebt, bringt mir das meiste Geld ein. Wir können heute Abend einmal einige Sorten kosten. Trinkst du gern Wein, Milan? Du hast mir noch immer nicht gesagt, was du gearbeitet hast."

"Ich bin Lehrer in der Mittelstufe. Das heißt, ich unterrichte Kinder von der fünften bis zur zehnten Klasse." Milan strich sich mit beiden Händen die Haare aus dem Gesicht, die der warme Wind ihm immer wieder in die Augen trieb. Kurz hielt er sie fest, dann flocht er einen losen Zopf, der sich ohnehin gleich wieder auflösen würde. "Also im Alter von etwa zehn bis siebzehn Jahren", erklärte er, als ihm einfiel, dass Jeremis kaum etwas damit würde anfangen können.

Er sah den anderen Mann von der Seite an, verfolgte die Linie seines Profils mit den Augen, die gerade Stirn, die markante Nase, die Lippen und das kräftige Kinn, das keinerlei Anzeichen von Bartstoppeln aufwies.

/Wo mag er hergekommen sein, ehe sie ihn entführt haben? Wie ist er dazu gekommen, in einem ihrer Transporter zu landen? Einfach! Wie kann er sagen, dass es einfach ist? Wenn ich wüsste, dass mir jemand einen Teil – oder sogar alles – meiner Erinnerungen geraubt hätte, könnte ich nicht so ruhig bleiben. So wie er klingt, hat es ihn nie sehr gestört... Warum?/

"Soll ich dir von der Erde erzählen?", fragte er, ehe er sich zurückhalten konnte. /Du bist ein Idiot. Warum sollte es ihn interessieren? Er lebt hier, er wohnt hier, er hat sich hier etwas aufgebaut und wird auch nicht mehr auf die Erde zurückkehren, wenn er die Möglichkeit dazu hätte. Mit Sicherheit nicht./

Mit einem Mal spürte er eine fast schmerzhafte Sehnsucht nach zu Hause. Nach seinen Eltern und seiner Schwester, nach seinem besten Freund Jens, nach all seinen Kumpels, selbst nach dem Nieselregen und dem Nebel, der bestimmt mittlerweile jeden Morgen vor den Fenstern lauerte.

"Nein..." Jeremis zögerte kurz, dann ließ er sich auf einem der niedrigen Holzgitter zwischen den Reihen mit Weinstöcken nieder. /Lehrer... er weiß noch alles, was er gelernt hat... Lehrer./ Diese Gedanken brauchten Zeit, und ein anderer Gedanke war wichtiger. Jeremis wusste, dass es besser war, den attraktiven, jungen Mann gleich auf die Grenzen bei seinen Träumen, seinen Plänen hinzuweisen.

"Milan, du wirst keinen Menschen finden, der sich erinnern möchte. Es gibt hier niemanden, der zurück will. Die Alternativen sind hier besser als dort. Ich weiß nicht, ob es ein Trick von ihnen ist, aber ich habe noch keinen getroffen, der sich überhaupt an die Erde erinnern konnte. Bei mir ist das ein Versehen gewesen, und ich bin eher traurig über das Wissen, als es zu begrüßen." Er spürte, dass dieser wundervoll naive und durch seine Erfahrungen verunsicherte Mann ihm gegenüber nicht verstand, wovon er redete.

Seufzend rieb sich Jeremis die Augen. "Kennst du den Planeten Ajest? Erzähl mir doch mal von Ajest", schlug er vor und beobachtete, wie Milan seine Augenbrauen zusammenzog. Die Haare des jungen Mannes wehten ihm in das Gesicht und weckten den dringenden Wunsch in Jeremis, sie ihm hinter die Ohren zu streichen. Sie sahen gewaschen und gekämmt wundervoll weich aus, schimmerten im kräftigen Licht der Sonnen.

Still sahen sie sich einen Moment lang an. "Du kennst Ajest nicht, und es bedeutet nur ein Wort für dich, nicht wahr? Genau so ist es für mich mit der Erde. Ich würde dir zuhören, Milan. Ich würde staunen, aber es würde mir nicht mehr bedeuten als für dich ein Vortrag über Ajest, den ich dir halten könnte."

Er lehnte sich dichter zu Milan hin und raunte leise "Und ich weiß, dass es dich mehr verletzen würde als dir helfen, wenn du mir zu erzählen beginnst. Von Jume gibt es für Menschen keinen Weg, der sie fortbringt. Selbst wenn, wohin? Ehrlich gesagt, ich würde Ajest bei meinem jetzigen Wissen um Klima, politische Lage und Grundstückspreise der beiden Planeten vermutlich den Vorzug geben."

"Wohin? Du fragst allen Ernstes, wohin?" Milan spürte, wie seine Kehle eng wurde, und es half nur wenig, dass er schluckte. Auch wenn der andere es nicht darauf abgesehen hatte, ihn zu verletzen, schmerzten seine Worte. Milan verschränkte die Arme vor der Brust, halb wie um sich zu schützen, halb um sich selber Halt zu geben und starrte auf einen verschwommenen Punkt in der Ferne, um seine Augen am Brennen zu hindern.

Als er weitersprach, war seine Stimme heiser. "Nach Hause, Jeremis. Nach Hause zu den Menschen, die ich liebe. Ja, du hast recht, dein Ajest interessiert mich nicht. Die Grundstückspreise können sein, wie sie wollen. Die interessieren mich nicht einmal auf der Erde. Aber ich will zu meiner Familie zurück, zu meinen Freunden! Die Jumer haben kein Recht, so etwas zu tun! Und sag mir eines."

Jetzt wandte er sich doch wieder dem anderen Mann zu, sah ihn direkt an, während sich seine schmalen Brauen zusammen zogen. "Wenn du dich nicht an die Erde erinnern kannst, wie willst du wissen, dass die Alternativen hier besser sind als dort? Vielleicht warst du der Sohn eines bekannten Arztes? Vielleicht der eines Fabrikbesitzers? Du weißt es nicht! Wie kannst du das dann behaupten? Weil sie es dir gesagt haben? Weil sie dir etwas eingetrichtert haben, von dem sie wollen, dass du es glaubst?"

Mit jedem Satz war er lauter geworden, ohne jedoch zu schreien; seine Verzweiflung wandelte sich, bis seine Augen vor Zorn zu blitzen schienen. "Es mag sein, dass du dich nicht erinnern willst. Dass du zufrieden bist mit dem, was du hier hast. Du hast ein großes Weingut, du hast dir etwas aufgebaut. Ich habe keine Ahnung, wie das mit den anderen Menschen ist, die hier leben. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es allen so gut geht. Und es gibt auch von denen, die hier gut leben, mit Sicherheit welche, die sich fragen, wo sie herkommen, ob da nicht noch mehr ist. Du bist als Kind entführt worden; aber ich habe in dem Transporter nur Männer gesehen. Männer, keine Kinder! Zum Teil über dreißig, vielleicht über vierzig. In dem Alter wachst du nicht auf und denkst dir, dass es so richtig ist und dass es so gehört. Das sind vierzig Jahre, die sie einem Menschen wegnehmen! Die Hälfte ihres Lebens!"

Jeremis senkte den Kopf und betrachtete die Erde zu ihren Füßen. Lehmig und schwer, aber hell. Sie saugte Wasser auf und behielt es, für die langen Sommer ohne Regen, und das machte sie so wertvoll. Das beste an diesem Erdboden war, dass er ihm gehörte. Ihm. Jeremis hörte, wie die Stimme des anderen zitterte und wie dieser seine Wut gegen die Situation, gegen Jeremis' Einstellung wendete.

"Ich will mich nicht erinnern, aber ich habe es gemusst, Milan. Ich habe meine Erinnerungen zwangsweise bekommen, und ich bereue es sehr." Jeremis biss sich auf die Unterlippe und nickte leicht. Bereuen, das tat er wirklich.

Er wünschte sich an den Tag zurück, als er gefragt wurde, ob er zur Erde fahren wollte, nur für kurze Zeit, um einen Auftrag zu erledigen. Es hatte ihn reicher gemacht, aber nicht nur um Gutes, auch um einiges, was schlecht war, sehr schlecht.

Er wendete sich kurz ab und blickte auf die Steppe hinaus, auf der einige Büffel vorbeizogen, nur als kleine schwarze Flecken am Horizont zu sehen. "Außerdem ist es nie zu spät, um neu anzufangen. Ich habe übrigens noch nicht einen Mann hier gesehen, der älter war als dreißig, wenn er hier angefangen hat."

Er rieb seine Nasenwurzel einmal und streichelte über das gewundene Holz eines der Weinstöcke. /Ich kann ihm doch unmöglich davon erzählen, kann ich ihn so sehr von seinen Zielen abwenden? Zu denen, die er liebt, die ihn lieben, sagt er. Familien, denkt er. Ich bin dann doch jetzt schon derjenige, der schuld ist in seinen Augen. Wie kann ich ihm nur erklären, dass.../

Er hob den Blick, um den hellen, hoffnungsvollen Augen des anderen zu begegnen. Nun starrten sie recht böse, wild beinahe in seine Richtung, was sie nur noch hübscher aussehen ließ. "Frage deinen Jumer, wieso ich so denke. Er weiß es besser zu erklären, Milan."

Ohne abzuwarten, ob der junge Mann ihm folgte, drehte er sich um und ging auf die Weinkelterei zu, in der die großen. bauchigen Fässer lagerten. "Noch Interesse an meinem Gut?", fragte er zurück, aber mied den brennenden Blick aus Milans Gesicht. Die Gefühle darin taten ihm nur weh und weckten Erinnerungen.

"Ich werde ihn fragen, darauf kannst du Gift nehmen. Aber nur, weil er Jumer ist, muss er nicht daran Schuld sein. Muss er es nicht einmal gut heißen..." Milan sah auf den kräftigen Rücken des sich entfernenden Mannes und seine Schultern sackten herab. /Er hilft mir, und ich greife ihn an. Was weiß ich schon... Er wird Gründe haben. Verdammt, warum muss ich mich so aufregen?/ Weil es grausam war, was hier geschah. Weil es absolut grausam war. Wütend trat er einen Stein beiseite, der mit einem leisen Klacken gegen eine Rebe prallte und zu Boden fiel. /Ganz egal, was du denkst, Jeremis, so einfach gebe ich nicht auf. Ich werde andere finden. Und ich werde wieder nach Hause kommen. Ohne mein Gedächtnis aufzugeben./

Nein, er hatte nicht mehr wirklich Interesse daran, dieses Gut anzusehen. Aber viel anderes hatte er auch nicht zu tun. Niel schlief, und ansonsten könnte er sich irgendwo hinsetzen, grübeln und nichts tun und nichts wissen. Außerdem hatte der andere Mann ihn wirklich nicht verletzen wollen.

"Es tut mir leid, Jeremis. Ich sollte nicht so aufbrausen. Du kannst ja nichts dafür. Es ist nur alles... alles so überraschend und hart." Er grinste schief, doch es verschwand fast schneller, als es aufgetaucht war. "Und so schnell kannst du mich auch nicht davon überzeugen, dass ich hier im Wunderland gelandet bin, wo man mit ein wenig Arbeit alles erreicht. Das gibt mir niemals zurück, was ich verloren habe. Trotzdem... Entschuldige bitte."

Er atmete tief durch, vergrub die Hände in den Hosentaschen und richtete sich auf, ehe er zu Jeremis ging. Die grünen Augen wichen ihm aus, was sein schlechtes Gewissen wachsen ließ. "Ich war unfair. Es tut mir leid."

"Es ist kein Wunderland, Milan. Die Arbeit hier ist gefährlich und hart, aber ich habe begonnen, es meine Heimat zu nennen." Jeremis betrachtete das schlanke Gesicht vor ihm forschend, schließlich fügte er an "Und du hast jeden Grund, wütend zu sein. Wenn du deine Wut gegen mich richtest, dann ist es vermutlich sogar besser, als wenn du deinen kleinen Schatz mit Anschuldigungen erschreckst. Er, da bin ich mir sicher, weiß mehr, als du denkst. Aber er kann noch weniger tun als ich. Da bin ich mir auch sicher."

"Ich werde mit ihm reden." Jetzt war es Milan, der dem Blick des anderen auswich. Seine Gedanken flogen zu Niel zurück, zu dem süßen, lieben Gesicht mit den großen, schönen Augen. Er sah so unschuldig aus, doch dass er mehr war als das, wusste Milan. Er rieb sich das Gesicht und sah dann wieder zu Jeremis hin.

"Aber ich will dich nicht anklagen. Du kannst nichts dafür. Nicht, dass ich hier bin, nicht dass du hier bist. Und es ist nicht fair, wenn ich dir vorwerfe, dass du hier eine Heimat gefunden hast." Er sackte ein wenig in sich zusammen, wirkte mit einem Mal kleiner, hilfloser, regelrecht verloren. "Es ist nur nicht ganz einfach für mich", fügte er im Versuch einer Erklärung an. /Niel... wer bist du?/ Ihm fiel wieder der Moment ein, an dem Kees ihnen die Sachen am Morgen oder eher Mittag gebracht hatte. "Was hat es eigentlich mit Kees und Hame auf sich? Kees schien... Ich glaube, er hatte Angst vor Niel."

"Sie haben keine Angst vor Niel direkt. Es ist nur so, dass sie nicht existieren dürften. Es sind Halblinge. Mittlerweile ist es eher so, dass man sie zwar ungern sieht, aber nicht mehr tötet. Eine Mischung zwischen weiblichem Jumer und Mensch. Man weiß nie genau, wie die Natur die Mischung wichtet. Hame ist viel mehr Jumer als Kees. Er altert auch schneller als sie, man weiß bei ihnen nicht so genau, woran man ist."

Jeremis sah Milan an, dass er sich seine eigenen Gedanken machen musste zu seiner neuen Situation. "Niel ist nun mal aus der Oberschicht, es kann gut sein, dass er sogar an der Regierung beteiligt ist, auch wenn er noch arg jung ist. Ist er schon über hundert?"

/Weißt du sein Alter? Ich frage mich, ob du schon genug weißt von diesem Ort, Milan. Und ich wünschte.../ Jeremis verbot sich alle Wünsche wieder. "Willst du lieber jetzt schon mit Niel reden? Dann werde ich hier weiterarbeiten. Heute Abend wollte ich über die Steppe zu einem alten Steinbruch reiten, um ein paar Felsbrocken zu holen, die geben unten in die Weinfässer gelegt eine besonders Note. Magst du mich begleiten? Die Umgebung kennen lernen?"

"Niel ist hundertvierunddreißig Jahre alt. Ist das wichtig?" Milan sah in den strahlend blauen Himmel empor, den hellen Flecken der beiden Sonnen ausweichend. /Ich wollte Informationen, ich bekomme sie. Warum nur müssen sie alle so wenig angenehm sein?/

Er konzentrierte sich wieder auf Jeremis' Frage und wandte den Blick zu ihm zurück. "Nein, ich wollte das Gut sehen. Es sei denn, ich behindere dich. Dann gehe ich zurück. Ansonsten..." Ein Hauch an Rot flog über seine Wangen, als er zugab "Ich würde dich gerne begleiten. Aber ich kann nicht reiten."

Jeremis hob eine Augenbraue und lächelte dann leicht. „Nein, nein, komm ruhig mit. Ich habe nur Angst, dass ich dich zu sehr anstrenge. Niel sieht jünger aus, als er ist, selbst für einen Kenner. Jumer sind erst mit siebzig erwachsen. Deswegen ist es wichtig. Mit einem minderjährigen Jumer sollte man einen Menschen nicht im Bett erwischen." Er schob die Hände ebenfalls in die Hosentaschen. "Reiten kann man schnell lernen, traust du dich, oder willst du es erst mal auf der Koppel unten üben?"

/Mit siebzig! Himmel, und ich bin sechsundzwanzig!/ Milan strich sich die Haarsträhnen hinter die Ohren zurück, was gar nicht brachte, da der Wind sie erneut erfasste, und wünschte sich ein Haargummi. "Die Koppel wäre nicht schlecht für den Anfang. Ich habe noch nie auf einem Pferd gesessen." Er lachte ein wenig verlegen.

"Dann werde ich Hame nach dem Kaffee sagen, dass sie dir eines von den älteren, braven Pferden fertig macht. Das Reiten lernt sich aber schnell, du bist ja noch jung." Jeremis öffnete die Pforte zur Kelterei und streichelte die große sandfarbene Hündin Schnapper, die des Tags dort wachte. "Das ist meine Wachhündin, sie kennt euch ja schon von gestern. Halt ihr mal die Hand hin, dann beißt sie dich auch nicht mehr." Er lachte auf. "Nachdem ihr mit Schnappers Shampoo gebadet habt, liebt sie euch ohnehin." Belustigt sah er zu, wie die alte Hündin sich gegen Milans Hüfte lehnte und die Augen geschlossen sein Streicheln abwartete.

Milan musste ebenfalls lachen und sah auf den großen Hund hinab, der jetzt so vertrauensvoll an ihm lehnte. /Und vor dir hatte ich gestern so eine Heidenangst?/ Kräftig streichelte er ihr über Kopf und Rücken und schüttelte grinsend den Kopf. "Ich bin gespannt, wie Niel reagiert, wenn er erfährt, dass ich ihn in Hundeshampoo gebadet habe. Wahrscheinlich wird er das Gesicht verziehen und sich dann kaputt lachen."

/Wird er? Ja? Woher willst du das wissen? Im Grunde genommen kennst du ihn überhaupt nicht./ Aber es änderte nichts daran, dass er verliebt war. Heftig verliebt. /Wie weit geht Liebe? Seine Liebe... Wenn er auch jung ist, so ist er doch 'zig mal älter als ich! Und aus der Oberschicht. Ich bin ein Mensch. Und die scheinen hier nicht wirklich viel zu gelten. Selbst wenn sie so große Weingüter haben./

Jeremis grinste bei der Vorstellung und dachte bei sich, dass Milan vermutlich das große Glück gehabt hatte, Niel so informell treffen zu können. /Glück? Wer weiß, vielleicht auch Pech?/ Nachdenklich ließ er seine Blicke über das Gesicht des jungen Mannes gleiten. /Lehrer, mit all seinen Erinnerungen, mit all seinem Kampfgeist. Wenn er nur verstehen würde, vielleicht muss ich es ihm nicht sagen, vielleicht erzählt Niel ja alles./ Dann bemerkte Jeremis, wie der andere anscheinend in düstere Erinnerungen zu versinken schien. /Ich beneide ihn nicht, nicht um das Geringste./

Ein Schatten huschte über Milans Gesicht; ohne es zu merken, hielt er mit dem Streicheln inne, bis die große Hündin mit dem Kopf gegen seine Hand stieß. Das brachte ihn zurück. "Du merkst aber auch sofort, wenn die Aufmerksamkeit nachlässt." Er lächelte und strich ihr noch einmal durch das struppige Fell, ehe er sich wieder Jeremis zuwandte. "Danke. So lange du nicht von mir verlangst, in wildem Galopp über irgendwelche Hürde zu preschen..."

"Wilder Galopp vielleicht, Hürden gibt es eigentlich keine. Komm, ich zeige dir das restliche Gut." Es war schön, jemandem alles zeigen zu können. Es machte Spaß, die Herstellungsmethoden für die Weine zu erklären, die Abhängigkeit vom Boden, vom Wind, von der Sonne. Es war herrlich, dass der junge Mann so interessiert nachfragte und Jeremis sogar die Möglichkeit gab, hier und dort ein wenig anzugeben.


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